Luzon - Allgemeine Geographische Einordnung

- LUZON REISTERRASSEN
Man unterteilt die Philippinen in drei Großräume: Luzon im Norden, Visayas, und Mindanao im Sü- den.
Die Landschaft ist bestimmt durch schmale, zer- klüftete Küsten, steile Faltegebirge und wenigen Tiefebenen und Binnenseen.
Der höchste Berg ist der Mount Apo auf Mindanao mit 2954 m, der zweitgrößte befindet sich auf Nord-Luzon: der Mount Pulog (2929 m). Von den insgesamt vier Tiefebenen liegen drei in Luzon:
Die Agno Riverbase im Westen, die Pampagna RB im Süden und die Cagayan RB im Norden. Von den nur drei großen Binnenseen des Landes liegen zwei auf Luzon: Laguna de Bay und der Lake Taal, beide im Süden der Hauptinsel. Luzon
ist mit über 100.000 km² die größte Insel der Philippinen. Etwa die Hälfte aller Filipinos leben dort. Auch im wirtschaftlichen und kulturellen und touristischen Bereich nimmt die Hauptinsel eine Spitzenstellung ein.
Luzon (traditionelles Chinesisch: 呂宋/ vereinfachtes Chinesisch: 吕宋, Pe̍h-ōe-jī: Lūsòng/ Pinyin: Lǚsòng, traditionelles Baybayin: koloniales Baybayin: ist die fünfzehntgrößte Insel der Welt. Die gleichnamige Inselgruppe beherbergt insgesamt 46.200.000 Einwohner (Stand 2008).
Der Name der Insel entstammt dem Chinesischen und bedeutet übersetzt „niederes“, „südliches“ oder „kleines“ Song. Benannt wurde die Insel nach dem ehemaligen Reich Lusongguo (trad. Chin.: 呂宋國/ ver. Chin.: 吕宋国, Pe̍h-ōe-jī: Lūsòngkok/ Pinyin: Lǚsòngguó was übersetzt Luzon-Reich heißt.
Im Unterschied zu anderen Teilen des philippinischen Archipels war der Regent Lusonguos ein König (trad. Chin.: 國王/ ver. Chin.:国王,Pe̍h-ōe-jī: kok-ông/ Pinyin: guówáng), und kein Fürst oder Sultan.
Als erste Europäer erreichten die Portugiesen Anfang des 16. Jahrhunderts von Malakka aus die Insel. Sie nannten das Reich Luçonia bzw. Luçon und seine Einwohner Luçoes. Unter spanischer Herrschaft wurde der Name der Insel in Nueva Castilla (Neu-Kastilien) umbenannt.
Luzon - Natur
Die Inselgruppe ist geprägt von vulkan- und erdbebenreichem Gebirgsland der Philippinischen Kordilleren sowie tropischem Regenwald. Der Mount Pulag ist der zweithöchste Berg der Philippinen und der Mayon einer der bedeutendsten Vulkane, ebenso der Ambalatungan. Auf Luzon lebt die Luzon-Breitzahnratte, welche dort endemisch zu sein scheint.
Luzon - Kultur
Auf Luzon werden derzeit mehrere Schriftsysteme parallel zueinander benutzt. Am dominantesten ist das durch die US-Regierung eingeführte moderne philippinische Alphabet, welches lateinische Buchstaben benutzt. Nebenher werden an sogenannten chinesischen Schulen die traditionellen Chinesischen Schrift- zeichen vermittelt.
(trad. Chin.: 漢字 / ver. Chin.: 汉字 Hochchinesisch Hokkien Pe̍h-ōe-jī: hànjī; Pinyin: hànzì). An den Uni- versitäten wird jedoch meist nur das vereinfachte Chinesische Schriftsystem benutzt. Seit 1992, nach dem Abzug der Amerikaner aus den Philippinen, wird zudem an den Universitäten Luzons das mittelalter- liche Schriftsystem Baybayin (trad. Bay.: / kol. Bay.: gelehrt.
Die Mangyan, ein indigenes Volk auf Luzons Nachbarinsel Mindoro, welche zum Einzugsbereich Luzons gehört, benutzen die Schriftsysteme Hanunó'o und Buhid. Die Koreanische Minderheit Luzons benutzt weitestgehend das Han'gŭl (한글).
Literatur aus Luzon
10. Jahrhundert
Eines der wenigen noch erhaltenen Schriftstücke aus dem 10. Jahrhundert ist die Laguna-Kupferplatten- inschrift.
16. Jahrhundert
Sowohl die Tagalog als auch die Chinesische Version der Doctrina Christiana wurden auf Luzon ver- öffentlicht. Die Tagalog Version ist das vermutlich erste auf Baybayin gedruckte literarische Werk.
