Davao City - Namensherkunft
Örtliche Historiker sind der Meinung, die Bezeichnung Davao sei eine phonetische Mischung dreier Worte aus einer Untergruppen der Bagobo Volksgruppe, die den Fluss Davao River bezeichnen.

Die einheimischen Obos, die das Hinterland bewohnten, nannten den Fluss Davoh, die Clatta oder Guiangans nannten ihn Duhwow oder Davau und die Tagabawa Bagobos verwendeten den Begriff Dabu.
Das Wort davoh aus der Sprache der Obos steht übersetzt für einen Platz „unterhalb der Höhe“. Dies rührt daher,dass ihre Siedlung an der Mündung des Davao Rivers lag und dort von hohen Hügelzügen um-
geben war. Wenn sie gefragt wurden, wohin sie auf ihrem Nachhause- weg gingen, antworteten sie: davoh. Duhwow wiederum war ein Handelsplatz, an dem die Händler ihre Naturgüter gegen Salz und andere Bedarfsartikel tauschten.
Andere Quellen berichten davon, der Name stamme ab von dem Wort „Daba-daba“, das für „Feuer“ steht. Danach haben jesuitische Priester diesen Ort so benannt, da sie in dieser Gegend auffallend viele Flamm- en und Feuer registrierten.
Davao City - Geographie

Davao City liegt im Südosten der Insel Mindanao am Golf von Davao. Das Stadtgebiet ist umgeben von der Provinz Davao del Sur im Süd- en, von Cotabato im Westen, von Bukidnon im Norden und von Davao del Norte im Osten.
Im Südosten befindet sich das Küstengebiet der Stadt. Die Stadt grenzt an den Fuß des höchsten Gipfel des Inselstaates, den Mount Apo. Wendet man sich vom Gipfel in Richtung Osten, stößt man auf großflächige Ebenen, unberührte Waldgebiete, befahrbare Flüsse und
gelangt schließlich zur glitzernden Metropole. Allein 50 % des Stadtgebietes ist als bewaldet klassifiziert, während 43 % der agrarwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung stehen.
Davao City - Sprache und Religion

Die Mehrzahl der Davaoeños haben Visaya als Muttersprache. Filipino (Tagalog) steht an zweiter Stelle, knapp hinter den verschiedenen Vi- saya-Dialekten.
Dagegen werden die Sprachen, die sich ursprünglich in dem Gebiet ent- wickelt hatten, nur mehr von Minderheiten beherrscht.
Englisch wird in den Schulen als Lehrsprache benutzt und ist somit all- gemein verbreitet, vor allem bei Geschäftsleuten und Akademikern. Eine Mischung aus Visaya und Tagalog mit Einflüssen von Englisch und
Spanisch hat sich zu einer Gesellschaftssprache entwickelt, die vor allem von den jüngeren Generationen verwendet wird. Die Anhänger der römisch-katholischen Konfession sind mit 83,83 % die dominante religiöse Gruppe in Davao (Dabaw), gefolgt von anderen christlichen Gruppen (15 %). Die restlichen 1,17 % gehören nichtchristlichen Glaubensgemeinschaften wie den Moslems, den Buddhisten usw. an.
Davao City - Wirtschaft und Infrastruktur

