Bataan
Bataan ist eine philippinische Provinz im Bezirk Central Luzon auf der Hauptinsel Luzón. Die gesamte Halbinsel Bataan, welche am Bucht von Manila liegt, gehört zur Provinz. Im Norden grenzt sie an die beiden Provinzen Zambales und Pampanga. Der Halbinsel vorgelagert liegt die kleine Insel Corregidor.
Bataan - Geografie
Die Halbinsel Bataan ist ein Ausläufer der Zambales-Berge. Westlich befindet sich das Südchinesische Meer und im Osten der Golf von Manila. 80 Prozent der Landfläche ist geprägt von den zwei Vulkanen Mariveles und Natib und den umliegenden Bergen. Der Natib ist mit 1.253 Metern der höchste Berg der Provinz. Bataan ist untergliedert in eine Stadt und elf Stadtgemeinden, die sich wiederum in 237 Barang- gays aufteilen.
Bataan - Geschichte

Im späten 16. Jahrhundert hatte der chinesische Piratenführer Limahong hier einen Stützpunkt, von dem aus er versuchte Luzon zu erobern, was aber misslang. 1647 landeten hier holländische Marineschiffe und ver- suchten, das Land von den Spaniern zu erobern. Dabei brachten sie die Einwohner von Abucay, einer Stadt auf Bataan, um.
Bataan erlangte im Besonderen Berühmtheit durch die Rolle, die es bei der japanischen Eroberung der Philippinen zu Beginn des Pazifikkriegs spielte. Die Halbinsel und Corregidor boten den philippinischen und US amerikanischen Streitkräften die letzte Rückzugsmöglichkeit. Als die
japanische Armee die Halbinsel eroberte und die gegnerischen Trup- pen zur Aufgabe am 9. April 1942 zwangen, machten sie eine sehr große Zahl an Kriegsgefangenen. Diese traten von hier aus den soge- nannten Todesmarsch von Bataan an.
Todesmarsch von Bataan
Der Todesmarsch von Bataan war ein 1942 von japanischen Soldaten an amerikanischen und philip- pinischen Kriegsgefangenen verübtes Kriegsverbrechen in der Frühphase des Pazifikkriegs während des Zweiten Weltkriegs auf den Philippinen.
Bataan - Vorgeschichte

Nachdem die japanische Flotte am 7. Dezember 1941 den Angriff auf Pearl Harbor ausgeführt hatte, starteten die japanischen Streitkräfte in der Folge zeitgleiche Invasionen in einigen Ländern des südostasiatischen Raums, darunter auch auf den Philippinen.
Die philippinischen und amerikanischen Soldaten wurden förmlich über- rannt, was die amerikanische Führung veranlasste, General Douglas Mac Arthur von den Philippinen abzuziehen. Etwa 14.000 Soldaten der US- Marineinfanterie und 2.000 philippinische Panzersoldaten konnten auf der
Halbinsel Bataan und der vorgelagerten Insel Corregidor noch ein letztes Widerstandsnest bilden.
Bataan - Kapitulation
Am 9. April 1942 musste sich Generalmajor Edward P. King, der nun das Kommando führte, mit rund 70.000 Mann den japanischen Eroberern unter Homma Masaharu ergeben, da kaum noch Trinkwasser und Nahrung zur Verfügung standen.
Damit zwangen sie Japan eine unerwartet hohe Anzahl an ausgehungerten, kranken und abgemagerten Gefangenen auf, die die Anzahl der eigenen Truppen weit übertraf.
Einige Männer konnten sich noch ins Meer retten, wo sie von einem amerikanischen Kanonenboot an Bord genommen und nach Corregidor gebracht wurden. Die an Land Verbliebenen zerstörten, so weit es ging, ihre Schiffe und Waffen und begaben sich in die Hände der Japaner.
Bataan - Der Marsch

Da im japanischen Heer aufgrund des geringen Motorisierungsgrades kaum Fahrzeuge zur Verfügung standen und Tagesmärsche von 30 km mit voll- em Gepäck schon während der Ausbildung und dann im Einsatz nichts Ungewöhnliches waren, wurden die Gefangenen gezwungen, einen knapp 100 km langen und 6 Tage dauernden Marsch nach Norden zur Eisenbahn Verladestation San Fernando anzutreten.
Von dort aus ging es weiter nach Norden in die Provinz Tarlac zum Ge- fangenenlager Camp O'Donnell. Was während des Marsches vor sich ging, wurde später als eines der größten Kriegsverbrechen der Japaner im Zwei- ten Weltkrieg bezeichnet. Da Japan die zweite Genfer Konvention von 1929 nicht unterzeichnet hatte, fühlte man sich auch nicht daran gebun-
den. Entsprechend behandelten die Japaner ihre Gefangenen. Wer auf dem Marsch vor Erschöpfung stehen blieb oder sogar umfiel, wurde mit dem Tod durch Erschießen, Köpfen oder Erstechen mit dem Bajonett bestraft.
