Palawan

Palawan ist die Hauptinsel der gleichnamigen Provinz und die drittgröß- te Inselgruppe der Philippinen. Die Hauptstadt Puerto Princesa liegt etwa in der Mitte der Südküste an der Sulusee,500 km südwestlich von Manila. Die Provinz gehört dem Regierungsbezirk Western Visayas (Region VI) an.
Palawan - Etymologie
Der Name Palawan entstammt dem Wort Pa lao-yu aus einer alten chinesischen Handelssprache (9. Jahrhundert), was soviel bedeutet wie Land der schönen, sicheren Häfen.
Palawan - Geographie
Zu den wichtigsten Inseln der Provinz zählen Busuanga, Culion, Linapacan, Cuyo, Dumaran, Cagayanes und Balabac. Viele kleine Inseln und Korallenriffe gehören ebenfalls zum Inselverband, insgesamt 1768.
Mit einer Länge von 425 km und einer Breite von etwa 40 km bedeckt die Insel Palawan 11.785 km² der 14.896 km² großen Provinz. Die schmalste Stelle der Insel ist nur 8,5 km breit. Palawan befindet sich zwischen den Inseln Mindoro und Borneo und liegt etwa 580 km südwestlich von Manila.
Sie trennt das Südchinesische Meer von der Sulusee, die wiederum südlich der Insel durch die Balabac- straße verbunden werden. Eine Bergkette zieht sich entlang der gesamten Insel, deren höchste Erhebung der Mount Mantalingajan mit 2.085 m ist.
Ein weiterer Berg ist der Thumb Peak. Die Insel war bis zum Ende des 20. Jahrhunderts von ausgedehnt- en Korallenriffen umgeben, die rasant und fast flächendeckend zerstört wurden. (Siehe Dynamit- und Cyanidfischerei.)
Palawan - Flora und Fauna
Im Mittleren Pleistozän, vor 175.000 Jahren, war der Meeresspiegel so niedrig, dass eine durchgehende Landbrücke nach Asien bestand. Diese war für Mensch und Tier ein offenes und einladendes Einwander- ungstor, und dieser Biodiversitätskorridor wurde vor allem von der Fauna intensiv genutzt.
Die Insel Palawan hatte im Gegensatz zu den übrigen philippinischen Inseln auch noch in den jüngeren Eiszeiten Kontakt zum asiatischen Festland, einschließlich der großen Sunda-Inseln, wird daher als deren faunistische Unterregion zugeordnet und durch die sog. Huxley-Linie (die von Nord-Luzon ausgehend im Süden im Bereich zwischen Borneo und Sulawesi an die berühmtere Wallace-Linie anschließt) von den übrigen Philippinen biogeographisch getrennt.
Nach Wiederanstieg des Meeresspiegels wurden viele Lebewesen von den übrigen Arten isoliert und ent- wickelten sich zu bisher bekannten 232 endemischen Tierformen (laufend werden neue entdeckt), wie dem Palawan-Schuppentier Manis (Paramanis) culionensis und dem Rotsteißkakadu (Cacatua haematuro- pygia, Philippine Cockatoo); endemische Unterarten gibt es etwa von dem zur Familie der Schleichkatzen gehörenden, ungewöhnlich aussehenden Binturong oder Marderbär (Arctictis binturong, Bear Cat) oder der hauskatzengroßen Bengalkatze (Priohailurus bengalensis, Leopard Cat), um nur einige zu nennen.
Die Verantwortlichen haben es 1993 geschafft, die Tätigkeit der Holzfäller einzuschränken, und so die ursprüngliche Vielfalt der Regenwälder mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren. Noch immer exis- tieren der so genannte Eisenbaum, die Königskobra, seltene Papageien und mehr als 600 Arten von Schmetterlingen.
Das liegt auch daran, dass Palawan recht dünn besiedelt ist und einige Naturschutzgebiete existieren. Trotzdem wird vor allem im südlichen Teil und sogar im Nationalpark bei Sabang immer noch illegal eingeschlagen.
Während die unter Tauchern weltbekannten Korallenriffe um Tubbataha und das weniger bekannte Cagayan-Archipel noch in einem naturnahen Zustand sind, hat die Cyanid- und Dynamit-Fischerei die ehemals vielfältige Unterwasserwelt an der Küste der Südchinesischen See von El Nido im Norden über Port Barton bis hinunter nach Quezon und Rizal im Süden, sowie bei Taytay und in der Honda Bay an der Küste zur Sulusee fast vollständig zerstört.
