Busuanga City

Busuanga ist die größte nördliche Insel des Distrikts Palawans (Philip- pinen). Sie zählt zur Inselgruppe der Calamian, der 128 Inseln ange- hören.
Der Name Busuanga entstammt einer alten chinesischen Handels- sprache (9. Jh.): Pakinung, die Calamien wurden Kiamayan (13. / 14. Jh.: Kaimayen) genannt.
Coron ist die Hauptstadt mit etwa 30.000 Einwohnern und damit zweitgrößte Stadt der Provinz Palawan. Etwas verwirrend sind die identischen heutigen Namen einiger Orte und Inseln. Da gibt es die
Insel Busuanga mit den Orten Old Busuanga, New Busuanga und Coron. In Sichtweite südlich vom Ort Coron liegt die Coron Bay, im Osten Coron Island.
Busuanga City - Geographie
Busuanga hat eine Fläche von 890 km². Sie ist über 64 km lang vom Abanaban Point im Nordwesten bis zum Bocao Point im Südosten, bei einer maximalen Breite 26 km. Die Bevölkerung betrug im Jahr 2007 rund 56.500 (45.000 im Jahr 2000).
Coron ist die Hauptstadt mit etwa 30.000 Einwohnern und damit zweitgrößte Stadt der Provinz Palawan. Höchste Erhebung ist der Mount Tundalara mit 640 Metern im Osten der Insel. Die Insel gehört zu den Gemeinden Busuanga (westliches Drittel) und Coron (Osten). Zu diesen Gemeinden gehören auch kleinere Nebeninseln der Insel Busuanga.
Busuanga City - Verkehrsanbindung

Es bestehen tägliche Flugverbindungen mit Philippine Airlines bzw. mit kleinen Propellermaschinen nach Manila, El Nido und Puerto Princesa.
Wöchentliche Fährverbindungen bestehen nach El Nido, größere Fähr- en (Superferry und Negros Ferry) stoppen hier auf ihrem Weg von und nach Manila und Puerto Princessa.
Es besteht auch die Möglichkeit mit selbst gecharteten Bangkas (Aus- legerbooten) nach El Nido zu fahren. Dies ist allerdings nur bei absolut guten Wetterbedingungen zu em- pfehlen.
Busuanga City - Wracktauchen

Die Coron Bay ist bei Tauchern durch 10 japanische Schiffswracks be- rühmt. Die Schiffe Akitsushima, Okikawa Maru, Irako Maru,Kogyo Ma- ru, Olympia Maru, Taiei Maru, Kyokuzan Maru, East Tangat Gunboat und Lusong Island Gunboat wurden am 24. September 1944 von der dritten Luftflotte der US Task Force 38 mit Basis auf Leyte versenkt.
Mit einem Tauchboot sind die Wracks in einer gut einstündigen Fahrt von Coron aus erreichbar. Mit den Ausnahmen Lusong Island Gunboat das teilweise die Wasseroberfläche durchbricht und daher für Schnor-
chler und East Tangat Gunboat, das in einer Tiefe von 5m - 20m für Tauchanfänger geeignet ist, liegen alle anderen Wracks in Tiefen von 20 - 45m. Die Wracks sind teilweise über 100 m lang und haben ver- schiedene Decks, Gänge, Kombüsen etc., die betaucht werden können.
Auch wenn die Wracks zum Teil unter Wasser ausgeschlachtet (z. B. die Motorblöcke entfernt) wurden, befindet sich dort noch immer verschiedenes Gerät und einige Granaten. Wegen der Tiefe und der Größe der versenkten Schiffe wird in der Regel mit Nitrox wegen der längeren Nullzeit und kürzeren Dekompres- sionsstopps getaucht.
Busuanga City - Archipel

Die Inseln im Archipel bilden charakteristische, durch die Erosion typisch senkrecht geriffelte Felswände, Abstürze, Türme, spitze Nadeln, Dächer und Höhlen.
Der karstige Kalkstein bildet skurril erodierte steile Bergflanken, ent- stand vor 260 Millionen Jahren und wurde vor 60 Millionen Jahren auf- gefaltet.
Besonders erodiert sind: Coron Island, Sangat Island und Black Island.
Busuanga City - Tagbanuwas

Im Gegensatz zu Busuanga ist Coron Island dicht bewachsen, wenn auch die Steilhänge des Karstgebirges keinen dichten tropischen Wald zulassen und überwiegend eine macciaähnliche Vegetation mit einigen niedrigen Bäumen beherbergen.
Sie wird ausschließlich von Tagbanuwas bewohnt, die einen semi- autonomen Status erstritten haben. Der Name Coron entstammt ihrem Dialekt und bedeutet soviel wie „eingeschlossen“. Das einge-
schlossen bezog sich auf ihren ersten Siedlungsgrund, der durch hohe Berge an drei Seiten geschützt war. Die Tagbanuwa (auch Tagbanua) leben in beständigen Dorfgemeinschaften und leiten ihren Namen ab von taga = von und banuwa = Dorf ab.
Sie gehören zum südostasiatischen Ethnotyp, sind mit der austronesischen Sprachgemeinschaft assoziiert und verfügen über eine einzigartige Silbenschrift, die 1999 von der UNESCO zu den „Erinnerungen der Menschheit“ deklariert wurde (siehe Tagbanuwa-Schrift). Diese Schriftart steht im Zusammenhang mit einem poetischen Stil, der auf die Anzahl von Silben in einer Zeile basiert.
Busuanga City - Historischer Bericht

