Philippinen Inselgruppe - Visayas

- BOHOL CHOCOLATE HILLS
Rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung lebt auf den Visayas. Ihre fröh- liche Wesensart ist beste Voraussetzung für die zahlreichen turbulent- bunten Fiestas wie das Ati-Atihan-Fest auf Panay, das Maskara Festival in Bacolod auf Negros oder das ausgelassene Treiben des Sinulug der Cebuanos. Landschaftliche Vorzüge halten die Visayas allemal bereit.
Traumhafte Strände, Tauch- und Segelreviere, aber auch abenteuerliche Pfade durch das Innere der Inseln, wo stellenweise noch Nischen dichten Regenwalds überlebt haben.
Die Chocolate Hills auf Bohol, der Sohoton Nationalpark auf Samar, die Besteigung des Vulkans Kanlaon, der sich als 2465 m hohes „Dach der Visayas“ über den Zuckerrohrfeldern der Insel Negros erhebt, Ferienzentren wie das Inselchen Boracay im Norden von Panay und die zahlreichen Strandanlagen auf Cebu locken seit vielen Jahren den internationalen Fremdenverkehr an.

Cebu City, mit fast 800 000 Einwohnern drittgrößte Stadt des Landes, wurde 1565 als erste spanische Siedlung begründet und ist stolz, mit der Basilica Minore del Santo Niño die älteste Kirche der Philippinen zu besitzen.
Nicht zu vergessen sind die architektonischen Sehenswürdigkeiten auf den übrigen Visayas-Inseln in Gestalt von Kolonialresidenzen, Wachtürmen, Fest- ungsanlagen und ehrwürdigen Gotteshäusern, deren wuchtiger, Schutzzweck- en dienender Baustil als „Erdbebenbarock“ bekannt wurde. So steht heute die Kirche Santo Tomás de Villanueva in Miagao auf Panay gemeinsam mit
dem San Agustin-Konvent in Manila und zwei weiteren Kirchen in Nordluzon unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes. Link: schwarzaufweiss
Sie wirken verschlafen, und das können sie sich offenbar leisten. Im Para- dies hat es keiner nötig, sich für den Lebensunterhalt die Beine auszureissen. Die Kopra wächst auf den Palmen, das Essen kommt aus dem Meer, Zucker und Salz rösten die Sonne.

- Ruy L. de Villalobos (Bild 2)
Der Spanier Ruy Lopez de Villalobos (Bild 2) kam 22 Jahre später und nannte die Insel Felipinas, um Spaniens König Philip II. zu eheen. Und so erhielten die Philippinen ihren Namen.
Fans der Insel behaupten, dass es nirgendwo auf der Welt schönere Strände gebe als in den Visayas und das nirgendwo anders das Meer so blau und kristall- klar sei.
Man braucht nicht einmal zu tauchen, um die Wunder der bizarren Korallenriffe zu bestaunen. Die Menschen der Visayas, die Bisaya, leben vom Meer, von den Meer- esfrüchten und dem Handel, der über das Meer kommt. Die Zuckerba- rone, die Großgrundbesitzer, die die süssen Inseln beherrschen, leben von den Menschen, den vielen landlosen Arbeitern, die bei ihnen der Fron stehen.

In die Visayas reist man zum Faulenzen. Zu sehen gibt es spanisches Ambiente, alte Städte, Plazas und Kirchen (Bild 4). Reisen tut man in den Visayas mit Schiffen. Von Insel zu Insel sind es meist nur zwei bis drei Stunden.
Wer jedoch den oft überfüllten Seelenverkäufern nicht traut, kann auch fliegen. Gelegentlich stört ein Taifun das Idyll des Paradieses, verbreitet Tod und Zer- störung. Was wir schon mal Live miterleben könnten. Die Bisaya haben damit zu le- ben gelernt. Wie bei allem, was ihre südliche Gelassenheit stört, decken sie auch Katastrophen mit ihrem Fatalismus zu. (Bahalana = Da kann man nichts machen).
Im Taifunnest Samar sind die Häuser wetterfest aus Stein gebaut, um den Jahr ein, Jahr aus wütenden Naturgewalten Widerstand zu leisten. Link: meistech

