Leyte
Leyte ist eine Insel der Philippinen und gehört geographisch zu der zentral gelegenen Visaya-Gruppe.
Leyte wurde weltweit durch die See- und Luftschlacht im Golf von Leyte im Zweiten Weltkrieg bekannt, die nach Meinung der meisten Historiker die größte Seeschlacht der bekannten Ge- schichte war.
Leyte - Geographie
Die Insel misst von Norden nach Süden etwa 180 km und besitzt eine maximale Breite von 65 km. Im Nordosten wird sie durch die San - Juanico-Straße von der Nachbarinsel Samar getrennt, wobei sich beide Landteile an manchen Punkten bis auf 2 km annähern.
Die Inselprovinz Biliran befindet sich ebenfalls nördlich von Leyte und ist durch die Biliran Straße von der Insel getrennt. Im Süden separiert die Straße von Surigao Leyte von der Insel Mindanao, während sich im Osten der Golf von Leyte ausbreiten.
Dahinter erstreckt sich die Philippinensee, die ein Teil des pazifischen Ozeans darstellt. Der Golf wird von der Insel Leyte im Westen, von der Inselprovinz Dinagat Islands im Südosten und von Samar im Nord- osten eingerahmt. Im Südwesten liegt, hinter dem Canigao Channel, die Inseln Bohol und im Westen, auf der anderen Seite der Camotessee, die Insel Cebu.
Leyte besitzt eine Gesamtfläche von 7.368 km². Politisch unterteilt sich die Insel in zwei Provinzen: Leyte (Provinz) und Southern Leyte. Zu Southern Leyte, die den südlichen Teil der Insel einnimmt, gehört die Insel Panaon, die in der Straße von Surigao liegt.
Die Insel Biliran im Norden war einmal ein Teil der Provinz Leyte gewesen, ist nun jedoch eine eigen- ständige Inselprovinz. Leyte ist topologisch sehr bergig und besteht aus überwiegend bewaldeten Ge- bieten. Lediglich im Nordosten befinden sich größere, agrarwirtschaftlich nutzbare Landflächen.
Insbesondere die Küstenlinie ist stark besiedelt, während sich das Inselinnere durch Bergzüge und Hügel- ketten auszeichnet. Die flachen Gebietsabschnitt und Flussdeltas liegen daher weitgehend an den Küsten im westlichen und südlichen Leyte oder in vereinzelten Hochebenen, von denen das Leyte Valley im Nord- osten der Insel die größte ist.
Ein verzweigtes System von kleinen Flüssen und Bächen speisen die Ebenen hinter der Bucht von Carigara und dem Leyte Golf. Die zweitgrößte Tieflandfläche ist das Ormoc Valley, das sich auf der westlichen Seite der Insel befindet und dort von Bergen eingerahmt wird.
Die wichtigsten Städte auf Leyte sind Tacloban City, das an der östlichen Küste gelegen ist, Ormoc City und Baybay City an der Westküste und Maasin City im Südwesten. Die San-Juanico-Brücke verbindet Leyte mit der Nachbarinsel Samar.
Sie ist die längste Brücke des Landes und gilt als ein architektonisches Glanzstück. Leyte zeichnet sich heute unter anderem auch durch seine geothermischen Kraftwerke nahe der Stadt Ormoc aus.
Leyte - Demographie und Sprache
Die Insel hat eine Einwohnerzahl von 1.950.000 Menschen. Sie ist besiedelt von verschiedenen Volks- gruppen, den Visayan und den Cebuano, die vornehmlich im Westen und Süden leben und den Waray, die den Osten und Norden bewohnen.
In gleicher Weise verteilen sich die Sprachgebiete. Während im Süden und Westen der Dialekt Cebuano vorherrscht, ist Waray-Waray die Muttersprache der Menschen im Osten und Norden der Insel. Daneben sind Englisch, Tagalog und Chinesisch ebenso verbreitete Kommunikationsmöglichkeiten.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist christlich geprägt und gehört dem Römisch-Katholischen Glauben an. Weitere Glaubensgemeinschaften sind die Aglipayan, die Iglesia ni Cristo, die Zeugen Jehovas und die Siebenten-Tags-Adventisten.