Wahllos wurden Männer oder ganze Truppenteile ausgewählt, die der Orientalischen Sonnenbehandlung ausgesetzt wurden. Sie mussten sich ohne Kopfbedeckung auf den Boden setzen und dort mehrere Stunden in der prallen Sonne still sitzen bleiben.
Wer umfiel, wurde umgebracht. Marschiert werden musste den ganzen Tag über. Wer das vorgegebene Tempo nicht hielt, wurde von den Bewachern drangsaliert, schneller zu gehen. Nachts konnten sich die Gefangenen auf freiem Feld hinlegen. Am frühen Morgen erfolgte ein Weckruf und der Treck zog weiter.
Auf dem ganzen Marsch gab es kaum Verpflegung und Wasser vonseiten der Japaner. Einheimische, die versuchten, den Gefangenen Nahrungsmittel zuzustecken, wurden erschossen. Als der Zug an einem Fluss vorbeizog, rannten viele Soldaten zu dem frischen Wasser. Sie wurden ausnahmslos erschossen. Erst an den letzten beiden Tagen verteilten die Aufseher kleine Reisbälle, jeweils einen pro Mann und Tag.

Unterstützten sich die Gefangenen zu Beginn noch gegenseitig, indem beispielsweise Kranke und Verletzte in Decken gelegt und von Kamer- aden weiter getragen wurden, ging es gegen Ende für jeden Einzelnen nur noch um das nackte Überleben.
Es kam dazu, dass die letzte amerikanische Bastion auf Corregidor be- gann, mit Granaten auf Bataan zu feuern. Etliche der Marschierer fielen so dem eigenen Beschuss zum Opfer.
Unter den Gefangenen begannen sich Krankheiten wie Malaria und Ruhr auszubreiten. Viele fielen der Dehydration und dem Hunger zum Opfer. Von den ursprünglich 70.000 erreichten nur knapp 54.000 das Ziel.
Bataan - Nachspiel
Am 6. Juni 1942 sprach die japanische Besatzungsmacht eine Amnestie gegenüber den philippinischen Gefangenen aus und man ließ sie frei. Die amerikanischen Soldaten wurden in ein anderes Gefangenen- lager mit Namen Cabanatúan in der Provinz Nueva Écija überführt.
Nach einiger Zeit in diesem Lager wurden die gefangenen Soldaten auf elf Schiffe verladen, die unter dem Namen Höllenschiffe eine traurige Berühmtheit erlangten. Sie sollten die Gefangenen nach Busan in Korea bringen. Eingepfercht wie Sardinen in einer Dose mussten die Soldaten 33 Tage an Bord während der Überfahrt verbringen. Niederländische U-Boote, die nichts von den Kriegsgefangenen an Bord wussten, attackierten die Schiffe und versenkten sechs von ihnen.
Nach Kriegsende verurteilte ein amerikanisches Kriegsgericht den japanischen Kommandanten Homma Masaharu wegen schwerer Kriegsverbrechen zum Tod. Ob er direkte Befehle zu Misshandlungen gab, konnte schlussendlich nicht geklärt werden. Zumindest tolerierte er die unmenschlichen Handlungen seiner Untergebenen und unterband sie nicht. Homma wurde am 3. April 1946 außerhalb von Manila hingerichtet. @ Wikipedia
Bataan - Zum geschichtlichen Hintergrund
Nachdem die kaiserlich japanische Flotte am 7. Dezember 1941 den Angriff auf Pearl Harbor ausgeführt hatte, starteten die japanischen Streitkräfte in der Folge zeitgleiche Invasionen in einigen Ländern des südostasiatischen Raums, darunter auch auf den Philippinen.
Am 9. April 1942 musste sich Generalmajor Edward P. King, der das Kommando über die kombinierten philippinisch-amerikanischen Streitkräfte in Südostasien führte, mit rund 70.000 Mann den japanischen Eroberern unter Masaharu Homma ergeben, da kaum noch Trinkwasser und Nahrung zur Verfügung stand.
Da nur wenige Fahrzeuge vorhanden waren, wurden die Gefangenen gezwungen, einen knapp 100 km langen und 6 Tage dauernden Marsch nach Norden zu einer Eisenbahn-Verladestation durch Bataan anzutreten.