Die Landwirtschaft ist der größte Wirtschaftsfaktor der Stadt. Große Flächen des Stadtgebietes werden von Plantagen eingenommen, auf denen hauptsächlich Bananen, Ananas, Kaffee und Kokosnüsse angebaut werden. Davao City wird zudem auch Home of Durian genannt, also als Heimat der Durian-(frucht) be- zeichnet.
Die Stadt verfügt über einen internationalen Flughafen mit mehrmals wöchentlicher internationaler Anbindung nach Singapur sowie täglichen Inlandsverbindungen, unter anderem nach Cebu und Manila.
Zudem hat die Stadt mit der Sasa Wharf einen regional bedeutenden Container- hafen. Für den Tourismus ist Mindanao (und damit auch Davao City) im Vergleich zu anderen Regionen der Philippinen, von eher geringerer Bedeutung. Dies liegt sicherlich nicht zuletzt an terroristischen Anschlägen und wiederholten militärischen
Auseinandersetzungen zwischen der MILF und Regierungstruppen, was zahlreiche Regierungen weltweit dazu veranlasst, ihren Bürgern von Reisen nach Mindanao aus Sicherheitsgründen abzuraten. Im Stadt- bereich von Davao City jedoch wurden in den vergangenen Jahren verstärkte Anstrengungen unternom- men, die Sicherheitslage zu verbessern.
Insbesondere der Flughafen, aber auch andere stark frequentierte öffentliche Bereiche wie etwa Shopping Malls sind seitdem von strengen Sicherheitskontrollen geprägt; auch fällt eine allgemein hohe Präsenz von Polizei, Militär und Wachpersonal im Stadtalltag auf.
Kunstvoll gestaltete Jeepneys, die mit sehr viel Liebe zum Detail umgebaut werden, gehören – wie überall auf den Philippinen – zum Straßenbild. Die Verwendung von Feuerwerkskörpern und gleichartiger Pyro- technik genauso wie das Rauchen sind in der Stadt strikt verboten.
Eine Verletzung kann mit Geldbußen, der Verrichtung gemeinnütziger Arbeit, Gefängnisstrafen oder einer Kombination aus allen drei Möglichkeiten geahndet werden. Für Besucher, welche sich trotz Sicherheits- bedenken nach Davao City wagen, bietet die Stadt durchaus einige interessante Attraktionen, wie etwa den Eden Nature Park mit dem angrenzenden Mt. Apo Nationalpark, das Malagos Garden Resort und Philippine Eagle Center, den Davao Crocodile Park, das GAP Farming Orchard Resort oder etwa auch die der Stadt im Golf von Davao vorgelagerte Inselstadt Samal mit zahlreichen Beach Ressorts.
Wie viele andere Städte in ärmeren Ländern ist auch Davao City von Slums geprägt. Im Vergleich zu an- deren Städten der Philippinen wird die Stadt jedoch wesentlich positiver und sauberer wahrgenommen. Hinsichtlich der Bekämpfung von Kriminalität macht Davao City auch wesentliche Fortschritte. Inzwischen hat Davao den Status einer Metropole erhalten und nennt sich nun Metro Davao.
Davao City - Ausländische Stellen

Der Einfluss ausländischer Besucher und die Präsenz von Expatriates und Einwanderern hat die Regierungen von Japan, Malaysia, Indo- nesien und den Vereinigte Staaten dazu bewogen, jeweils ein eigenes Konsulat in der Stadt einzurichten.
Die US-Botschaft der Philippinen eröffnete zudem in der Stadt ein virtuelles Konsulat für die Bearbeitung von Versicherungsfällen in Zusammenhang mit VISA-Karten, auswärtigen Angelegenheiten und für Reiseinformationen zu den Vereinigten Staaten, die über das In-
ternet mit E-Mail und Chat angefragt und bearbeitet werden können. Die Website wird von der Davao University gewartet.
Davao City - Geschichte

Der spanische Einfluss setzte sich im Gebiet von Davao erst im Jahre 1848 durch, als eine Expedition unter der Leitung von Don Jose Oyan- guren eine christliche Siedlung in den Mangrovensümpfen errichtete, die heute das Bolton-Flussufer darstellt.
Das Gebiet von Davao wurde zu dieser Zeit von dem Moro-Oberhaupt Datu Bago regiert, dessen Volk entlang der Ufer des Davao Rivers lebte. Datu Bago verstand das Eindringen der Spanier als Provokation seiner Machtansprüche. Es kam zum Kampf, der von den Spaniern gewonnen wurde.
Der Sieg über den herrschenden Datu markierte das Ende des Imperiums der Stammesfürsten dieser Gegend. Am 27. Februar 1849 war die 1846 begonnene Eroberung von Davao abgeschlossen und Gov. Gen. Claveria verfügte die Aufteilung der Caraga-Provinz.
Der nördliche Teil wurde zur Provinz Surigao, den südlichen Abschnitt benannte er „Nueva Guipozcoa“ (zu Ehren seiner Geburtsstadt in Spanien und bestimmte den Ort Caraga zu deren Hauptstadt. Nueva Gui- pozcoa wurde später in Davao umbenannt.
Uyanguren ernannte sich zum ersten Gouverneur des Gebietes. Seine Ziele für die Entwicklung des Ge- bietes wurden von ihm jedoch nie erreicht. Die amerikanische Besatzung startete mit der Ankunft von Major Hunter Ligget im Jahre 1890.
Einige Jahre danach, um 1900, landeten die US-Streitkräfte und machten den Weg frei für privat geführte Farmen und sie unterstützten die Schaffung von Transport- und Kommunikationswegen. Bereits vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war Davao von vielen japanischen Einwanderern bevölkert, die die agrarwirtschaftliche Entwicklung des Gebietes maßgebend vorantrieben.
Ein japanischer Unternehmer namens Kichisaburo Ohta formte weite Teile des fruchtbaren Landes zu großen Abaca- und Kokosnussplantagen. Die erste Welle japanischer Plantagenarbeiter erreichte den Ort um 1903, und es entstand ein kleiner Ortsteil, genannt Little Japan.
Hier hatten sie ihre eigenen Schulen, Zeitungen, eine Botschaft sowie einen Shinto-Schrein. Davao wurde schließlich am 1. März 1937 durch einen Beschluss von Präsident Manuel Quezon zu einer beurkundeten Stadt ernannt.
Im Jahre 1941 besetzten die japanischen Truppen Davao und richteten hier ein regionales Hauptquartier der Besatzungsarmee ein. Die japanische Armee brachte Angst über die Davaoeños, weswegen viele Einwohner in die Außenbezirke der Stadt flüchteten.

