Squatter & Slums

Manila - Squatter & Slums. Selbst in den riesigen Slums ist eine Art Dorf Atmosphäre

Selbst in den riesigen Slums ist eine Art Dorf Atmos- phäre

Es macht einem sehr traurig das man solche Bilder sehen muss, wie die kleinen schon Arbeiten müssen um zum überleben, BauernFischer, Saisonarbeiter und ihre Familien, die auf dem Land ihre Lebensgrundlage verloren

haben, leben in den Grossstädten unter katastrophalen Bedingungen: entlang der Landstrassen, an den Uferböschungen, unter Brücken, auf Müllberge und Friedhöfen. 60.000 Menschen leben und arbeiten auf und um den Müllberg in Payatas.

Dreißig Lastwagen mit je sieben Tonnen Müll kommen dort jede Stunde an. Nach tai- funartigen Regenfällen am 10. Juli 2000 stürzte einer der Müllberge zusammen und begrub Hütten und etwa 300 Menschen unter sich.

Es gibt ca. 600 Slums und Squatter Areas in Metro Manila, in denen 1/3 der Bevölker- ung lebt. In diesen Teilen der Stadt sterben 210 von 1000 Kindern,in anderen Gebiet- en sind es nur 76. An Tuberkolose sterben dort neun Mal, an Typhus vier Mal so viele Menschen wie in den anderen Teilen der Stadt.

Squatter - Die Armenviertel in Manila City

Manila - Squatter & Slums. Armenviertel in Manila

Ein Squatter ist ein Armenviertel. Oft wird über Nacht be- gonnen, auf Brachland einfachste Hütten aufzubauen.

Wie hier im Beispiel auf dem Foto aus Manila, ist der schmale Streifen direkt am Bahngleis besiedelt.

Das Gleis selbst wird als Lebensraum mit einbezogen. Fährt ein Zug, räumt man die Schienen kurzer Hand. Es

gab schon Versuche der Regierung, die Menschen umzusiedeln. Diese scheitern jedoch regelmässig. Denn obwohl es ein Armenviertel ist, sind es gewachsene Strukturen mit sozialem Geflecht.

Die Menschen wünschen sich zwar eine bessere Behausung, wollen aber aber auch nicht aus ihrem Umfeld heraus gerissen werden, um in einer künstlich aufbebauten Siedlung am Stadtrand der Metro Manila zu wohnen. Denn dort haben sie nicht die Möglichkeit ein paar Peso zu verdienen.

Einfach abreißen geht letztendlich auch nicht, denn nachdem die Hütten illegal auf- gebaut wurden, bedarf es trotzdem eines ordentlichen Beschlusses eines Gerichts, diese wieder zu räumen. Aber dann steht Manila vor dem Problem, wohin mit vielen Tausend Menschen.

Die Gesundheit ist gefährdet

Manila - Squatter & Slums

Ein Drittel der Bevölkerung der Hauptstadt Manila lebt in Slums.

Nur jeder dritte Slum ist an die kommunale Müllabfuhr angeschlossen. Und gerade mal jede fünfte Behausung

hat eine Trinkwasserleitung. Die hygienischen Verhältnisse sind miserabel. Die Kind- ersterblichkeit ist in den Elendsvierteln dreimal höher, Durchfall doppelt so häufig und Tuberkulose Fälle treten neunmal häufiger auf als im übrigen Manila.

Menschen als Verschiebemasse der zweiten Klasse

Selbst wenn die Menschen vom Staat hierher umgesiedelt wurden, weil ihre frühere Behausung beispielsweise einer Strassenerweiterung Platz machen musste, können sie nie sicher sein, dass sie nicht eines Tages wieder „geräumt" werden. Und dann wird ihnen oft ein Platz weit ausserhalb der Stadt zugewiesen.

Manila - Squatter & Slums. Menschen als Verschiebemasse