Ilagan
Ilagan ist sowohl der Sitz der Provinzverwaltung als auch die Bevölker- ungsreichste Verwaltungsgemeinde der Provinim Bezirk Cagayan Valley auf den Philippinen.
In Ilagan fließen die beiden Flüsse Cagayan und Abuluan zusammen. Die Stadt ist auch kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Region. Im Jahre 2000 hatte sie 119.990 Einwohner und 24.085 Haushalte. Ilagan ist aufgeteilt in 91 Baranggays.
Die Stadt trägt den Beinamen City of Majestic Waterfalls (Stadt der ma- jestätischen Wasserfälle), da man in und um Iligan mehr als 20 Wasser- fälle zu finden sind.
Die beeindruckendsten sind die Maria Cristina Falls, an deren Fuß das größte Wasserkraftwerk von Min- danao stationiert ist, was die Stadt zum industriellen Zentrum des Südens macht. Des Weiteren sind die Limunsudan Falls zu nennen, die zu den höchsten Wasserfällen in ganz Asien gezählt werden.
Ilagan - Namensherkunft
Der Name Iligan stammt von dem Wort "iligan" oder "ilijan" aus dem Dialekt Higaunon ab und bedeutet "Verteidigungsfestung". Seit frühester Zeit stand in der heutigen Stadt ein Fort, erbaut gegen die stän- digen Angriffe von Piraten und anderen feindlich gesinnten Volksgruppen Mindanaos.
Ilagan - Geographie
Iligan City ist im Norden begrenzt von der Verwaltungsgemeinde Lugait aus der Provinz Misamis Oriental, im Süden durch die Gemeinden Baloi und Linamon, im Osten vom Territorium der Provinzen Lanao del Sur und Bukidnon.
Im Westen liegt die Küstenregion an der Bucht von Iligan, einem Teil der Min- danao See. Die Stadt hat eine Fläche von 775,76 km². Sie verfügt über ausge- dehnte Hafenanlagen mit Fährverbindungen und einem Containerhafen.
Im Osten liegt die flache Küstenlinie, hinter der sich vulkanische Hügel und Berge emporheben, die die Wasserfälle und kalten Quellen beherbergen, für die Iligan weithin bekannt ist.
Ilagan - Demographie und Sprache
Die Einwohner von Iligan City sind hauptsächlich Christen (93.61%). Sie sind eine Mischung aus Einwanderern muslimischer Herkunft und Nachkömmlingen der Volksgruppe der Cebuano. Die Minderheit bilden die Tagalog und weitere Emigranten aus verschiedenen Teilen des Landes.
Der Hauptdialekt in der Stadt ist Cebuano (etwa 93%). Der Rest spricht Tagalog, Maranao, Hiligaynon, Ilocano, Chavacano oder Waray-Waray Die Mehrheit der Bevölkerung beherrscht zudem die englische Sprache fließend.
Ilagan - Geschichte

Iligan begann als ein Dorf mit dem Namen Bayug, das etwa 2,5 km nördlich des heutigen Stadtgebiets lag. Es war die früheste bekannte Siedlung vor Ankunft der spanischen Besatzer in Mindanao, erbaut von einheimischen Seebewohnern, bekannt als die Maragats.
In der späten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden diese von Einwander- ern des Inselkönigreic unterworfen, das auf der Insel Bohol lag.
Laut dem jesuitischen Historiker Fr. Francisco Combes drang der Moluk- kenkönig von Ternate seinerseits in Panglao ein, weshalb deren Ein-
wohner in großer Zahl nach Dapitan flohen. Hier empfing der überle- bende Prinz von Panglao, Pagbuaya, 1565 die Expedition des Spaniers Legazpi. Sein Sohn, Pedro Manuel Manook, konvertierte zum Christen- tum und machte das Dorf Bayug zur frühesten christlichen Siedlung des Landes.
Die Ortschaft überlebte in der Folgezeit zahllose Übergriffe der verschiedensten feindlichen Gruppier- ungen, dank, so behauptet man, des Glauben an Gott und dem Vertrauen in ihren Patron, dem Erzengel Michael. Später verlagerte sich die Siedlung von Bayug zum heuten Iligan.
Hier wurde 1642 eine Steinfestung mit dem Namen Fort St. Francis Xavier zum Schutz des Ortes vor räuberischen Banditen erbaut. Das Fort hielt jedoch den immer wiederkehrenden Überflutungen nicht stand.
Aus diesem Grund wurde um 1850 eine neue Festung an anderer Stelle errichtet, diesmal an der Münd- ung des Tubod Rivers. Danach erbaute man ein weiteres Fort mit dem Namen Fort Victoria oder Cota de Iligan.