Nachdem Recht und Ordnung wieder hergestellt waren,kamen die meist- en zurück und arrangierten sich mit den neuen Gegebenheiten. Bei der Befreiung Davaos durch die amerikanischen Truppen 1945 war das Stadtgebiet heftig umkämpft.
Große Teile der Stadt und der Umgebung wurden dabei zerstört. 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, kam es zu einer starken Ein- wanderungswelle aus den Visayas, aus Luzon und anderen Teilen Min- danaos in den Osten Davaos.
Am 8. Mai 1967 wurde das riesige Stadtgebiet durch den Republic Act Nr.4867, in drei Provinzen aufge- teilt, Davao del Norte, Davao del Sur und Davao Oriental. Die heutige Provinz Compostela Valley gehörte damals noch zu Davao del Norte. Der Stadt blieb das Gebiet im heutigen Ausmaß, und sie genießt einen provinzfreien Status.
Davao City - Sprache
Die Mehrzahl der Davaoeños haben Visaya als Muttersprache. Filipino (Tagalog) steht an zweiter Stelle, knapp hinter den verschiedenen Visaya-Dialekten. Dagegen werden die Sprachen, die sich ursprünglich in dem Gebiet entwickelt hatten, nur mehr von Minderheiten beherrscht.
Englisch wird in den Schulen als Lehrsprache benutzt und ist somit allgemein verbreitet, vor allem bei Geschäftsleuten und Akademikern. Eine Mischung aus Visaya und Tagalog mit Einflüssen von Englisch und Spanisch hat sich zu einer Gesellschaftssprache entwickelt, die vor allem von den jüngeren Generationen verwendet wird.
Davao City - Religion
Die Anhänger der römisch-katholischen Konfession sind mit 83,83 Prozent die dominante religiöse Gruppe in Davao (Dabaw), gefolgt von anderen christlichen Gruppen (15 Prozent). Die restlichen 1,17 Prozent gehören nichtchristlichen Glaubensgemeinschaften wie den Moslems, den Buddhisten an.
Davao City - Politik
Der Stadtrat von Davao hat nach dem Local Government Code von 1991 gewisse Autonomie in städtischen Angelegenheiten. Die Stadt ist in drei Kongressdistrikte aufgeteilt. Der Bürgermeister wird alle drei Jahre gewählt, kann jedoch für höchstens drei aufeinanderfolgende Wahlperioden im Amt bleiben.
Bürgermeister von Davao City:
- Santiago Artiaga
- Julian Rodriguez
- Carmelo Porras
- Elias Lopez
- Luis Santos
- Elias Lopez
- Zafiro Respicio
- Rodrigo Duterte
- Benjamin de Guzman
- Rodrigo Duterte
- Sara Duterte-Carpio
Davao City - Klima
Davao City genießt das ganze Jahr über ein gemäßigtes Klima, das durch selten auftretende Regenfälle, angenehme Temperaturen und Luftfeuchtigkeit charakterisiert wird. Es gibt keine ausgesprochene Trock- en- oder Regenperiode. Die Temperaturen schwanken zwischen 20 bis 32 °C bei einer durchschnittlichen Regenmenge von 2.000 mm im Jahr. Die Stadt liegt außerhalb des Taifungürtels und bleibt deshalb vor starken tropischen Stürmen und Taifunen weitgehend verschont. Link: wikipedia
Davao City - Medien
Die älteste Zeitung der Stadt ist die 1946 erschiene Mindanao Times. Weitere täglich herausgegebene Zeitungen sind beispielsweise Sun Star Davao und Mindanao Daily Mirror (seit 1950). Wöchentlich erscheinen die Mindanao Post oder die Metropolitan Gazette.
Davao City - Sehenswürdigkeiten