17. Jahrhundert
Das Leben des Lam-Ang, auf Ilokano Biag ni Lam-Ang (trad. Bay.: / kol. Bay.: ; trad. Chin.: 藍鋒的生活/ ver. Chin.: 蓝锋的生活, Pe̍h-ōe-jī: Lâm-Hong ê seng-o̍ah/ Pinyin: Lán Fēng de shēnghuó), wird um 1640 rum unter dem Titel „Historia a Pacasaritaan ti Panagbiag ni Lam-ang iti Ili a Nalbuan nga Asaoa ni D.a Ines Cannoyan iti Ili a Calanutian“ veröffentlicht und Pedro Bukaneg zugeschrieben zugeschrieben. Es handelt sich dabei um einen Epos aus Samtoy, dem heutigen Ilokos, aus der vorkolonialen Zeit der Philippinen.
19. Jahrhundert
Typisch für das Luzon des 19. Jahrhundert waren auf Spanisch verfasste Werke. Darunter zählt, z.B. die revolutionäre Zeitung La Solidaridad. Die berühmtesten Autoren Luzons sind die Schriftsteller Francisco „Balagtas“ Baltazar, dessen berühmtestes Werk Florante at Laura war, José de la Cruz der Ang Ibong Adarna schrieb und José Rizal. Vorwiegend wegen seiner Werke Noli Me Tangere und dessen Nachfolger El Filibusterismo. Diese Werke gelten allesamt als Pflichtlektüre an allen philippinischen Schulen.
20. Jahrhundert
Hervorgebracht durch den Machtwechsel im Archipel wurde auf Luzon, ab 1915, die Spanische Schrift- sprache nach und nach durch die Englische verdrängt. Dennoch wurden auf Luzon während der Anfangs- zeit der Amerikanischen Besatzung weiterhin Werke auf Spanisch verfasst. Claro M. Recto war einer der einflussreichsten Autoren jener Anfangszeit. Ein prominenter Autor aus der zweiten Hälfte des 20. Jahr- hunderts ist Charlson Ong in dessen Werke das Leben Philippinischer Chinesen porträtiert wird. Sein mit Abstand berühmtestes Werk ist „Embarrassment of Riches“.
21. Jahrhundert
Einer der derzeit einflussreichsten Autoren Luzons ist der zeitgenössische Autor Bob Ong (trad. Chin.: 王鮑勃 / ver. Chin.: 王鲍勃; Hokkien Pe̍h-ōe-jī: Ông Pâupu̍t, Hochchinesisch Pinyin: Wáng Bàobó). In seinen Werken wird das alltägliche Leben in einer humoristischen zum Teil kritisierenden Art und Weise be- schrieben.
Luzon - Architektur
Weltkulturerbe sind die Reisterrassen der Provinz Ifugao und die Stadt Vigan. Das SM Mall of Asia in Pasay, ist das größte Einkaufszentrum der Philippinen und war zur Zeit seiner Eröffnung das drittgrößte der Welt. Das zweitgrößte Shopping Center der Philippinen ist das SM Megamall in Mandaluyong. Clark Air Base war seiner Zeit der größte US-Amerikanische Militärstützpunkt außerhalb der USA.
Er wurde 60km nördlich von Manila errichtet. Die Aeta, für die dieser Ort heilig war, wurden von den Amerikanern von ihrem Land vertrieben um Platz für die Basis zu schaffen. Kontemporäre Architektur Luzons zeigt starke Spuren US-Amerikanischen Einflusses.
Dennoch finden sich an vielen Orten immer noch Spuren des Spanischen Imperialismus, so zum Beispiel bei den Überresten des Fort Santiago, welches 1945 mutwillig von US-Amerikanischen Truppen zerstört wurde. Auffällig sind auch oktagonale Kirchtürme aus der Spanischen Kolonialzeit, die an chinesische Pagoden (塔, Hokkien Pe̍h-ōe-jī: thah; HochchinesischPinyin: tǎ) angelehnt sind.
Luzon - Wirtschaft
International Vertretene Konzerne Luzons
Zentral Luzon ist Heimat vieler Firmen, die sich vor allem innerhalb des chinesischen Sprachraumes einer hohen Beliebtheit erfreuen. Allen voran steht die Firma Oishi, auch bekannt als 上好佳[13] (Hokkien Pe̍h-ōe-jī: Siāng Hó Ka, Hochchinesisch Pinyin: Shàng Hǎo Jia), welche vorwiegend Chips, bestehend aus Krabben, herstellt.
Ebenfalls international bekannt ist die San Miguel Brauerei , (trad. Chin.: 生力啤 酒廠 / ver. Chin.: 生力啤 酒厂 Hokkien Pe̍h-ōe-jī: Senglia̍k Pichiúgān, Hochchinesisch: Shēnglì Píjiǔchǎng), welche sich vorwiegend auf den Markt auf den Philippinen, Hongkong und Südchina konzentriert.
Eine weitere international vertretene Firma ist die Jollibee Foods Corporation, die mithilfe von Jollibee selbst, sowie den beiden Tochterunternehmen Greenwich Pizza und Chowking[18] (超群: Hokkien Pe̍h-ōe-jī: chhiau kûn, Hochchinesisch Pinyin: chāo qún), vor allem den Fastfoodmarkt auf den Philippinen dominiert, aber auch in Hongkong und an der Westküste der USA sowie Saudi-Arabien vertreten ist.