Bataan ist eine philippinische Provinz. Sie liegt im Norden der Bucht von Manila auf einer Halbinsel. Der Halbinsel vorgelagert liegt die kleine Insel Corregidor. Von dort aus ging es weiter nach Norden zum Gefangenenlager Camp O'Donnell.
Bataan - Wer das vorgegebene Tempo nicht hielt wurde bestraft
Wer auf dem Marsch vor Erschöpfung stehen blieb oder gar umfiel, wurde mit dem Tod durch Erschießen, Enthaupten oder Erstechen mit dem Bajonett bestraft. Marschiert werden musste den ganzen Tag über. Wer das vorgegebene Tempo nicht hielt, wurde von den Bewachern drangsaliert, schneller zu gehen. Nachts konnten sich die Gefangenen auf freiem Feld hinlegen. Am frühen Morgen erfolgte ein Weckruf und der Treck zog weiter.
Auf dem ganzen Marsch gab es kaum Verpflegung und Wasser durch die Japaner. Einheimische, die versuchten den Gefangenen Nahrungsmittel zuzustecken, wurden erschossen. Als der Zug an einem Fluss vorbeizog, rannten viele Soldaten zu dem frischen Wasser. Sie wurden ausnahmslos erschossen. Erst an den letzten beiden Tagen verteilten die Aufseher kleine Reisbälle; jeweils einen pro Mann und Tag.
Unterstützten sich die Gefangenen zu Beginn noch gegenseitig, indem beispielsweise Kranke und Verletzte in Decken gelegt und von Kameraden weiter getragen wurden, ging es gegen Ende für jeden Einzelnen nur noch um das nackte Überleben.
Es kam dazu, dass die letzte amerikanische Bastion auf Corregidor begann, mit Granaten auf Bataan zu feuern. Etliche der Marschierer fielen so dem eigenen Beschuss zum Opfer.
Unter den Gefangenen begannen sich Krankheiten wie Malaria und Ruhr auszubreiten. Viele fielen der Dehydration und dem Hunger zum Opfer. Von den ursprünglich 70.000 erreichten nur knapp 54.000 das Ziel.
Bataan - Seit 1992 wird der Bataan Memorial Death March ausgetragen
Unter den Gefangenen waren auch Soldaten der 200th Coast Artillery, New Mexico National Guard. Um an die barbarischen Ereignisse im Frühjahr 1942 und an die Soldaten der New Mexico National Guard zu erinnern, hat die New Mexico State University 1989 einen Gedenkmarsch ins Leben gerufen.
Seit 1992 wird der Bataan Memorial Death March auf dem Gebiet der White Sands Missile Ranch, einem Truppenübungsgelände der <acronym>US</acronym> Armee in New Mexico, ausgetragen. Die Teilnehmerzahlen sind von ehemals 100 Startern auf bis über 4.000 Teilnehmer gestiegen. Der Rundkurs beläuft sich auf knapp 42 Kilometer und führt unter anderem über Sandflächen, Geröll- und Teerweg.
Der Bataan Memorial Death March 2006
Wie in jedem Jahr nahmen auch wieder Soldaten des Taktischen Aus- und Weiterbildungszentrums Flugabwehrraketen Luftwaffe USA(United States of Amerika) (TaktAusbWbZFlaRakLw USA) und des Deutschen Luftwaffenkommandos USA/Canada (DtLwKdo US/CA) aus Fort Bliss, Texas am Marsch teil. Ebenfalls in der ersten Startreihe: ihre deutschen Kameraden des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (FlgAusbZLw), Holloman Air Force Base, New Mexico.
Die Vorbereitungen am Standort Fort Bliss fingen bereits im Januar an. Stiefel mussten eingelaufen, der Körper an die unterschiedlichen Marschuntergründe vorbereitet werden. Aufgrund der zahlreichen dienstlichen Verpflichtungen wurde ein Großteil der Vorbereitung auf die Wochenenden verlegt. Doch dies tat der Begeisterung für diesen Event keinen Abbruch.
Es gab Starter in den unterschiedlichen Klassen: "Military Light" (Feldanzug und leichtem Gepäck plus Hydration Pack, Wassertankrucksack), "Military Heavy"(Feldanzug mit etwa 16 kg Gepäck plus Hydration Pack) sowie "Civilian Light" (Sportanzug plus Hydration Pack).
Dank der sehr guten Vorbereitung der deutschen Teilnehmer gab es fast keine Ausfälle zu beklagen. Unabhängig von der Platzierung und der erreichten Zeit können sich alle als Gewinner bezeichnen, welche die Strecke erfolgreich bewältigt haben. Einige Resultate seien aber an dieser Stelle besonders erwähnt.
