Manuel Villar, Jr.
Manuel "Manny" Bamba Villar, Jr. (* 13. Dezember 1949) ist ein philippinischer Politiker und Senator.
Villar wurde in Todo geboren und entstammt armen Verhältnissen. Er heiratete Cynthia Aguilar, die Tochter des Bürgermeisters von Las Piñas. Mit dem Vermögen stieg Villar 1975 sehr erfolgreich in Ge- schäfte rund um den Immobiliensektor ein. Vom 27. Juli 1998 bis zum 13. November 2000 war er Sprecher des philippinischen Repräsentantenhauses.
Später war er von 2001 bis 2002 Senatspräsident Pro tempore sowie 2006 bis 2008 Präsident des Senats. Nach Angabe von Forbes 2009 ist Villar heute eine der wohlhabendsten Personen auf den Philippinen.
Er war Kandidat bei den philippinischen Präsidentschaftswahlen 2010 und Vorsitzender der konservativen Nacionalista Party. Für die Wahl 2010 erreichte Villar mit seiner konservativen Partei auch ein Bündnis mit mehreren Personen aus der Linken, unter anderem dem Menschenrechtsaktivisten Satur Ocampo, und kündigte die Bekämpfung der Armut unter anderem durch eine Landreform an.
Er selbst bezeichnete sich als der Einzige, der gegen die Oligarchie antrete. Er erzielte 15.42 % der Stim- men und verlor die Wahl somit als Drittplatzierter gegen den Favoriten Benigno Aquino III. Auf Platz zwei (26 Prozent) rangiert Manuel «Manny» Villar Junior (geboren 1949), der aus ärmlichen Verhältnissen stammt.
Durch ein geschickt geknüpftes Netz von FreundInnen und durch die Einheirat in eine begüterte Familie gelang dem Selfmademan der Partido Nacionalista eine beispiellose wirtschaftliche und politische Karriere.
Lukrative Geschäfte im Immobiliensektor und der Verkauf von Grundstücken und kostengünstigen Fertig- häusern für die Mittelschicht liessen Villar im vergangenen Jahr mit einem Vermögen von umgerechnet etwa 530 Millionen US-Dollar auf Platz neun der Forbes-Liste der philippinischen Superreichen rücken. Er ist mit Abstand der reichste Vertreter der Legislative und betrieb den aufwendigsten Wahlkampf, in den er gern Grössen des Showbusiness einbezog.
Als einziger Präsidentschaftskandidat verspricht er im Falle seines Sieges eine «People’s Agenda» umzu- setzen – sich tatsächlich für die Belange der Armen und Marginalisierten einzusetzen. Das bewog die Hoffnungsträger der Linken, die Kongressabgeordneten Satur Ocampo und Liza Maza, auf Villars Liste für den Senat zu kandidieren.
Villar wurde bekannt als er im November 2000 die Amtenthebungsklage gegen Estrada an den Senat weiterleitete auch gegen den lauten Protest einiger Kongressleute. Insbesondere Dilangalen fiel damals auf. Der Film des Endorsement wurde noch Monate nach dem abgebrochenen Verfahren im Fernsehen gezeigt.
Insbesondere fällt auf, dass Villar für sich in Anspruch nimmt aus ärmlichen Verhältnissen zu stammen und sich selbst nach oben gearbeitet hat. Dafür ist ihm Respekt zu zollen, auch wenn seine Familie nicht ganz so arm war, wie er es immer beschreibt. Reich wurde er mit Immobilien und Baugeschäften.
Seine Firmen sollen angeblich mehr als 200000 Häuser gebaut haben. Allerdings soll er als Geschäfts- mann nicht ohne Skrupel sein. 1998 stellte sich heraus, dass über 5000 Hektar Land bebaut wurden und von Agriland in Bauland umgewandelt wurden ohne die nötigen Papiere vom DAR. (Department of Agra- rian Reform)