Luzon - Nahrungsmittel
Neben den oben bereits genannten Firmen gibt es noch weitere Nahrungsmittelhersteller aus Luzon. So zum Beispiel Eng Bee Tin (永美珍 Hokkien Pe̍h-ōe-jī: éngbítin, Hochchinesisch Pinyin: yǒngměizhēn), welche sich hauptsächlich auf traditionelle Snacks wie Hopia konzentriert (trad. Chin.: 好餅/ ver. Chin.: 好饼; Hokkien Pe̍h-ōe-jī: hópiáⁿ, Hochchinesisch Pinyin: hǎobǐng Baybayin.
Die Mondo M.Y. San Corporation hingegen vertreibt mit Skyflakes und Fita seit 1935 Cracker. Einer der größten Lebensmittelhersteller aus Luzon ist die Universal Robina Corporation, welche vor allem für ihren Tee C2 bekannt ist. Während die Tochterfirma von URC, Jack ‘n Jill, für die Herstellung von Snacks wie Chippy oder Chiz Curls verantwortlich ist.
Zudem stellt URC, in Zusammenarbeit mit Nissin Foods Instant Nudeln her. Vertrieben werden die Pro- dukte, wie bei fast allen Firmen Luzons, hauptsächlich im Chinesisch-sprachigen Raum in Singapur, Hong Kong, Malaysia, Indonesien, Thailand, Japan, Taiwan and China. Ferner gibt es noch Firmen die sich auf die Herstellung von Saucen konzentriert haben, wie die aus Malolos stammende Firma Mama Sita's.
Geschichte Luzons - Mittelalter
Das Königreich Luzon (trad. Chin.: 呂宋國/ ver. Chin.: 吕宋国), manchmal auch Luzon-Dynastie genannt (trad. Chin.: 呂宋朝/ ver. Chin.: 吕宋朝), wurde vermutlich gegründet, nach dem ein Großteil der chin- esischen Bevölkerung auf die Insel flüchtete, als der chinesische Kaiser eine Niederlage gegen die [Mongolen] während der Seeschlacht von Yamen am 19. März 1279 in der heutigen Provinz Guangdong erlebte.
Hauptstadt des Luzon Reiches war die Stadt Tondo (trad. Chin.: 東都/ ver. Chin.: 东都, pinyin: dōngdū ), zu Deutsch "östliche Hauptstadt". Neben ihr stellte die im Norden Luzons liegende Stadt Vigan (美岸,Hokkien (Pe̍h-ōe-jī Umschrift): bîgán, Hochchinesisch (Pinyin Umschrift): měiàn) eine der wichtigsten Standorte für den Außenhandel dar.
Weil die Spanier alle architektonischen und literarischen Werke der Vorkolonialzeit mutwillig zerstörten ist derzeit relativ wenig über die vorkoloniale Zeit Luzons bekannt. So wurde zum Beispiel am 6. Juni 1570 der damalige Stadtstaat Maynilad(trad. Bay.: / kol. Bay.:, heutzutage bekannt als Manila als auch Tondo von der Conquista bis auf die Grundfesten niedergebrannt und später nach Spanischem Vorbild wieder aufgebaut.
Handel im mittelalterlichen Luzon
Sich in Japan befindliche Vasen aus dem 12. Jahrhundert, weisen auf den Import und Exporthandel des Reiches hin. Die sogenannten Rusun-Tsukuri (Japanisch:呂宋製 oder 呂宋つくり) (wortwörtlich: „In Luzon hergestellt“ oder „Made in Luzon“) wurden von den jeweiligen Herstellern mit Baybayin verziert, welche auf den ursprünglichen Inhalt der Vasen als auch den Hersteller hinweisen.
Meistens befand sich Grüner Tee oder Reiswein in ihnen. Die einzige bis heute noch erhaltene Manufaktur aus der Zeit sind die Burnay Vasen aus Ilocos. Neben den Vasen und Tee war auch der Handel mit Por- zellan, Elfenbein, Seide und Bienenwachs von Bedeutung.
Im 17. Jahrhundert, während der spanischen Okkupation, wurden die Elefanten allerdings ausgerottet. Piraterie war ein Problem der damaligen Zeit. Da Luzon unter anderem direkt Produkte aus dem Festland vertrieb und in Japan lediglich nur alle 10 Jahre ein Schiff von China nach Japan entsandt werden durfte, wurde der Verkehr zwischen dem Festland und der Insel überfallen.
Andere japanische Händler, wie Shimai Soushitsu (島井宗室) und Kamiya Soutan (神屋宗湛), gründeten Niederlassungen auf Luzon um legal die Import- und Exportwaren nach Japan vertreiben zu dürfen. Einer dieser Händler, en: Luzon Sukezaemon (Japanisch: 呂宋助左衛門), ging sogar soweit, dass er sich seinen Nachnamen von Naya (納屋) in Luzon (呂宋) umänderte.
Luzon - Beziehung zu China
Einer der wichtigsten Handelspartner war China. Allerdings war die Beziehungen mit dem Kaiserreich während der Yuan-Dynastie (元朝 Pinyin: yuán cháo) sehr schlecht. Viele Adlige stellten sich gegen den, ihrer Meinung "falschen" Kaiser.
