Billigflieger mit Schuld am Sextourismus !

Billigflieger mit Schuld am Sextourismus

Billigflieger mit Schuld am Sextourismus !

Für die schnelle Reisenummer nach Thailand oder auf die Philippinen: Der Sextourismus hat deutlich zugenommen. Nicht selten sind dabei Kinder die Opfer. Mitschuld daran sind die Billig-Airline Flüge in das Philippinische Reiseland, sagt jetzt die europäische Polizeibehörde Europol. "Die Redu- zierung der Flug Ticketpreise und zugleich die strengere Gesetzgebung in den westlichen Ländern tragen zur wachsenden Zahl von Sextouristen bei im

Asien Urlaub", sagte Europol-Chef Max-Peter Ratzel der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Touristen könnten selbst ferne Reiseziele, wie die Philippinen billig erreichen, "um schließlich Kinder sexuell zu missbrauchen".

Ratzel nannte die sexuelle Ausbeutung von Kindern durch reisende Täter "ein ernstes Problem, das seit langem unter der Beobachtung Europols steht". Vor allem Kontinente und Länder mit ärmlichen wirt- schaftlichen Bedingungen, die einen Großteil der Bevölkerung betreffen im Asiatischen Raum, sind bevorzugte Ziele der Sextouristen.

Kambodscha beliebt bei Sextouristen

Zunehmend gehört dazu auch Kambodscha, sagte der Europol-Chef. Dort bezahlen Sextouristen lokale Zuhälter, um Zugang zu Minderjährigen zu erhalten. In manchen Fällen sind nach Ratzels Worten Famili- en im Ort so arm, "dass sie die eigenen Kindern den Sextouristen als Missbrauchsopfer anbieten".

Derzeit läuft vor dem Landgericht Kiel ein Kinderschänder - Prozess, in dem voraussichtlich an diesem Freitag das Urteil gesprochen wird. Dem aus Deutschland stammenden 49 Jahre alten Angeklagten wird sexueller Missbrauch von Kindern in Kambodscha vorgeworfen. 100 000 philippinische Kinder verkaufen gegen- wärtig ihre Körper, um ihre Familien am Leben zu halten. Eine Prostituierte ernährt mit ihrem Ein- kommen rund 18 Familienangehörige.

Und die Täter entkommen ungestraft. Immer noch wird das Wohl westlicher Kinderschänder höher ge- stellt als der Schutz der Kinder. Im Kampf gegen Kinderprostitution zieht Pater Shay Cullen mehrmals im Jahr durch Europa. Zu Hause in Irland mit Arbeitsfeld in Manila, setzt sich der Priester aus dem Orden des Heiligen Columban seit 32 Jahren für Kinder und Jugendliche auf den Philippinen ein.

Kinderprostitution auf den Philippinen falle auf Europa zurück, erklärte er bei einem Empfang in Murg. Der "Appetit" aus dem Urlaub führe zum Übergriff zu Hause. Diese Gier gehe durch alle Schichten der Be- völkerung bis in höchste gesellschaftliche Kreise. Link: sueddeutsche Pater Shay Cullens Waffe heißt:

Wirtschaftlicher Aufschwung. Familien, die ein geregeltes Einkommen haben, brauchen ihre Kinder nicht auf die Straße zu schicken.