Sagada

Video Sagada



Fast jeder Philippinenurlaub beginnt in Manila. In der 15-Millionenstadt mit ihrem Luxus und mit riesigen Einkaufsmalls, aber auch mit dem größten Slum Asiens, mit Lärm und Smog, mit drückender Hitze und Kriminalität.

Wer von all dem genug hat und die Stille der Natur liebt, sollte nach Sagada fahren, in den hohen Norden Luzons: 275 Kilometer nördlich von Manila und eine Tagestour mit dem Bus.

Dorthin, wo die Nachttemperaturen im Winter bis hart an den Gefrierpunkt gehen, wo in den Bergen noch urtümliche Volksstämme leben und wo es atemberaubende Ausblicke auf jahrhundertealte Reisterrassen gibt.

Sagada - Highlight für Ökotouristen

Sagada Willkommen

10.000 Familien leben in Sagada. Trotz dieser ansehnlichen Größe hat sich der Ort seine ursprüngliche Beschaulichkeit bewahrt. Sagada ist ein idealer Platz für Ökotouristen:

Der Fahrpreis Baguio - Sagada betrug 189 PHP ( ca. 4.1 Eur) für 7 Std Fahrt. Leider hat sich in den letzten 15 Jahren am schlechten Zustand der Straße nichts geändert, was die lange Fahrzeit erklärt. Für Mietwagen ist die Strecke Baguio-Sagada aufgrund des schlechten Strassenzustandes ungeeignet.

Wer Discos und Videokebars mag, sucht vergeblich. In Sagada wird gewandert: zum Beispiel durch das heilige Echotal (Zugang hinter der Kirche, am Friedhof bei der St. Marys Church), zum Bokong-Wasserfall mit seinem natürlichen Swimmingpool (zehn Minuten vom Ortskern, Richtung Bontoc) oder hinauf auf den 1890 Meter hohen Mount Ampacao mit seiner überwältigenden Aussicht auf Stadt und Tal.

Sagada - Verzweigtes Höhlensystem

Das Gebiet um Sagada ist durchzogen von über 60 teils ausgedehnten Höhlen. Nicht alle sind erschloss- en. Einige andere wie die Crystal Cave wurden wieder geschlossen, weil einige Besucher Mineralien ab- gebrochen und die empfindlichen Stalagtiten und Stalagmiten beschädigt haben.

Sagada - Sumaging Cave

Eine der bekanntesten Höhlen ist die Sumaging Cave, wegen ihrer beeindruckenden Größe auch "Big Cave" genannt.

Der Besucher bewegt sich durch unterirdische Gänge mit farbig schim- mernden Felsen und kommt zu einem großen Teich, der so tief ist, dass man darin schwimmen kann.

Die einzelnen Höhlenkammern weisen mit ihren Namen wie "Königsvor- hang", "Tanzhalle" und "Reiskammer" auf die Vielfalt der bizarren For- mationen hin.

Sagada - Ein sagenhafter Goldschatz

Die Höhlen von Sagada gehören zu den Orten, an denen Glücksritter nach einem sagenhaften Goldschatz suchen. Während ihrer Besatzung der Philippinen sollen die Japaner überall im Land geplündert und einen großen Schatz angehäuft haben. Als die Amerikaner den Filipinos zu Hilfe kamen und die Überfahrt nach Japan gefährlich wurde, sollen die Japaner einen Teil ihres Schatzes versteckt haben. Die Suche nach dem Gold erreichte ihren Höhepunkt 2002,als in philippinischen Kinos der Film "Yamashita: The Tigers Treasure" lief.

Sagada - Igorots und hängende Särge

Höhlen Ein- und Ausgang von Sagada

Manche Höhlen von Sagada waren früher Begräbnisorte.

Für die Igorots waren die Höhlen das Reich der Geister und Dämonen.

Wer einen Sarg passiert, lässt ein kleines Geschenk da, um die Geister zu besänftigen.

Aber auf keinen Fall mit den Fingern auf einen Sarg zeigen:

Denn das bringt nach dem Glauben der Einheimischen auch heute noch großes Unglück. Weitaus beeindruckender als die Särge in den Höhlen sind die hängen- den "Coffins". Sie sind aus massivem Pinienholz, in schwindelnder Höhe an die Kalksteinklippen gepresst, und einige von ihnen sind ein paar Tausend Jahre alt.

Die Igorots, die ihre Toten in den Höhlen und an den Felsen begruben, werden in den Philippinen "Negri- tos" genannt - weil sie von dunklerer Hautfarbe sind als der Rest der philippinischen Bevölkerung. Sie sind nicht nur dunkler, sondern sehen auch anders aus als der typische Filipino.