Einer der bekanntesten Figuren jener Zeit ist die aus Nordluzon stammende, Prinzessin Urduja, welche es sich zur Aufgabe machte den, ihrer Meinung nach, unrechtmäßigen Kaiser zu bekämpfen.
Während der Ming-Dynastie (明朝 Pinyin:míng cháo) verbesserten sich die Beziehungen maßgeblich. Selbst als das Hai jin (海禁 Pinyin: hǎijìn) Gesetz entschieden wurde, war der Schiffsverkehr zwischen dem Festland und Luzon beständig.
Die für Luzon am wichtigsten Anlaufhäfen im Festland waren Fuzhou (福州市 Pinyin: Fúzhōu shì) Guangzhou (trad. Chin.: 廣州市/ver. Chin.: 广州市, Pinyin: Guǎngzhōu Shì) und Quanzhou 泉州市, Pinyin: Quánzhōu shì).
Da der Kaiser eine Sonderregelung erließ, durften die Waren von Luzon aus, trotz des Verbots im Rest Asiens vertrieben werden. Zu dem damaligen Zeitpunkt wurden die Menschen Luzons noch als Chinesen angesehen.
Luzon - Zerfall des Reiches
Unter Sultan Bolkiah griff das Sultanat Brunei im Jahr 1500 die Hauptstadt des Luzon-Reichs an um von der wirtschaftlich günstigen Lage der Insel zu profitieren. Das Sultanat gewann den Krieg und gründete neben der Hauptstadt Tondo (trad. Chin.: 東都/ ver. Chin.: 东都) die Stadt Maynilad (trad. Bay.: / kol. Bay.:, damals auch Seludung (trad. Bay.: / kol. Bay.: genannt, was übersetzt Hauptstadt bedeutet.
Der Sultan machte seinen eigenen Neffen, Lontok , auch bekannt als Gat Lontok zum Herrscher über den neu gegründeten Stadtstaat. Dieser lag direkt am gegenüber liegenden Ufer Tondos und war ein mit Stadtmauern und Lantaka (trad. Bay.: / kol. Bay.:, asiatischen Kanonen, befestigter Regierungssitz.
Der König Luzons durfte zwar sein Amt weiterhin ausführen, seine Position wurde allerdings massivst geschwächt. Durch diese Schwäche konnte ein weiteres Adelshaus, das Haus Namayan (trad. Bay.: / kol. Bay.:, auch bekannt als Sapa (Bay.:, zur Macht gelangen.
Das Haus hatte bereits 1157 einen Höhepunkt erlebt und sah in der Schwäche des Königs eine Möglich- keit wieder an Macht zu gelangen. Dementsprechend regierten drei Königshäuser, Das Haus Tondo, das Haus Maynilad oder Haus Seludung und das Haus Namayan, auf Luzon.
Luzon Kolonialzeit - Luzons Krieg gegen die Spanischen Invasoren
Den endgültigen Niedergang fand Luzon mit der Ankunft der Conquista unter Martín de Goiti und Miguel López de Legaspi am 8. Mai 1570 . Sulayman I., Herrscher von Seludung, befahl zwar seiner Flotte die Spanier anzugreifen, ihm fehlte allerdings die militärische Unterstützung der anderen Adelshäuser.
Dula aus dem Haus Tondo, sah in der Auseinandersetzung Sulaymans mit den Spaniern die Möglichkeit eine Hegemonialstellung in seinem Reich zu erlangen und verhandelte mit den Spaniern. Durch die Zerrissenheit der Adelshäuser, und die klare Abwesenheit eines dominanten Herrschers war es den Bewohnern nicht möglich Luzon vor dem Untergang zu retten.
Versuch die Spanier aus Luzon zu vertreiben
Einer der berühmtesten Versuche die Spanier aus Luzon zu vertreiben wurde von einem Chinesischen Piraten durchgeführt. Der aus dem Chinesischen Festland stammende Pirat Lin Feng (trad. Chin.: 林風, ver. Chin.: 林风, Hokkien Pe̍h-ōe-jī: Lîm Hong Hochchinesisch Pinyin: Lín Fēng) versuchte 1573, zu- sammen mit 3.000 Gefolgsleuten und 64 Schiffen die Spanier aus Luzon zu vertreiben.
In 1574 kämpfte er gegen Spanische Truppen in der Nähe von Vigan (美岸,Hokkien Pe̍h-ōe-jī: bîgán, Hochchinesisch Pinyin: měiàn), im heutigen Ilocos Sur. Danach belagerten er und seine Männer das Fuerza de Santiago, welches als Wohnort und Hauptquartier der Conquista diente.
Nach 10 Monaten entschied Lin Feng die Bastion, welche damals noch aus Holz bestand, niederzu- brennen. Dennoch war sein Feldzug gegen die Spanier ohne Erfolg gekrönt, die Invasoren nahmen ihn letztendlich 1575 fest und verbrannten ihn.
Luzon - Gründung & Neugründung von Städten
1571, kurz nachdem Manila und Tondo eingenommen waren, bauten die Spanier das Fuerza de Santiago um sich vor den Einheimischen Bewohnern zu schützen, da dieses allerdings, bereits nach kurzer Zeit zerstört wurde, sah Legaspi zu, dass der Wiederaufbau des Forts am 19. Juni 1591 beginnen würde.