Leyte - Geschichte
Weit vor der Ankunft der Europäer unterhielten die Filipinos bereits Handelsbeziehungen zu China und anderen Nachbarstaaten. Am 28. März 1521 fand der portugiesische Navigator und Entdecker Ferdinand Magellan eine Durchgangsmöglichkeit, die ihn schließlich an der Insel Leyte vorbei führte.
Wenig später erreichte er die Insel Limasawa an der südlichen Spitze des Eilandes. Hier traf er den ein- heimischen Herrscher Rajah Kolambu und dessen Bruder Rajah Siagu, den Häuptling von Butu (auf Mindanao).
An diesem Ort wurde der erste Freundschaftsvertrag in Form einer Blutsbrüderschaft zwischen Magellan und Rajah Kolambu geschlossen, sowie die erste christliche Messe gehalten. Anschließend platzierte Magellan ein Kreuz auf den Gipfel des Hügels und nahm durch diesen symbolischen Akt das gesamte Territorium für Spanien in Besitz.
Der Entdecker Ruy López de Villalobos erreichte im Jahre 1543 als erster Europäer die eigentliche Insel- gebiet von Leyte und benannte das Eiland „Las Islas Felipinas“ nach dem spanischen Thronfolger, dem späteren König Philipp II. von Spanien.
Im Jahre 1595 gründeten die Jesuiten ihre erste Mission auf Leyte. Zu dieser Zeit befanden sich lediglich 19 Pueblos mit einer Einwohnerzahl von insgesamt 70.000 Menschen auf der Insel, die von den Missio- naren zum Christentum bekehrt wurde.
Ein königlicher Erlass, ausgestellt am 31. Juli 1860, ordnete eine Umorganisation der Provinzregierung der gesamten Visayas-Gruppe an. Leyte wurde daraufhin als Provinz dritter Klasse eingeordnet und hatte die Verwaltungsverantwortung für insgesamt 28 Pueblos und Ortschaften.
Die politisch-militärische Regierungsstruktur existierte bis zum Ende der spanischen Herrschaft im Jahre 1898. Mit der Mission, die Philippinen von der japanischen Armee zu befreien, führte General Douglas MacArthur eine der größten Flottenverbände von Transport- und Kriegsschiffen in der Geschichte der Vereinigten Staaten an die Küste von Leyte.
Am 20. Oktober 1944 landeten die Streitkräfte unter Führung McArthurs und in Geleit des Präsidenten des Commonwealth der Philippinen, Sergio Osmeña, und Carlos P. Romulo, in Palo, Leyte, um die Be- freiung des Landes zu beginnen.
Der Landepunkt, an dem General McArthur die überlieferten Worte "I have returned" (dt. Ich bin zurück- gekehrt) ausrief, ist heute einer der bedeutendsten Gedenkstätte des Inselstaates.
Im Weiteren kam es zu der japanischen Gegenoffensive, die in der Schlacht um Leyte und schließlich in der größten Seeschlacht der Geschichte, der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte mündete. Nicht weniger als 212 alliierte Schiffe trafen auf ca. 60 Kampfschiffe der japanischen Kriegsmarine, darunter die großen Schlachtschiffe Yamato und Musashi.
Leyte - Wirtschaft
Wichtigste Wirtschaftszweige sind der Anbau von Mais, Reis, Zuckerrohr, Manilahanf und Kokospalmen. Im Süden ist die Anpflanzung und Verarbeitung von Abacá der bedeutendste Wirtschaftsfaktor.
Viele Handwerksbetriebe stellen aus der Abaca-Faser Textilien und Stricke her. Weitere handwerkliche Industriezweige verarbeiten Bambus und Holzprodukte. Daneben sind der Tourismus, ebenso wie die Fischerei und die Forstwirtschaft die maßgebenden Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung.
