Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen
Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen
Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern umfasst Prostitution, Sex- tourismus, sexuelle Gewalt, Menschenhandel zum Zwecke sexueller Aus- beutung sowie Pornographie mit Minderjährigen (unter 18 Jahren).
Auch das „Mieten“ von Kindern und Jugendlichen als „Gefährten“ ist ne- ben sexuellem Missbrauch, sexueller Gewalt und Prostitution weit verbreitet. Die HIV/AIDS Pandemie ist dabei sowohl Ursache als auch Wirkung.
Einerseits wird durch HIV/AIDS die Nachfrage nach immer jüngeren Kindern gefördert, in der vermeint- lichen Annahme dass diese noch nicht infiziert sind. Auch Mythen, wie Sex mit einer „Jungfrau“ beuge einer HIV-Infektion vor oder heile diese sogar, tragen zur steigenden Nachfrage bei. Andererseits fördert die sexuelle Ausbeutung von Kindern die Ausbreitung von HIV/Aids, weil Kinder und Jugendliche beson- ders vulnerabel sind. Oft fehlt ihnen der Zugang zu Informationen, und meist sind sie nicht in der Lage, den Gebrauch von Kondomen auszuhandeln.
Häufig werden sie gezwungen, besonders risikoreiche Sexualpraktiken auszuüben, wobei sie sich Verletz- ungen zuziehen. Insbesondere Mädchen und Frauen sind so einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Geschlechtsspezifische Diskriminierung trägt zusätzlich erheblich zu ihrer Gefährdung bei. Neben der Aus- beutung im Ferntourismus werden Kinder und Jugendliche jedoch auch in den jeweiligen Nachbarländern ausgebeutet: Täter aus Deutschland oder Österreich fahren nach Polen oder Tschechien; Täter aus den USA fahren nach Mexiko.Das wirtschaftliche Gefälle und eine unzureichende Strafverfolgung tragen deut- lich zur Verletzbarkeit der minderjährigen Opfer bei. Link: gtz