Viele Orte erhielten neue, meistens spanische Namen. Andere Städte hingegen erhielten neue Orts- namen, die von einheimischen Begriffen abgeleitet waren, weil die Spanier die Einheimischen miss- verstanden. So wurde aus der Stadt Lihan in Malolos.
Christianisierung Luzons - Synkretismus auf Luzon
Um die Konversion ins Christentum zu vereinfachen, verknüpften die Spanier Elemente der traditionellen Religionen Luzons mit denen der westlichen Mythologie. Hierzu wurden viele Begriffe, archtitektonische Stile, Gegenstände als auch viele Namen von asiatischen Göttern christlich-westlichen Entitäten neuzu- geordnet.
Eine Verschmelzung zweier Religionen nennt man Synkretismus, da aber die Bevölkerung mehr oder weniger zur Konversion gezwungen wurde, ist es richtiger die Verschmelzung als "falschen Synkretismus“ zu bezeichnen.
Luzon - Verschmelzung ihrer traditionellen Gottheiten mit den christlichen Elementen
Der christliche Gott wird in den ersten Übersetzungen der Bibel ins Tagalog Bathala (trad. Bay.:, kol. Bay.: genannt, ein Begriff der in späteren Versionen jedoch mit dem Spanischen Wort Dios und heut- zutage mit dem davon abgeleiteten Diyos ersetzt wurde. Aber nicht nur christliche Wesen wurden synkretisiert. Es wurden zusätzlich noch Fabelwesen aus Europa hinzugezogen. Die Diwata (vom Sans.: देवता) welche ursprünglich Gottheiten, die an heiligen Orten, meist Wäldern, lebten, verwandelten die Spanier in Feen. Zudem wurden alle Diwata in Maria umgetauft, um an die Mutter Jesus zu erinnern. Die auf Luzon berühmteste Diwata ist Maria Makiling. Das Wort Diwa (vom Sans.: देव) bedeutete ursprünglich Gott, erhielt während der Spanischen Kolonialzeit aber die Konnotation Gedanke bzw. Geist. Vielen anderen Gottheiten, wie der Mondgöttin, auf Luzon ebenfalls bekannt als Mayari (Bay.: oder Buwan (trad. Bay.:, kol. Bay.:, welche eine der wichtigsten Gottheiten der vorko- lonialen Zeit war, schenkten die Spanier kaum Beachtung.
Luzon - Nichtchristlicher Schmuck
Nichtchristlicher Schmuck hat bis heute noch einen Platz im Leben der Menschen der Insel, sogenannten Anting-Anting (vom Alt-Malayischen Anting: auf-, anhängen). werden glücksbringerische und unterstütz- ende Fähigkeiten zugesagt.
Diese sind meist Amulette oder Armbänder. Durch die Christianisierung Luzons sind heutzutage manche dieser Anting-Anting mit christlichen Symbolen versehen, andere wiederum nicht. Eine Art diesr Anting-Anting sind buddhistische Gebetsketten, auf der Insel auch Buddha Beads oder 佛珠 (Hokkien Pe̍h-ōe-jī: hu̍t-chu, HochchinesischPinyin: fózhū) genannt.
Heutzutage seltener zu sehen, sind Westen, die als Anting-Anting fungieren. Diese wurden in der vor- kolonialen, bis hin zum Philippinisch-Amerikanischen Krieg von Kriegern und Soldaten als spiritueller Beistand getragen.
Luzon - Asiatisch-Christiliche Architektur
Um die Christianisierung voran zu treiben, ließen die Spanier religiöse Gebäude mit asiatischen Elementen erbauen. Diese waren den Einheimischen vertraut und sie konnten die Architektur besser deuten und interpretieren.
Eines der gängigtsen Elemente waren oktagonale Kirchtürme, wie man sie überall bei alten Kirchen auf Luzon sehen kann. So zum Beispiel auch bei der Barasoain Kirche, der Binondo Kirche oder den Zwilling- türmen der Kirche in Quiapo.
Die achteckige Form der luzonischen Kirchtürme leitet sich von der Form chinesischer Pagoden (塔, Hok- kien Pe̍h-ōe-jī: thah; Hochchinesisch Pinyin: tǎ) ab.
Das Oktagon, in Deutschland auch als Acht Trigramme bekannt, nennt man auf Luzon auch Pakwa (八卦 Hokkien Pe̍h-ōe-jī: pat-kòa; HochchinesischPinyin: bāguà) und spielt im Taoismus eine übergeordnete Rolle.
Ein weiteres Element waren Chinesische Schutzlöwen (trad. Chin.: 石獅; ver. Chin.: 石狮 Hokkien Pe̍h-ōe-jī: chio̍h-sai; HochchinesischPinyin:shíshī). Solche kann man, zum Beispiel, bis heute noch an der San Agustin Kirche in Vigan sehen.