Die Verwendung von Feuerwerkskörpern und gleichartiger Pyrotechnik genauso wie das Rauchen sind in weiten Teilen der Stadt verboten.
Eine Verletzung kann mit Geldbußen, der Verrichtung gemeinnütziger Arbeit, Gefängnisstrafen oder einer Kombination aus allen drei Mög- lichkeiten geahndet werden.
Die Stadt bietet einige Attraktionen, wie etwa den Eden Nature Park mit dem angrenzenden Mt. Apo Nationalpark, das Malagos Garden Resort und Philippine Eagle Center, den Davao Crocodile Park, das
GAP Farming Orchard Resort oder etwa auch die der Stadt im Golf von Davao vorgelagerte Inselstadt Samal mit zahlreichen Strandresorts.
- Das Schlachtdenkmal – ein historisches Denkmal, das an die längste Schlacht zwischen amerikanischen und japanischen Truppen in Mintal im Distrikt Tugbok erinnert
- Das Camp Domingo Leonor–Quartier der spanischen und später der amerikanischen Armee bis 1920 (San Pedro St.)
- Die Stadthalle, das ehemalige Rathaus bis 1926 (San Pedro St.)
- Das Davao-Museum in Insular Village I, Lanang
- Das sozialhistorische Museum von Davao
- Der Eden-Naturpark
- Das Fort of Datu Bago – Ein Teil der Bastion des muslimischen Helden Datu Bago, der über das Land am Tagloc River herrschte, der alte Name des Davao River
- Die Furukawa-Plantage in Toril
- Das Japanische Museum in Calinan
- Das Japanische Friedensdenkmal in Mintal
- Der Japanische Tunnel – Ein Restaurant mit freiem Zugang durch einen Tunnel aus der Zeit der japanischen Revolution
- Der Lon Wa, ein buddhistischer Tempel – der größte buddhistische Tempel in Mindanao im Baranggay R. Cabaguio Ave
- Das Malagos Garden Resort im Herzen der Stadt
- Der Mindanao-taoistische Tempel in der J.P. Cabaguio Ave.
- Das Monument für Frieden und Einheit in San Pedro St.
- Die alten japanischen Häuser in Mintal, im Tugbok-und Toril-Distrikt
- Der Osmeña Park in San Pedro St.
- Der Ottha Kyosaburu-Gedenkschrein bei der Mintal-Grundschule
- Die Anlegestelle von Uyanguren, dem späteren Gouverneur von Davao (Rodriguez Park, Quezon Blvd.)
- Die San-Pedro-Kathedrale – Eine der ältesten Kirchen in Mindanao. Die originale Struktur wurde 1847 zu Ehren von St. Petro erbaut, dem Stadtpatron. Der älteste Altar ist im rechten Flügel der Kathedrale zu bewundern.
- Der Strand Talomo im Talomo-Distrikt
- Das Philippine Eagle Center, Heimat des philippinischen Nationalvogels, der Philippinenadler (früher auch als affenfressender Adler bezeichnet). Er ist als einer der größten Adler (Spannweite) der Welt bekannt.
- Das Paradise Island Park and Beach Resort (Samal Island)
- Pearl Farm Beach Resort auf Samal Island
- Deca Wakeboarding in Mintal (künstlich angelegte Wakeboard Anlage)
- Crocodile Park in Davao City
- Batcaves Samal Island (eine der weltgrößten Kolonien von Fledermäusen)
- Hagimit Falls Samal Island (mehrere kleine Wasserfälle)
- Talikud Island (Coral Garden - Mehrere Korallenarten)
- Der People's Park im Herzen der Stadt (Poblacion), welcher im Dezember 2007 auf dem Gelände einer ehemaligen Sportanlage eröffnet wurde