Dabei sind die Igorots ihrerseits keine homogene Volksgruppe, sondern nur eine Sammelbezeichnung für die verschiedenen Bergstämme im Norden Luzons. Einst kultivierten sie mit großer Kunst ihre Reisterras- sen und waren Kopfjäger. Heute hängt nur noch ein ausgehöhlter Schweineschädel vor so mancher Be- hausung. Mit 111 Ethnien und über 90 Sprachen gelten die Philippinen als das völkerreichste Land der Erde. @ G. Dürselen

Zu diesen Traditionen der Einwohner gehört auch die Erhaltung des Körpers nach dem Tod von Verwand- ten, Familienmitgliedern in ihren Häusern.

Eine andere Tradition ist den Sarg des Verstorbenen an die höchste Stelle des Landes zu hängen oder zu stellen beziehungsweise den Sarg in die Berge zubringen und ihn mit riesigen Felsen zu umgeben.

Einer ihrer Ziele war  es die Seele   am ruhigsten und feierlichsten Platz auf zu bewahren damit der Geist seinen Weg zu Gott „Kabunian“ findet.

Sagada - Grab Höhlen

Die Lumiang Grab Höhle ist ein Ort, wo man eine Anzahl der erhaltenen  Särgen in der Höhlen sehen kann. Das ist ein unvergessliches Erlebnis für jeden Touristen der in der modernen städtischen Zivilisation aufgewachsen ist.

Hängende Särge- Sagada

Eine andere Art der Bestattung kann man in Sugon  besichtigen. Sugong Hängende Särge ist ein faszi- nierender Ort in Sagada. Hier kann man  sich  die hängenden Särge ansehen, welche im höchsten Teil der Höhle aufgehängt wurden. 

Unter den Särgen kann man erkennen was für ein Geschlecht der Verstorbene hatte, ob es ein Kind oder Erwachsener war erkennt man an der Größe und Farbe des Sarges. Eine Frage die alle im Kopf herum schwirrt nachdem sie diesen Ort besucht haben.

Wie die Einwohner in der Lage gewesen sind den Sarg so hoch in eine Höhle zu hängen, da ihnen jegliche Infrastruktur, Wissen und Technik fehlt.

Sagada - Die Särge von Sagada

Sagada - Die hängenden Särge von Sagada

Sieben Stunden braucht der reguläre Linienbus von Baguio via Bonoc nach Sagada.

Die abenteuerliche Fahrt führt über den Mount Data Pass und später am felsigen Ufer des Chico Rivers entlang nach Bontoc.

Sagada - Grabstätten

Sagada - Die hängenden Särge von Sagada

Die Hauptattraktion von Sagada sind die hängenden Särge die mehr als 500 Jahre alten Grabstätten der Bergvölker, die auf Felsüberhängen angelegt sind.

Eine Besteigung der zahlreichen Höhlen in der Umgebung sollte nur mit einem Führer gewagt werden.

Nahe bei Sagada befindet sich der Bokong Wasserfall.

Lohnend ist auch der eineinhalbstündiger Aufstieg auf den Mount Ampacao von dem aus man einen faszinierenden Rundblick hat.

Sagada - Bergbewohner

Sagada - Bergbewohner

Doch manche dringen sogar bis zu den heiligen Stätten der Bergbewohner vor.

Dort sind sie allerdings längst nicht mehr gern gesehen.

Seit in einigen berühmten Gräberhöhlen Skelettknochen als Souvenirs mitgingen und uralte Holzsärge mit eingeschnitzten Namenszüge verunziert wurden.

Hier hat man einige “Tourist Spots” dicht gemacht und die Spuren verwischt.

Sagada - Anreise

Sagada liegt lediglich 18 km westlich von Bontoc. Direktbusse fahren ab Baguio. Andernfalls muss man in Bontoc auf einen der im Stundentakt pendelnden Jeepneys umsteigen. Aufgrund der Höhe ist es ange- nehm kühl. Die Fahrt von Baguio nach Sagada bietet atemberaubende Panoramaausblicke in die Bergwelt der Zentralkordillieren. Die Straßen nach Sagada sind sehr kurvenreich und verlaufen teilweise unten in Tälern und dann hoch in den Bergen, was tiefe Einblicke in die vielen Bergtäler ermöglicht. Es ist eine echte Panoramafahrt durch die Zentral-Korrdillieren der Philippinen. @ meistech.ch

Der Fahrpreis Baguio - Sagada betrug 189 PHP ( ca. 4.1 Eur) für 7 Std Fahrt. Leider hat sich in den letzten 15 Jahren am schlechten Zustand der Straße nichts geändert, was die lange Fahrzeit erklärt. Für Mietwagen ist die Strecke Baguio-Sagada aufgrund des schlechten Strassenzustandes ungeeignet.

Weiterreise: Jeepneys von Sagada nach Bontoc:

Erste Fahr ab ca. 6:00 Uhr dann alle 20 min, später alle 1-1,5 Std. Letzte Fahrt 12:00 Uhr. Fahrtdauer 1 Std.

