Ökotourismus auf den Philippinen
Die landschaftliche Schönheit und die traditionellen Reisterrassen haben die Kordilleren-Region im Norden der Philippinen weltberühmt gemacht. Die Attraktivität für auswärtige BesucherInnen wird durch die oft als „exotisch“ angepriesene Vielfalt der indigenen Kordillerenvölker noch erhöht. Ein „ideales Tourismus- gebiet“, findet die philippinische Regierung, die hier mit Hilfe von „Ökotourismus“ Einnahmen generieren und gleichzeitig das Umweltbewusstsein und die Erhaltung der kulturellen und natürlichen Vielfalt fördern will.
Dazu will sie im grossen Stil in den Ausbau der touristischen Infrastruktur investieren, während sie für die Landwirtschaft kaum Fördergelder übrig hat. Doch die „Natur“ und „Kultur“, die das Tourismusdeparte- ment auf dem Markt zum Kauf anbiete, gehöre nicht der Regierung, empört sich Joan Carling von der Indigenenorganisation „Cordillera Peoples Alliance“. „Die Menschen haben das Recht, darüber zu ent- scheiden, was sie mit ihren Ressourcen und ihrer Kultur tun wollen.
Die Regierung hat kein Recht, einen touristischen ‚Masterplan’ für sie zu erstellen und sie zu verkaufen. Und falls die BewohnerInnen der Kordilleren beschliessen, ihre Ressourcen für den Tourismus zu nutzen, so sollten sie diejenigen sein, die davon profitieren.“ Link: fairunterwegs
