None-Sex Tourismus
Kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat !
Entgegen weit verbreiteten Meinungen, sowie Reiseberichten und kultur- ellen Vorurteilen ist die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern in nahezu allen asiatischen Ländern der Welt grundsätzlich unter Strafe ge- stellt. Seit Anfang der neunziger Jahre wurden vor allem in den Zielländern des Tourismus die Gesetze zum Schutz der Kinder verbessert und Reformen für eine effektivere Strafverfolgung der Täter eingeführt.
In Südostasien waren die Philippinen das erste Land, das ein Gesetz gegen Kindesmissbrauchs einführte, gegen den Sextourismus. Ein Tourist macht sich bereits dann strafbar, wenn er ein einheimisches Kind mit auf sein Hotelzimmer nimmt. Personen, die Kinder in die Prostitution drängen oder ein Kind unter zwölf Jahren missbrauchen, können mit 30 Jahren Freiheitsstrafe oder sogar dem Tod bestraft werden. Das philippinische Gesetz definiert Prostituierte unter 18 Jahren als Opfer von Missbrauch.
In Thailand kann der Geschlechtsverkehr mit Kindern unter 18 Jahren je nach Alter des Kindes mit bis zu sechs Jahren Haft bestraft werden. In Sri Lanka wird der sexuelle Missbrauch von Kindern unter 18 Jah- ren mit Gefängnisstrafen zwischen zehn und zwanzig Jahren geahndet, die Opfer haben das Recht auf Entschädigung. In Brasilien wird Sex mit Kindern und Jugendlichen mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft, und in Costa Rica wird Kindermissbrauch und Kinderpornografie mit Haftstrafen zwischen fünf und sechzehn Jahren geahndet.
Damit ist eine Rechtspolitische Forderung aus der Kinder Rechtskonvention der Vereinten Nationen zum Teil erfüllt, obwohl die Schutzaltersgrenzen in der internationalen Gesetzgebung immer noch zwischen 12 und 18 Jahren variieren. Die Konvention sieht in der Kinderprostitution, dem Kinderhandel und der Kind- erpornografie eine massive Verletzung der Rechte von Kindern unter 18 Jahren und fordert bessere Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus gibt es inzwischen das Zusatzprotokoll zur Kinderkonvention, das auf nationaler Ebene Nachbesserungen im Strafrecht fordert. Link: tourism-watch


