Pandan Island

Pandan Island ist eine 20 ha große Insel in den Philippinen. Sie ist seit 1994 als geschütztes Gebiet ausgewiesen, 2 km vor der Küste der Frachthafenstadt Sablayan. Die etwa tropfenförmige Insel wurde nach der hier häufig vorkommenden Pandan Palme benannt.
Von ihr gibt es etliche Unterarten, wobei die Früchte der Pandan amaryllifolius u.a. in Getränke und Parfümindustrie verwendet werden und auch Gefallen bei den Flugfüchsen finden. Daher stammt auch der malaiische Name: Pandan ~ Duft, Geruch.
Bekannt ist die Insel (mit Unterkünften in Bambusbungalows) für ihren schönen Sandstrand und einem umlaufenden nahen Riff, das bei Schnorchlern und Tauchern beliebt ist. Sie können von hier aus auch das weltbekannte Apo Riff anfahren. Begrenzte Unterkünfte in der mittleren Kategorie sind vorhanden. @ Wikipedia
Um nach Pandan Island überzusetzen begibt man sich in Sablayan am besten am Markt vorbei entlang des Ufers, orientiert sich dort flussabwärts und fragt im "Information Pandan Island Resort" nach. Die Fahrt kostet 150 P pro Nase, 100 ab 2 Personen.
Auf das Touristoffice an der Durchgangsstraße in der Nähe des Busterminals sollte man sich nicht verlassen. Dort wird doch tatsächlich von einem Besuch der Insel abgeraten: "Es ist viel zu teuer und auch gar nicht so schön, wie überall beschrieben wird !"
Stattdessen bietet man einen Transfer mit Übernachtung auf der Insel beim Apo-Riff (eigentlich, wie in jedem anderen Naturschutzgebiet, verboten!), zudem ein paar Flaschen Druckluft für horrende 13.000 P pro Person an! Nach Zertifikationen wurde gar nicht erst gefragt, ein Tauchguide auch nicht gestellt. Da soll man also alleine in unbekanntem Gebiet tauchen gehen, ggf. sogar alleine. Eine Dreistigkeit, die vermutlich einen - allerdings nicht direkt nachweisbaren - Hintergrund hat !

Auf Pandan Island findet man all das, was sich jeder wünscht und ich für unmöglich hielt: Palmen + Sandstrand + Korallen + gefällige, wenn auch kleine Infrastruktur + moderate Preise. Wenn es über- haupt etwas zu meckern gäbe, dann dass seit 2003 außer Reparatur- en nichts modernisiert wurde (2008). Doch: Die Kerosinlampen für die Wegbeleuchtung wurden gegen Solarlampen ausgetauscht, das war's aber schon. Das kann man einerseits begrüßen und ein Robin- sonleben in vollen Zügen genießen, andererseits fluchen, wenn man den Ventilator in den Bambusbungalows, die nur ein wenig versetzt,
aber oft abgeschnitten vom kühlenden Wind am Strand vermisst. Und wenn doch eins vorhanden ist, verhindert das Moskitonetz in der Nacht einen Großteil schwacher Luftbewegungen. Aber zu 80%, vor allem in der heißen Mittagszeit, geht immer an angenehm kühlendes Lüftchen - zumindest am Strand. Was andere für Trauminseln halten, kann ich nicht sagen bzw. nachvollziehen, denn in meiner Vorstellung ist es nicht nur eine mit blütenweißem sterilen Sandstrand, von Kokosnusspalmen durchtränkten und kunstvoll mit exotischen Gewächsen bepflanzten Raseninsel.
Eine idiotische Werbung, denn die ursprüngliche tropische Insel enthält höchstens einige am Küstenrand, ist aber weder davon vollständig bedeckt, noch ein arrangierter botanischer Garten.
Aber - dem Himmel sei Dank - hier stimmt noch alles: Ein feinkörniger cremefarbenen Sandstrand, an dem es auch mal Strandgut gibt, einige Reihen Kokosnusspalmen, dann folgt ein nicht weiter "gesäuber- tes" Inselinnere mit einem wilden Durcheinander von Gestrüpp und kleinen Bäumen, ein echter, semi- arider Dschungel.
Das Hauptgut aber ist das noch praktisch unberührte Korallensaumriff. Es ist vor allem ruhig, eigentlich gibt es nur tagsüber das laute Tuckern der entfernt vorbei ziehenden kleinen Fischerboote, die daran er- innern, dass es auch noch eine "Welt da draußen gibt".
Pandan Island - Flora und Fauna

