Vigan

Vigan Provinz von Ilocos Sur - Landkarte

Vigan ist die Hauptstadt der philippinischen Provinz Ilocos Sur.

Die Stadt liegt an der westlichen Küste der Hauptinsel Luzon am südchinesisch- en Meer, 400 km nördlich von Manila.

Sie hat eine ideale Küstenlage als Sammelpunkt zwischen Malaysia, China, Europa und Mittelamerika.

Sie ist die älteste bestehende spanische Kolonialstadt und wurde deswegen von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Vigan - Geschichte

Die Ureinwohner stammten aus Malaysia. Um 600 n. Chr. kamen chinesische Händler nach Vigan. Nach- dem die Spanier Amerika entdeckten hatten, kamen sie im 16. Jahrhundert auch nach Asien, um in der gleichen Weise vorzugehen. 1572 landeten acht spanische Schiffe an der Küste Vigans, angeführt von Conquistador Juan de Salcedo mit Soldaten und Priestern. Auch die Spanier erkannten die ideale Lage Vigans zwischen Meer und Flussmündung. Vigan sollte kolonialisiert und zum Christentum bekehrt wer- den, was mit einem Anteil von 90% Katholiken gelang, auch die Chinesen konvertierten.

Die Stadt hatte die Privilegien der spanischen Krone. Der Mestizo-Fluss schloss bis ins 19. Jahrhundert noch ans Meer an und verband die Stadt mit dem Hinterland. Heute ist er verlandet, daher hat Vigan seine Bedeutung als "Hansestadt" verloren. Den eigentlichen Handel führten die Chinesen. Ihre Schiffe beluden sie mit chinesischem Porzellan, Elfenbein, Seidenkleidern und Bienenwachs. Die Bevölkerung ist ein Gemenge aus Spaniern, Malayen und Chinesen. Die Einwohner sind sehr jung. 60% von ihnen sind unter 20 Jahre alt.

Vigan - Bauwerke

Vigan Provinz von Ilocos Sur - Stadthalle (City Hall)

Das Stadtbild prägt die Erinnerung an die spanische Kolonialzeit. Herausragend ist die barocke Kathedrale. Sie ist nicht himmels- strebend wie in Europa, sondern in einer Art Erdbebenkonformi- tät in die Breite gebaut. Sie steht im Zentrum auf einem großen Platz, ist dreischiffig gebaut mit einem separaten Glockenturm. Erstmals aus Stein errichtet stellt sie ein Bollwerk gegen Feuers- brünste und Erdbeben dar. Die Kathedrale ist auch Schauplatz der Semana Santa ("heilige Woche"). Diese farbenfrohe Siesta wird jährlich um Karfreitag mit Jahrmarkt und Prozession als Zug der Carozas gefeiert.

Nur die mächtigsten Familien Vigans dürfen die 2m großen Heiligenfiguren präsentieren, in der Kathedrale segnen und den Zug der 5000 Gläubigen anführen. 1793 wurde der ebfalls massive Erzbischofspalast ge- baut. Er ist das religiöse und politische Verwaltungszentrum der Provinz. Aus Stein gebaut hob er sich weitgehend von den bisherigen Holzhäusern rundherum ab. Vom ehemals umfangreichen Hafen sieht man nur noch einen versumpften Seerosenteich.

Vigan City - Kirche im Kolonialstiel

Rund 130 Kolonialhäuser haben sich hier erhalten, gebaut von reichen Mestizos. Es sind beige herrschaftliche Häuser, passend zum tropischen Klima. Sie haben große Fenster und verschiebbare Fensterläden,die vor der Sonne schützen. Mas- sive Steinmauern sollen vor den zahlreichen Erdbeben bewahren.

Die Häuser zeigen Stilelemente Chinas und Mexikos, sind gemischt-kulturell. Die Türen waren breit genug, um mit der Pferdekutsche direkt in das Haus hineinzu- fahren.

Die praktischen Muschelschalenscheiben sind eine chinesisch-japanische Erfin- dung. Sie dämpfen das Licht der tropischen Sonne gut und klimatisieren ange- nehm die bis zu 100 m² großen Wohnzimmer. Seit dem Zeitpunkt des Weltkul- turerbes werden die Villen renoviert und sauber hergerichtet.

Vigan - Statistik

Im Jahr 2000 zählte die Stadt mit einer Fläche von 25,11 km² 45.143 Einwohner in 9.193 Haushalten. Die Einwohner sind sehr jung, 60 % von ihnen sind unter 20 Jahre alt. Im Baranggay Mindoro befindet sich ein kleiner Flughafen. Die Stadt ist im Aufschwung.

In der im Norden Luzons gelegenen Stadt "Vigan" prägt noch immer das herausragende architektonische Erbe der Spanier das Bild. Die sehr gut erhaltenen Kolonialbauten erzeugen eine unwirkliche Atmosphäre, die den Besucher in das Europa des 17. Jahrhunderts zurückversetzt.

Da in dieser Stadt mehrere Nationalhelden geboren wurden, widmen sich verschiedene Museen der philippinischen Geschichte. Über dreihundert Jahre währte die spanische Herrschaft auf den Philippinen, aber nur in Vigan konnte sich das koloniale Architekturerbe bis heute erhalten. Vigan, eine Küstenstadt im Nordwesten der philippinischen Insel Luzon - mit Kathedrale, Bischofspalast und herrschaftlichen Handelshäusern.

1572 landeten hier die Spanier, bekehrten die Bevölkerung zum Christentum und machten das kleine Handelzentrum zur Stadt - nach in Mexiko erprobten Mustern. Die Geschäfte tätigten Chinesen,die noch vor den Spaniern in Vigan Fuß gefaßt hatten.

Porzellan und Seide aus China, Tabak und Indigo aus dem Hinterland, Gewürze aus Malaysia wurden in dem großen Hafen umgeschlagen, der heute verlandet ist. Die Händler errichteten schon im 17. Jahr- hundert prachtvolle Steinhäuser, während die ländliche Bevölkerung bis heute vorwiegend in Holzhäusern lebt.

Vigan wurde nach Manila zum wichtigsten Umschlagplatz im maritimen Handelsnetz zwischen Asien und Europa. Die Stadt war Drehkreuz auf der Acapulco-Route über den Pazifik nach Mexiko. In Vigan konnte sich so ein einzigartiger Kulturmix aus spanischen, mexikanischen, chinesischen und philippinischen Ein- flüssen entwickeln.1999 wurde die Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt.

Vigan - Baranggays (Bezirke)

Vigan ist in folgende 39 Baranggays aufgeteilt:

  • Ayusan Norte
  • Ayusan Sur
  • Barangay I
  • Barangay II
  • Barangay III
  • Barangay IV
  • Barangay V
  • Barangay VI
  • Barangay VII
  • Barangay VIII
  • Barangay IX
  • Barraca
  • Beddeng Laud
  • Beddeng Daya
  • Bongtolan
  • Bulala
  • Cabalangegan
  • Cabaroan Daya
  • Cabaroan Laud
  • Camangaan
  • Capangpangan
  • Mindoro
  • Nagsangalan
  • Pantay Daya
  • Pantay Fatima
  • Pantay Laud
  • Paoa
  • Paratong
  • Pongol
  • Purok-a-bassit
  • Purok-a-dackel
  • Raois
  • Rugsuanan
  • Salindeg
  • San Jose
  • San Julian Norte
  • San Julian Sur
  • San Pedro
  • Tamag