Jeepneys von Bontoc nach Sagada:

Erste Fahrt ca. 8:30 Uhr, dann stündlich, letzte fahrt ca. 17:30 Uhr. Fahrt-dauer 1 Std. Preis 20 PHP (von Ausländern werden z.T. auch 25 PHP verlangt)

Busse von Sagada - nach Baguio:

Busse GL-Trans = Lizardo Trans Erste Fahrt ab ca. 5:00 Uhr stündlich, letzte fart 10:00 Uhr. Fahrtdau-er 7 Std. Der Nachteil des ersten Trips: Es ist noch dunkel. Schlecht für Photos.

Jeepneys von Bontoc nach Banaue:

Erste Fahrt 7:30 Uhr, letzte Fahrt 12 - 13:00 Uhr. Fahrtdauer ca. 2 Std.

Sehenswürdigkeiten in Sagada

Sagada - Wasserfall Bumodok

Der Name Sagada bedeutet Egge, bezogen auf die Tätigkeit auf den vielen Reister- rassen ringsum:

Bangaan, Kiltepan, Tanulong, Suyo, Bulangan. Die Terassen stellen auch das primär Sehenswert dar, der Ort selbst macht nicht viel her.

Ausser die Touristenattraktion die Hängenden Särge in Sagadas. Sagada ist ein kleiner Ort, der eine Viel- zahl von interessanten Ausflugsmöglichkeiten bietet.

Es gibt in der Municipal Hall (Ortsmitte) ein Tourist Office, das aber nur sporadisch besetzt ist. Am besten nachfragen, wer Auskunft geben kann. Dort können auch Guides für Bergtouren, Besuche der Bergstämme oder Führer für Höhenbesuche vermittelt werden ( täglich ab 7:30 - 8:00 Uhr.

Dies gibt auch den Bergstämmen der Ifugao eine Chance von Tourismus zu profitieren. Alle Sehens- würdigkeiten in und um Sagada sind auf einer Karte eingezeichnet, die es z.T. In Hotels oder im Tourist Office in der Municipal Hall gibt . @ meistech.ch

Ausflüge in Sagada

Die schöne Natur um Sagada lädt die Besucher zu ausgedehnten Wanderungen ein. Aber das kann man ja fast zu jedem Ort in den Philippinen sagen. Zum Echo Valley, mehreren Höhlenkomplexen, zu dem Bergen Mt. Ampacao und Polis mit Aussichtspunkt zum Wasserfall Bumodok, zum Danum- und Bodong See. Es lohnt sich die Bergterrassen mit Gemüsepflanzungen um Sagada herum zu besichtigen. Der Besuch in der Big Cave (Sumaging Cave), einem Highlight von Sagada ist schon fast ein muß, bei dem aber unbedingt ein Führer erforderlich ist. @ meistech.ch

Es ist ein kilometerlanger Höhenkomplex mit Wasserfällen, natürlichen Badebecken, mit Stalagniten und Stalagtiten. 1-2 starke Petroleumlampen sind erforderlich.

Wer mag, kann auf dem Weg zur Big Cave noch bei der Lumiang Cave vorbeigehen, einer Begräbnishöhle. Dort sind im rießigen Eingangsbereich der Höhle viele Särge gestapelt.

Gesperrt ist leider die Chrystal Cave, nachdem von Besuchern einige Stalagniten in der Höhle abgebrochen wurden.

Andere Ziele sind das Echo Valley, mit seinen hängenden Särgen oder der Underground River, der unten im Echo Valley zugänglich ist.

Sagada - Reisterrassen

Interessante Besuche der Bergstämme in der Umgegend von Sagada sind möglich. Bei Besuchen bei den Bergstämmen sollte man unbedingt einen einheimischen Führer nehmen (Hintergrund: Es gab Probleme mit einigen Bergstämmen die regelmäßig von Touristen besucht wur- den, aber davon nicht profitieren konnten. Seit die Dorfbewohner nun die Möglichkeit haben sich etwas als Touristenführer dazuzuverdienen,

sind Besuche der Bergdörfer wieder möglich). Es sind auch 2 oder 3 Tagestouren zu den Bergdörfern möglich. Kosten: ca. 700 PHP, also ca  15,5 Euro.

Höhlenbvesucher und auch Besucher der großen Wasserfälle werden ausdrücklich gebeten, sich im Tourist Office registrieren zu lassen.

Für Abenteuerlustige wurden mir die Tagpew-Wasserfälle empfohlen. Ausgangspunkt der Tour ist Bisao Village. Sinnvoll sind eine Übernachtung im Ort und 2 Übernachtungen im Wald. Evtl. kann man auch mit Jägern mitgehen, die sich natürlich besonders gut zu helfen wissen. Überlebenstraining in Wald braucht diesen Leuten keiner zu zeigen. @ tips4asia