1996 wurde die keil- / tropfenförmige, ca. 800 x 300 m, 20 ha große Insel als geschützter Pandan Island Marine Park ausgewiesen. 300 m um die Küstenlinie herum ist jegliches Fischen untersagt. Teddy, der ansonsten sanftmütige Parkwächter, versteht dabei kein Spaß, hat zwei guten Augen darauf und fährt mehrmals täglich, schön unregelmäßig Patrouille. Diesen Job erledigt er so gut, dass ihn die zuständige städtische Behörde nach Protesten der Fischer schon austauschen wollte. Benannt wurde die Insel nach der hier häufig vorkommenden Pandan Palme. Von ihr gibt es etliche Unter-
arten, wobei die orangegelben Früchte der Pandan amaryllifolius u.a. in Getränke- und Parfümindustrie verwendet werden und auch Gefallen bei den Flugfüchsen finden. Daher stammt auch der malayische Name: Pandan ~ Duft, Geruch. Nicht umsonst wird sie auch die "Vanille des Ostens" genannt. Hier kommt die Pandanus tectorius oder litoralis (Schraubenpalme, Screwpine, Tagalog pandan) vor.
Die Blätter werden zur Herstellung von Hüten, Körben, Matten und Dachabdeckungen geflochten. Da- neben gibt es u.a. noch den allgegenwärtigen Strandpionier, der Indische Mandelbaum (Terminalia ca- tappa, Beach Almond), mit seinen fleischigen Blättern, die ähnlich wie bei den Mangobäumen angeordnet sind.
Im Westteil befindet sich mit ca. 40 m die höchste Erhebung und ein nicht bewirtschafteter, fast unbe- rührter wechselfeuchter Tropenbusch mit einer allerdings artenarmen Flora und Kleintierfauna. Es gibt nur vereinzelte Baumriesen (wie z.B. einige Brettwurzelbäume, Tagalog kaluto), dafür ist die Insel zu klein und das Grundwasservorkommen zu gering.
Mit viel Glück sieht man vielleicht mal am Strand eine Landschlange im Schatten dösen. Morgens hört man das glucksende, metallische Flöten des Schwarznackenpirol, das mich stark an den Montezuma Stirnvogel Mittelamerikas erinnert.
Dieser etwa 30 cm große, auf dem Rücken goldgelb und schwarz gefärbte Vogel mit orangem Schnabel fliegt in einer typischen undulatorischen Weise, kommt häufig in Südostasien vor und ist oft am Rande Kokosnuss- und Bananenplantagen anzutreffen.

Ornithologen werden auch mit anderen Flugobjekten auf ihre Kosten kommen, wie z.B. den Philippinischen Eisvogel Halcyon chloris qullaris und Brahminen Milan. Zudem gibt es noch einen nicht identifizierten: vermutlich ein Fall für den Internationalen Haager Gerichtshof.
Aufgrund seines mitleiderregenden, leidenden Geschreis aus dem tiefen Busch schließen wir, dass er offensichtlich entgegen der Genfer Kon- vention gefoltert wird. Einige sind anderer Auffassung und nennen ihn Orgasmus Vogel. Ab der späten Dämmerung kann man auch einen
Bodenbrüter bewundern. Vermutlich handelt es sich um die dämmerungsaktive Philippinen Nachtschwalbe (Caprimulgus manillensis, Philippines Nightjar, bis 24 cm) aus der Gattung der Ziegenmelker. Dieser von der Silhouette her falkenähnliche, aber näher mit den Eulen verwandte, hat sich auf die Jagd von Insek- ten spezialisiert.
Da er vorwiegend in niedriger Bodenhöhe jagt, dieser aber oberhalb der Baumwipfel, könnte es sich - falls es keine inselspezifische Anpassung ist - auch um den sehr ähnlich aussehenden Savanna Nightjar (Ca- primulgus affinis, bis 22 cm) handeln.
Die schlechten Lichtverhältnisse ließen keine bessere Identifizierung zu. Auch ein paar Fledermäuse schwirren herum. Auch die hier mit relativ geringer Fluchtdistanz ausgestatteten, ansonst so scheuen Smaragdtauben (Chalcophaps indica, Common Emerald-Dove) sind häufig, eine wenig nervend ist das monotone, einsilbige Ru-Luftholen-Ru-Luftholen ... der Wachteln.
Dagegen hält gleich eine ganze Armee von Zikaden. Gegen Abend fallen einige Fledermäuse ein, in der Dunkelheit vermeint man viele Bewegungen von Flugzeugen zu sehen - ein Trugschluss, es handelt sich um Glühwürmchen. Etwas unverständlich ist die Haltung einer Python in einem Käfig !
Die einsame und romantische Bucht "Wild Lagune" und die Felsformation "Spanish Nose", bei der an einer kleinsten Sand-Kies-Bucht der Sonnenuntergang im Meer beobachtet werden kann, ist über einen zwan- zigminütigen Weg mitten durch die Insel zu erreichen.
(Zur Zeit versucht ein Verwandter des Bürgermeisters diesen Teil der Insel mit einem Zaun abzusperren und betreibt erstes logging. Einfach über den Zaun klettern, das kann einem niemand bei der ungeklärten juristischen Lage verwehren !). Da es besonders im Busch recht schnell duster wird, ist für einen Gang am späten Nachmittag unbedingt eine Taschenlampe mitzunehmen. Alternativ kann man über das alte Klippenriff und den Strand zurückkehren.
Hierzu sind allerdings feste Schuhe dringend erforderlich, da die Brandung extrem (!) scharfe Kanten und Spitzen im Riffdach ausgewaschen hat. Ein Sturz darf hier nicht stattfinden, selbst Hinsetzen ist nur be- dingt möglich, es sei denn, man ist Fakir. @ nikswieweg
