Soboc

Soboc Bay

Der Ort Soboc liegt in einer Talmulde im Osten der Insel Catanduanes, an der Küste des Pacific, unmittelbar an der knapp 2 km langen Bay. Vor der Mündung in den Pacific liegt eine kleine unbewohnte Insel mit dem Namen Agutayan-Island. An der vom Meer abgewendeten Seite ist Soboc von einer Bergkette vukanischen Ursprungs umschlossen. Hier breitet sich ein fast undurchdringbarer Dschungel aus.

Zu erreichen ist Soboc auf dem Landweg über eine Staatsstraße, die sich unmittelbar entlang der Küste schlängelt. Daraus erklärt sich auch die recht lange Distanz vom Flugplatz in Virac von etwa 75 km, obwohl die Insel in ihrer Länge nur wenig mehr als 40 km mißt. Die Fahrt für diese Strecke dauert zwischen drei und vier Autostunden.

Soboc hat etwa 300 Einwohner, welche ausschließlich in kleinen familieneigenen Hütten leben, manchmal drei oder vier Generationen unter einem Dach. Diese Hütten liegen völlig verstreut, zum größten Teil un- mittelbar am Strand, einige am Rande der angrenzenden Wäder und manche an der Hauptstraße.

Die Bevölkerung lebt vom täglichen Fischfang und von Landwirtschaft wie der Anbau von Reis, Kokus- nüssen, Bananen und Abaca. Wasserbüffel ersetzen den Traktor bei der Feldarbeit, Schweine und Hühner gibt es wenige und diese werden nur zu besonderen Festtagen geschlachtet.

Wer einkaufen möchte, dem bleiben in der näheren Umgebung von 40 km Fußmarsch nur die 'Sari-Sari Stores', zu deutsch etwa 'Tante-Emma-Laden'. Hier gibt es grundlegende Lebensmittel für den täglichen Bedarf. Der mehrmalige tägliche Einkauf der Frauen ist beinahe schon Volkssport.

Zum einen trifft man sich und kann die neusten Nachrichten austauschen (Zeitung gibt es keine), zum anderen ist Geld recht knapp, so daß oft jeder Löffel Salz oder Zucker einzeln gekauft wird.

Wenn es doch nicht reicht, wird angeschrieben und zum Monatsende bezahlt. Durchaus üblich ist auch, seine Schuld mit mit Früchten aus eigener Ernte oder anderen Leistungen zu begleichen.

Ein Geheimnis für mich bleibt, wie Einheimische mit wenig oder gar keinem Geld dennoch ein bescheid- enes Leben führen und nicht an Hunger leiden. Eine Erklärung hierfür mag der urtümliche Zusammenhalt der Naturvölker sein.

Soboc Bay

Soboc zählt sicherlich zu den idyllischsten Plätzen unseres Planeten. Trotz Armut und Bescheidenheit ist die Welt hier noch in Ordnung. Als scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, gelebt und gearbeitet wird so wie vor hunderten von Jahren, nur an der Elektrizität (die es nicht immer gibt) ist der technische Fortschritt zu erkennen. Trotz ihrer täglich- en Mühe und Anstrengungen hinterlassen die Menschen einen glücklichen und zufriedenen Eindruck.

Die Urtümlichkeit der Menschen und ihre Mentalität, gepaart mit der Schönheit und Einzigartigkeit der Natur und der Landschaft, der bunten asiatischen Fauna, dem feuchttropischen Klima, die Nähe zum Pacific lassen Soboc als ein Paradies erscheinen. Hier läßt es sich ohne Uhr, ohne Hektik, ohne Verkehrs- lärm leben. Jahrhundertalte Sitten und Traditionen und Arbeitstechniken lassen sich hautnahe erleben und mitgestalten, es gibt echte asiatische Küche mit täglich frischem Fisch.

Deswegen entstehen in diesem Jahr direkt am Strand drei Holz-Bambushütten im Stile der Einheimischen, welche abenteuerhungrigen naturverbundenen Menschen als Unterkunft zur Verfügung stehen.

Diese können hier dann bis zu zwölf Personen einen ungewöhnlich interessanten Urlaub verbringen, und dies zu jeder (europäischen) Jahreszeit. Natürlich bleibt auch genug Gelegenheit zum Baden, Boot fahren und zum Sonnen (wer es denn da lange aushält). Es sind auch Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Insel Catanduanes und der Provinzhauptstadt Viga geplant und eine mehrtägige Rundreise um die Insel. Link: soboc

Noch etwas:

Soboc hat sogar ein eigenes Wahrzeichen, eine Kirche ohne Dach. Dafür hat das Geld nicht mehr gereicht ...

Soboc - Kirche ohne Dach