Einführung Spanischer Nachnamen auf Luzon
Am 21. November 1849 verpflichtete der spanische Generalgovernuer Narciso Claveria y Zaldua alle Bewohner Luzons und der anderen Inseln Spanisch-Ostindiens dazu nur noch bestimmte Namen zu benutzen.
Alle legitimen Nachnamen finden sich in dem Alphabetischen Katalog der Nachnamen (Kastilisch: Catálogo Alfabético de Apellidos) .
Spanischstämmige Namen bildeten mit weitem Abstand die größte Gruppe der zu vergebenen Nach- namen, gefolgt von drei Dialekten aus Luzon, nämlich Tagalog, Iloko und Hiligaynon sowie einer Sprache aus den Visayas, nämlich Visaya selbst.
Republik Luzons
Die Repúbliká ng̃ Katagālūgàn war die von den Katipunan (trad. Bay.: / kol. Bay.: 1896, in Kangkong (trad. Chin.: 康鞏/ ver. Chin.: 康巩; Hokkien Pe̍h-ōe-jī: khangkióng / Hochchinesisch Pinyin: kānggǒng), gegründete Regierung während der spanischen Kolonialzeit und wurde während desPhilippinisch-Amerikanischen Krieges weitergeführt.
Die Katipunan stellten sowohl jegliche Staatsgewalt als auch die Armee innerhalb dieses Staates. Obwohl der Begriff Katagalugan eigentlich nur Territorium oder Sprachraum der Tagalen war er für die Katipunan gleichbedeutend mit Luzon.
Für die Partei waren Filipinos die Spanier, die im südostasiatischen Archipel geboren waren. Die Partei fungierte als eine Art Graue Eminenz auf der Insel und formte "ihre eigenen Gesetze, bürokratischen Strukturen und wählte seine eigenen Anführer".
Für jede Provinz Luzons, in denen die Katipunan aktiv waren, koordinierte der Hohe Rat die lokalen Gremien, welche für die Verwaltung des neuen Staates und die Handhabung militärischeer Angelegen- heiten verantwortlich waren.
Lokale Gremien kontrollierten auf Stadtebene. Zwischen 1896-1897 nannte die Katipunan ihren eigenen Staat Haring Bayang Katagālūgàn (trad. Bay.: / kol. Bay.: (trad. Chin.: 獨立呂宋國/ ver. Chin.: 独立吕宋国, Hokkien (Pe̍h-ōe-jī Umschrift): ta̍klia̍plūsòngkok, Hochchinesisch (Pinyin Umschrift): dúlìlǚsòngúo).
Auf Deutsch, unabhängiger Staat der Tagalog. 1897 wurde der Staat in Repúbliká ng̃ Biak-na-Bató (trad. Bay.:/ kol. Bay.:, Republik von Biak-na-Bato, umbenannt und nannte sich von 1902-1906 Repúbliká ng̃ Katagālūgàn (trad. Bay.: / kol. Bay.: (trad. Chin.: 呂宋人民國/ ver. Chin.: 吕宋人民国, Hokkien (Pe̍h-ōe-jī Umschrift): lūsòngjîn bînkok , Hochchinesisch (Pinyin Umschrift): lǚsòngrén mínguó), also Tagalog Re- publik.
Am 1. November 1897 unterschrieben die Mitglieder der Katipunan die „ vorläufige Verfassung der Re- publik Biak-na-Bato “. Da der Wunsch nach einer Unabhängigkeit der philippinischen Nationen während der amerikanischen Kolonialzeit illegal war, wurde hart gegen die Katipunan vorgegangen. Heutzutage existiert die Partei nicht mehr und wegen der USA wurden die drei Regionen der Philippinen, Luzon, Visayas und Mindanao zu einem Staat zusammengeschlossen.
Räumliche Gliederung Nord-Luzons
Die drei großen Inselgruppen der Philippinen sind Luzon im Norden, die Visayas in der Mitte und Mindanao im Süden. Sowohl Luzon, als auch die östlichen Visayas und Ost-Mindanao wurden im Zuge einer Kollision der Philippinischen- und Eura- sischen Platte vor mehr als 35 Mio. Jahre gebildet.
Die Nordsüderstreckung der Insel beträgt ca. 800 km, die Breite schwankt zwischen 200 km im nördlichen Bereich und 13 km im Süden. Die archipelartige Struktur der Philippinen ist alt, die heutige Gliederung jedoch noch jung.
Durch die Verteilung und Zusammensetzung der oligomiozänen und der plio- zänen Ablagerungen ist das Vorhandensein des Archipels im Tertiär nachzu- weisen. Die heutige Verteilung von Land und Meer ist erst am Ende des Pleisto- zäns entstanden, in geologisch jüngster Vergangenheit.
Durchziehende Verwerfungen, Grabenbrüche und Horste, hoch herausgehobene Strandterrassen, bis zu 1950 m hohe korallogene und pliozäne Ablagerungen, ertrunkene Täler und das völlige Fehlen von Atollen und Barriere-Riffen sind die Zeugen einer jungen, verwickelten Bildung, die ganz im Gegensatz zu der ruhigen Entwicklung im Bereich des Sunda-Landes steht.