Als 1912 das amerikanische Pazifikpostdampfschiff "Korea" in Coron anlegte, erkundigte sich der Kapitän Thomas Maher beim Gouverneur nach einigen Holzhütten für sich und seine Mannschaft.
Stattdessen wurde ihm das Gefängnis empfohlen. Hilfreich wurde darauf hinge- wiesen, es sei frei von großen Kakerlaken, Echsen und Moskitos. Maher zeichnete das etwas belustigende Gespräch in seinen Notizen auf: "Ich sagte, 'wie könne das sein, wenn das Gefängnis voll ist?' "
"Aber nein, Señors, es ist nur während des Tages gefüllt. In der Nacht schicken wir die Insassen nach Hause; sie im Gefängnis zu behalten würde nur die Familie bestrafen. Wissen Sie, der Filippino liebt das Fischen und den . Das können sie nur während des Tages und im Gefängnis ist das nicht möglich."
Um der Mannschaft nicht weitere Unbequemlichkeiten zu bereiten, schickte der Gouverneur die "Sträflinge" letzten Endes für zwei Wochen in Urlaub. Kapitän Maher schrieb in sein Notizbuch: "Die Filippinos sind in vielen Dingen ziemlich praktische Menschen. Derartige Entscheidungen könnten niemals in Amerika stattfinden, da eine Unmenge bürokratische Vorgänge notwendig würden; vielleicht sogar eine Aktion des Obersten Gerichtshofs". Bis dahin wäre er sicherlich aber schon wieder abgefahren. Link: wikipedia
Busuanga City - Reisebericht
Die mit Abstand billigste Rückreisemöglichkeit von Palawan nach Manila aus war mit Zest Air von Coron / Busuanga für (388 P). Die Bootsfahrt von El Nido nach Coron dauerte sieben Stunden und war sehr teuer (2200 P), da es eine mittelgroße Bangka war, die lediglich Touristen transportiert.
Daher war es allerdings auch eine sehr angenehme Bootsfahrt, da wir nur zu fünft auf dem Boot waren und die See bei perfektem Sonnenschein sehr ruhig war. Auf der gesamten Reise hatte man immer Aus- blicke auf die zahlreichen Inseln des Archipels, viele nicht mehr als spärlich bewachsene Felsbrocken, einige allerdings auch traumhaft schön mit palmengesäumten Stränden.
Das Städtchen Coron selber hat trotz der Flugverbindung nach Manila die wunderbare Atmosphäre eines Ortes am Ende der Welt und ist eines der attraktiveren Städtchen des Landes, mit sehr freundlichen Ein- heimischen und authentischer Atmosphäre.
Zudem ist das Preisniveau hier sehr niedrig. Coron wäre ganz weit abseits des touristischen Radars, gäbe es vor der Küste nicht zahlreiche Schiffwracks, die eine ständig wachsende Gemeinde von Tauchern anziehen.
Dies ist auch der Grund weshalb es an diesem ursprünglichen, abgelegenen Ort zwei überraschend gute, von Expats geführten Restaurants gibt, das La Sirenetta, ein Italiener mit sehr ordentlichen Pizzas und das Bistro Coron, welches Delikatessen wie Sashimi und Mousse au Chocolat kredenzt.
Zudem gibt es im Ort einige nette billige, Travellerkneipen. Mein Zimmer im auf Stelzen im Wasser gebauten Seabreeze kostete mich gerade mal 200 Pesos, ohne eigenes Bad, dafür mit unzähligen Moskitos im Zimmerpreis inklusive. Für Nichttaucher bietet sich von Coron aus die Möglichkeit eine Tagestour zur gegenübergelegenen Coron Island zu machen, in deren Inneren sich mehrere kristallklare Süßwasserseen befinden in denen man wunderbar Schwimmen kann.
Desweiteren bietet die Insel herrliche Lagunen, eine malerische, zerklüftete Küste und einige hübsche Strände mit weißem Sand. Diese Tour ist landschaftlich kaum weniger spektakulär als die Touren im wesentlich bekannteren Bacuit Archipels, das Schnorcheln war allerdings um einiges besser, da sich zwischen Coron Town und der Insel das Siete Pecados Naturreservat befindet, welches zu den besseren Schnorchelgründen des Landes zählt. Link: travelblog