Leyte - Klima
Auf der Insel herrschen zwei Klimakategorien vor. Der Osten wird charakterisiert durch den Klimatyp II, der sich durch sehr heftige Niederschläge von November bis Januar auszeichnet. Der westliche Teil gehört dem klimatischen Typ IV an, dessen Regentage mehr oder weniger das gesamte Jahr über auftreten können.
Leyte kennt man als die Kokosnussinseln. Denn es lebt von Kopra, dem fetthaltigen Gewebe der Kokos- nuss, aus dem das Kokosöl gewonnen wird. In der jüngeren Geschichte hat der damalige Oberkomman- dierende der amerikanischen Pazifikstreitkräfte, General Mac Arthur, auf Leyte seine Spuren hinterlassen.
An der Küste der Insel landeten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die Befreiungstruppen der Alliierten. Damit hatte Mac Arthur sein Versprechen erfüllt, mit dem er die Philippinen vor dem Ansturm der jap- anischen Eroberer verliess.- (I shall return = Ich werde wiederkommen).
In Tacloban, der Provinzhauptstadt, wandert der Reisende auf Mac Arthurs Spuren. Die Landung der US-Streitkräfte am 20. Oktober 1944 ist in einem Relief am Capitol Building festgehalten. Die in Bronze gegossenen Abbilder des Generals und seiner Truppen sind am Strand der Red Beach bei Palo zu besichtigen.
Die nachgestellte Landungsszene ist ein Nationalheilig tum der Fili- pinos und ein Wallfahrtsort für Kriegsveteranen. Die Trümmer in der Umgebung sind bewusst micht geräumt worden. Eine Fahrstunde nörd lich ist Biliran Island vorgelagert. Bei Caibiran kann man in Höhlen einsteigen oder in den heissen Schwefelquellen von Mainit und Libtong baden.
Von Tacloban aus empfieht sich der Sprung nach Basey auf Samar hinüber zum Besuch des Höhlenlabyrinths im Sohoton National Park. Man kann bei den Park Rangers übernachten, muss aber selbst für
Proviant sorgen. Beste Besuchszeit ist März bis Juli, während der Regenzeit sind die Höhen nicht begeh- bar. In der Karwoche wird Marinduque, die kreisförmige Insel zwischen Südluzon und Mindoro, zu einem Touristentreffpunkt, wenn in den Städten Boac, Gasan und Mogpog das Moriones Festival stattfindet. Höhepunkt ist der Karfreitag, wenn der Römische Legionär Longinus symbolisch hingerichtet wird.
Die Strände an der bizarren Küste der von Urwäldern bedeckten Insel Mindoro waren noch vor 20 Jahren Geheimtipp von Backpackern und Tauchern. Auch heute sind Teile der bergigen Insel nur auf unbe- festigten Strassen zu erreichen.
Weite Teile Mindoros sind ohne Telefonleitungen und daher nur mit Handy erreichbar. Die Spanier nannten das in die Provinzen Mindoro Occidental und Oriental unterteilte Mindoro Mina de Ore (Goldmine). Es wird zwar noch nach Gold geschürft, doch die Ausbeutung ist sehr gering.
Das aus Manila mit klimatisierten Bussen und nach einem Zwischenstopp zum Umsteigen auf Fähren im neuen Seefrachthafen Batangas in fünf Stunden zu erreichende Puerto Galera ist ein stilles Nest mit Bars und einem landschaftlich reitvollen Naturhafen.
Knapp zwei Kilometer ausserhalb von Puerto Galera liegt am Fluss eines bewaldeten Steilhangs das ruhige und einfach Strandresort Encenada. Eine empfehlenswerter Schnellimbiss ist das Pier Pib Pizza. Beliebte Strände um Puerto Galera sind White Beach, Balete Beach und Hondura Beach.
Von Puerto Galera bringen Jeepneys Touristen zum 15 km entfernten Tamaraw-Wasserfall, der 100 Meter in die Tierf stürzt und ein Freibad speist. Im Süden, bei San José, ist der Mt. Iglit als Tamaraw Reservat ausgewiesen.