Vor allem die Bildungsgeschichte des heutigen Luzon im Pleistozän ist sehr verwickelt. Mit der Entstehung der Inselformationen ist auch die Bildung der sie trennenden Tiefenzonen eng verbunden, die tektonisch- en Leitlinien am Meeresgrund setzen sich gestaltend auf den Inseln fort.
Die Form der Inseln, der Verlauf der Bergketten und die Richtung der Haupttäler werden durch die vor- herrschende tektonische Hauptrichtung bestimmt: NW-SO, NO-SW und N-S.
Die seismischen Unruhezentern zeigen an, dass diese Bewegungen heute noch andauern. Die große Länge der Küstenlinie ist eine Folge dieser starken Zerstückelung. Luzon verfügt über mehr als 78.000 km Küste.
Luzon - Das Formenbild der Philippinen setzt sich aus den folgenden vier Großbereichen zusammen
1.) Kettenartige Gebirgszüge bestimmen meist die Großform. Am besten sind sie in Nord-Luzon ent- wickelt. Wegen der heftigen Niederschläge kommt es zu starker Materialaufbereitung und Abtragung - teilweise sogar zu katastrophenartigen Bergrutschen. Das erschwert die Bewirtschaftung.
Durch Errichtung von Terrassenfeldern schafft man eine größere Anbaufläche. Ein Problem stellt die zu- nehmende Entwaldung dar, weil dadurch die Erosion noch erhöht wird.
2.) Grasbestandene Hügellandschaften säumen den Fuß der Mittelgebirgsregion, oder treten als selbst- ständige Hügelländer auf.
3.) Isoliert auftretende Vulkane gibt es sowohl in Tieflandsebenen, Hügelländern und Mittelgebirgsketten. Die Vulkane geben der Landschaft die prägende Gestalt. Ihre wirtschaftliche Bedeutung ist wegen des isolierten Auftretens insgesamt nur gering, jedoch ist der Boden der Vulkanhänge sehr fruchtbar.
4.) Die Tieflandsebenen sind wirtschaftlich von großer Bedeutung. Die Küstenebenen sind meist nicht sehr breit (10-15 km). Nur die Küstenebenen bei Mündungstrichter oder Schuttkegel sind gut erschloss- en.
Eine größere Bedeutung kommt den Flachlandschaften im Landesinneren zu, wobei die Wichtigste die große Ebene von Mittel-Luzon ist. Man bezeichner sie auch als Reiskammer der Philippinen.
Der Norden Luzons lässt sich in vier Bereiche gliedern. Der erste Bereich umfasst eine Ebene (Ilocos-Küstengebiet), die im Westen die Küste Nord-Luzons begleitet.
Der zweite Bereich gliedert sich in die dahinter emporragende Zentralkordillere mit ihren Parallelketten (Süd-Nordrichtung), die den westlichen Teil Nord-Luzons einnehmen. Weiter östlich beginnt der dritte Bereich, das Cagayantal, welches ebenfalls in Süd-Nordrichtung verläuft und den vierten Bereich bildet die Sierra Madre ganz im Osten.
Luzon - Es ergibt sich eine charakteristische Formenwelt in Abhängigkeit des Gesteins- materials
a) Ergussgesteine: allgemein unregelmäßige Formen herrschen vor. Die Horizontlinien sind unregelmäßig und gezackt.
b) Sedimentdecken: hier sind lange und ruhige Linien charakteristisch
c) Kalkgebiete: bei Sagada herrschen jungtertiäre Kalke vor; auf Gebirgshöhen finden sich flache, plateauähnliche Formen, die Anlage fand in der morphologischen Frühzeit des Gebietes statt. In der Regenzeit führen diese zur Sumpfbildung.
Den größten Flachformrest trägt die Zentralkordilliere auf Höhe des Mt. Data und um Baguio.
Anzeichen dafür, dass die Kordilleren relativ jung sind, sind Merkmale wie steile Hangformen und das Zurücktreten der Terrassenreste in den Tälern. Im Westen begleitet ein schmales Vorland die Kordilleren, im Osten eine breitentwickelte Zone von flachabfallendem Hügelland mit Höhendifferenzen zwischen 300-500m. Die Kordillieren sind dichtbewaldet und dehnen sich aus bis an den Cagayan.
Die Ebene Mittel-Luzons
Diese Ebene ist das wichtigste Kulturland der Philippinen. Im Norden taucht sie unter die Wasser der Bucht von Lingayen, im Süden unter die Bucht von Manila.
Im Osten bildet die Ostkordillere die Grenze. Von einer Bucht zu anderen misst die Ebene 190km, durchschnittlich jedoch 110km.
Das Gewässernetz des nördlichen Teils ist auf den Golf von Lingayen ausgerichtet. Der aus dem Kordillerenland kommende Agno nimmt die Zuflüsse von Süden und Westen auf, der bei großen Regenfällen riesige Gebiete unter Wasser setzten kann.
Der größte Teil der Ebene wird von der Bucht von Manila entwässert. Die Ebene von Mittel-Luzon ist wegen ihre sandiglehmigen Böden in erster Linie Reisland.