1899 gaben die spanischen Besatzer von Mindanao den Ort Iligan auf und machten den Weg frei für die Landung amerikanischer Truppen im Jahre 1900. Nach dem Ende der Moro Provinzschaft um 1914 wurde Iligan eine Verwaltungsgemeinde mit 8 Barrios Seite an Seite zur Gemeinde Mandulog.
Nach einer friedlichen Periode von 40 Jahren ohne Kampfhandlungen, wurde Iligan 1942 von japanischen Truppen eingenommen. Die Japaner hielten die Stadt bis 1944 und verließen sie dann fluchtartig. Am 15. November 1944 wurde mit einer großen Commonwealth Day Parade das Ende der japanischen Gräuel- taten gefeiert.
Am 16. Juni 1950 wurde aus dem Gebiet der Gemeinde Iligan eine beurkundete Stadt von Lanao del Norte. Zu einer Stadt der ersten Kategorie wurde sie 1969 ernannt und am 1. Juli 1977 mit dem Presi- dential Decree Nr. 465 sogar zu einer Stadt 1. Klasse "A".
Als man am 4. Juli 1959 mit dem Republic Act Nr. 2228 die ehemalige Provinz Lanao in die Provinzen Lanao del Norte und Lanao del Sur teilte, wurde Iligan City zur Hauptstadt von Lanao del Norte ernannt.
Am 24. Juni 1982 wurde der Sitz der Provinzverwaltung dann in die Verwaltungsgemeinde Tubod verlegt, die bis heute den Regierungssitz der Provinz innehat.
Ilagan - Klima
Da sich die Stadt außerhalb des Taifungürtels befindet, ist das Klima das gesamte Jahr über konstant warm, teils regnerisch, bei Temperaturen von 22° bis 33°C und einer durchschnittlichen monatlichen Regenmenge von 109 mm. @ Wikipedia
Ilagan - Sehenswürdigkeiten
Wasserfälle
Abaga Falls
Bridal Veil Falls (Iligan City)
Dalipuga Falls
Dodiongan Falls
Gata Falls
Guimbalolan Falls
Hindang Falls
Kalisaon Falls
Kamadahan Falls
Kibalaug Falls
Languyon Falls
Langilanon Falls
Limunsudan Falls
Linanot Falls
Malaigang Falls
Malapacan Falls
Malinao Falls
Maria Cristina Falls
Mimbalut Falls
Pindarangonan Falls
Rogongon Falls
Tinago Falls
Quellen
Abaga Spring
Anahaw Spring
Bagong Silang Spring
Ditucalan Springs I & II
Jardin Spring
Matu-ug Spring
Panaghoyan Spring
Quarry Spring
Timoga Spring
Timoga Cold Spring Swimming Pools
Berge
Mt. Agad-Agad
Mt. Gabunan
Mt. Amulungan
Sagada Peak
Höhlen
Bulalang Cave
Buruun Caves
Hindang Caves
Matoog Cave
Sagyaan Cave
Ilagan - Berühmte Einwohner
- Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo - Präsidentin der Philippinen (2001-heute); Senatorin 1995-1998, Vizepräsidentin 1998-2001, Wirtschaftswissenschaftlerin (Tochter des Expräsidenten Diosdado Macapagal)
- Dra. Evangeline Macaraeg - ehemalige "First Lady" 1961-1965 (Ehefrau des ehemaligen Präsidenten Diosdado Macapagal)
- Monique "Nikki" Bacolod - Zweitplazierte der 1 Staffel der ABS-CBN Show "Search for a Star in a Million", Vertragssängerin bei Viva Records.
- Helario Honoredez - Mitglied der ersten philippinischen Mount Everest-Expedtionsgruppe von 2006
- Gene Orejana - Moderator und Produzent der Sendung Online auf ABS-CBN
- Tomas Cabili - Assemblyman 1930s-40s, ehemaliger Guerillakämpfer im zweiten Weltkrieg, Sekretär der nationalen Verteidigung 1945, Senator 1946-1957 (starb zusammen mit Präsident Ramon Magsaysay bei einem Flugzeugabsturz im März 1957)
- Quintin Badelles Cueto III - Commissioner der Organisation für Menschenrechte auf den Philippinen
- Noela Mae Evangelista - gekrönt als Queen of the Tourism International 2003 in Cancun, Mexico
- Michael Anthony Garcia - Finalist der philippinische Pop Superstar Staffel 1, Vertragssänger bei GMA Records
- Julie Lluch Dalena - Künstler
- Felindo Obach - Film, TV und Theaterschauspieler "A Dangerous Life(1988)", "Fatal Mission(1990)"