Hier überleben Hunderte vom Aussterben bedrohte philippinischen Zwergbüffel. Durch den Naturschutzpark streifen noch die Nachfahren der Ureinwohner.
Das aus Manila mit klimatisierten Acht Kilometer östlich liegt dieses oft laute Taucherdorado. Taucher können dort die noch intakten Korallenriffe erleben. Das überbevölkerte Dorf Sabang ist dagegen ein schlafloses Amüsierzentrum.
Abseits des Dorftrubels liegen die strände Big La Laguna Beach und Samll LA Laguna Beach mit gut ausgerüsteten Tauchschulen und stilvollen Resorts. Link: meistech
Leyte - Allgemeine Information
Leyte ist eine der etwas größeren Inseln der Philippinen und unterteilt in die Provinzen Southern Leyte und Leyte. Mit einer Länge von ungefähr 180 km und einer maximalen Breite von 65 km besitzt Leyte eine geschätzte Gesamtfläche von 7368 km².
Allgemein ist Leyte Island sehr bergig und besteht zu einem sehr großen teil aus bewaldeten Gebiete, doch im Nordosten befinden sich landwirtschaftlich nutzbare Landflächen. Das Küstengebiet der Insel ist sehr stark besiedelt, wohingegen sich das Inselinnere sich durch Bergzüge und Hügelketten auszeichnet.
Die wichtigsten Städte der Insel sind unter anderem Tacloban City, Ormoc City und Maasin City. Zwischen Leyte und der Nachbarinsel Samar erstreckt sich die längste Brücke des Landes und gilt als absolutes Prunkstück des Landes. Allgemein zeichnet sich Leyte Island durch seine großen geothermischen Kraft- werke aus und gilt damit als ganz klar Zeitgemäß.
Leyte - Festivals
Als eine der schönsten und schnellst wachsenden Provinzen der Visayas ist Leyte für seine verschiedenen historischen und sehr unterhaltsamen Feste bekannt. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten sind es gerade diese festlichkeiten für Touristen wie gemacht.
Seid Jahren kommen immer wieder sehr viele Menschen die sich für all die interessanten und speziellen Veranstaltungen interessieren, welche charakteristisch für ihre farbenfrohen Paraden, auffallenden Tänze und weitere besonderen Aktivitäten sind. Allgemein sind diese Festlichkeiten sehr wichtig, da sie die Sitt- en, Traditionen und verschiedenen Kulturen der Menschen widerspiegeln welche gemeinsam in einem engen Bereich leben.
Leyte - Tauchen
Tauchen ist eine noch relativ neue Einnahmequelle für die Insel. In Suedleyte um Padre Burgos hat man jedoch die Möglichkeit mit Walhaien zu tauchen. Während in Donsol das Tauchen mit diesen majestätisch- en Kreaturen nicht erlaubt ist gibt es in Leyte noch keine Restriktionen.
In den Monaten von Januar bis April sind in Südleyte organisierte Ausfahrten mit den Tauchbasen vor Ort zu arrangieren. Natürlich ist die wetterabhängig. Während dieser Jahreszeit kann es dort schon mal etwas rau zugehen und die Tour-Operator müssen die geplanten Trips aus Sicherheitsgründen streichen.
Die Riffe in Südleyte sind größtenteils in sehr gutem Zustand und die Artenvielfalt enorm. Lange einsame Stränd laden zum erholen ein. In Südleyte gibt es verschiedene Möglichkeiten zum tauchen, bei Padre Burgos gibt es sogar die Möglichkeit noch mit Walhaien zu tauchen, auch wenn hierbei zu sagen ist das eventuell in den kommenden Jahren ein Verbot hierzu kommen könnte.
Ebenfalls wird man hier wunderschöne Riffe vorfinden können bei welchen der Zustand und die Arten- vielfalt auf den Philippinen als fast in außergewöhnlich gutem Zustand. Link: leyteisland