Luzon - Terrassen Wunder / Die Stufen in den Himmel

Wenn die Filipinos Luzon sagen, meinen sie oft nur die Hauptstadt Manila und ihre Umgebung.
Die Bergprovinzen im Norden werden mit herablassendem Achselzucken abgetan.
Dort sei die Zeit stehen geblieben, sagen die Flachlandbewohner gering- schätzig. Doch gerade in den zerklüfteten Bergen der Cordilleras kommt der Reisende den Wurzeln der philippinischen Kultur am nächsten.
Luzon - Reissender Flüsse

Die Menschen, die auf den Bergkuppen und an den steilen Hängen wohnen, die ihre Dörfer in wilden, zerklüfteten Tälern angelegte haben und an den Ufern reissender Flüsse, sind von der kolonialen Überfremdung der Philippinen weit gehen verschont geblieben. Igorot werden sie genannt; Menschen der Berge.
Luzon - Reisterrassen

Doch hinter diesem Sammelbegriff verbirgt sich eine Vielzahl von Völkern. Sie leben noch nach den Gesetzen ihrer Vorfahr- en, und pflanzen Reis an. Ihre Welt ist von Geistern beseelt, die es in zahllosen Ritualen zu besänftigen gilt.
Ihre kunstvoll in die Hänge gegrabenen Terrassenfelder haben bereits die Vorfahren der Bergbevölkerung vor etwa 2000 Jahr- en angelegt.Bis in einer Höhe von 1500 Meter klettern die Reis- terrassen, in die auch Dörfer der einzelnen Clans eingebettet sind.
Wie so viele andere Sehenswürdigkeiten dieser Welt werden auch Nord-Luzons spektakuläre Reisterrass- en von Banaue gerne als achtes Weltwunder bezeichnet.
Die bemerkenswerten Terrassen, die vom Stamm der Ifugao schon vor 2000 bis 3000 Jahren angelegt wurden, streben wie Treppen aus Lehm dem Himmel entgegen.
Die obersten Terrassen liegen 1500 m über dem Meeresspiegel. Im Norden der Insel Luzon liegen die Banaue Reisterrassen, die als achtes Weltwunder gelten. Sie sehen aus wie eine "Treppe in den Himmel". Einige sind 1.500 m hoch. Man schätzt ihr Alter auf 2.000 bis 3.000 Jahre.
Einfaches Leben auf Luzon

Einfaches Leben der Ifugao. Erst im 19. Jahrhundert gelangen es allmählich, die Ifugao an die christliche Zivilisation heranzuführen, und erst dann auch stiessen kühne Forschungsreisende zu den weit abgelegenen Reisterrassen von Banaue vor. Die auf einfachem Niv- eau lebenden Heiden mit diesem kolossalen Werk in Verbindung zu bringen, galt jedoch als absolut abwegig.
Sie waren allenfalls Hüter der uralten Tradition eines unbekannten ausgestorbenen Volks weit höheren Kultustandes, theoretisierte man lange. Diese Gesinnung hat sich bin in die Neuzeit erhalten. Die Ifugao sind immer noch da, ihr Lebensstil ist weiterhin von
anachronistischer Schlichtheit geprägt. Sie beten nach dem Kirchgang und dem artigen Absingen eng- lischsprachigen Liedguts ihre alten Götter an, und sie bewirtschaften die Reisterrassen mit dem ruhigen Selbstverständnis ihrer Vorfahren, die präzise das Gleiche taten.
Luzon - Rote Blumen
Rote Blumen blühen am Rand der Reisfelder, dort kamen Krieger bei Kämpfen mit andren Stämmen ums Leben. Die Bergvölker hatten ständig Zoff miteinander, manchmal von Dorf zu Dorf.
Die Gelehrten beginnen sich jetzt mit dem Gedanken anzufreunden, dass es vielleicht dort die Himmels- welt-Menschen selbst waren, die aus mongolischen Gefilden zugewandert, von der Stunde Null an des monumentale Werk schufen und es über ungezählte Generationen hinweg immer gigantischer dimen- sionierten an nahmen.
Luzon - Wann war diese Sternstunde ?

Sie liegt vielleicht in alttestamentarischer Zeit, vor 3000 Jahren. Wo möglich muss die Zahl sogar noch nach unten korrigiert wer- den. Jeder neue archäologische Fund stellen die Uhr weiter zurück und dem Bau der frühesten Pyramiden immer näher. Die waren übrigens, man erinnere sich, das erste Weltwunder.
An Luzons Pazifikküste und dort ganz besonders in den Provinzen Bicol und Quezon gibt es wunderschöne Trekkingrouten. Wer end- lich einmal allen motorisierten Transportmitteln entkommen möch- te, ist mit Wanderungen auf Batan Island gut beraten, denn dort ist nach wie vor der Pferdekarren das vorherrschende Nahverkehrs- mittel.
Naturliebhabern sei der Besuch von Calauit Island empfohlen, wo in einem Tierschutzgebiet seit fast zwei Jahrzehnten erfolgreich afrikanische Tierarten gezüchtet werden: Man begegnet dort Giraffen, Zebras und Gazellen. Link: wikipedia