Von Naturschützern, Reisejournalisten, den einheimischen Politikern und Tourismusbüros wird die Natur- zone von Palawan auch gerne als „die letzte Grenze“ (last border, frontière) bezeichnet, mit allerdings unterschiedlicher Bedeutung. Palawan zählt zu den grünsten, saubersten und sichersten Inseln der Philip- pinen.
Palawan - Bevölkerung
Die Provinz Palawan ist die am dünnsten besiedelte Inselgruppe des Landes, gerade einmal 755.412 Menschen wurden nach dem letzten Zensus 2000 gezählt, was 50,7 Einwohner pro km² bedeutet.
161.912 davon leben allein in der Hauptstadt Puerto Princessa, was die durchschnittliche Besiedlung für den Rest der Insel auf 42 Einwohner/km² sinken lässt. Dafür ist die Zuwachsrate mit 3,64 % besonders hoch, allerdings im Abfallen begriffen.
Um der geringen Besiedlung entgegenzuwirken, sorgt der Staat für preisgünstige Grundstücksangebote. So gibt es sogar spezielle Einwanderungsprogramme für Senioren aus den Industriestaaten bzw. wirbt für Leute mit einem Alter unter 35, die sich auf Palawan ansiedeln wollen.
Diese Politik wird allerdings zunehmend eingestellt, da sie Unmut unter der einheimischen Bevölkerung auslöste. Ein Großteil der Bevölkerung stammt ursprünglich von den Inseln der Visayas.
Bataks und Palawans zählen zu den Ureinwohnern von Palawan. Die im Norden sind Negritos und somit Nomaden, die von der Jagd leben. Sämtliche Versuche, ihnen die Vorzüge des Ackerbaus beizubringen und sie sesshaft zu machen, sind fast immer gescheitert.
Einige von ihnen gehen zwar zur Schule, tauchen aber immer wieder für längere Zeit im Dschungel unter. Die Bataks sind noch immer ein sehr scheues Volk, das sich von der normalen Bevölkerung zurück zieht.
Ein Kontakt ist nur mit viel Zeit und einem kundigen Führer möglich. Die Bevölkerung ist weitgehend katholischen Glaubens (80 %). In der Hauptstadt Puerto Princesa sind katholische Kirchen allgegenwärtig.
Palawan - Ethnien und Sprache
Auf der Insel werden 52 verschiedene Dialekte gesprochen, allen voran Tagalog mit 28 % der Bevölk- erung. Die meisten Leute verstehen, nicht zuletzt durch die ehemalige amerikanische Herrschaft, Eng- lisch. Andere wichtige Dialekte sind Cuyono, Pinakwan, Chavacano, Waray, Cebuano und IIonggo.
Die Tagbanuwa (Tagbanwas, Tagbanuas) leben in beständigen Dorfgemeinschaften und leiten ihren Namen ab von taga = von und banuwa = Dorf ab.
Sie gehören zum südostasiatischen Ethnotyp, sind mit der austronesischen Sprachgemeinschaft assoziiert und verfügen über eine einzigartige Silbenschrift (Tagbanuwa-Schrift), die 1999 von der UNESCO zu den „Erinnerungen der Menschheit“ deklariert wurde.
Die Sprache wird noch von etwa 8.000 Menschen in Zentral- und Nord-Palawan gesprochen. Die Schriftart der Tagbanuwa weist recht fremdartige Zeichen auf und steht im Zusammenhang mit einem poetischen Stil, der auf der Anzahl von Silben in einer Zeile basiert.
Die Schrift ist von der javanischen Kawi-Schrift abgeleitet und ist wie diese eine Abugida-Schrift, ange- lehnt an die Pallava-Schrift aus Südindien, die ihrerseits vom Brahmi abstammt. Sie wurde den Tagba- nuwas von den Bugis aus Makassar in vorspanischer Zeit etwa im 15. Jahrhundert beigebracht.
Die Schrift wird traditionell auf Bambusstäben in vertikalen Spalten von unten nach oben und von links nach rechts geschrieben. Die Bataks, sonst auf Borneo und Sulawesi ansässig, entstammen negritischen Wurzeln und sind die kleinste ethnolinguistische Gruppe auf Palawan mit einer rein austronesischen Sprache.
Während der chinesischen Periode der "Drei Kaiserreiche" wurden "kleine, dunkle Menschen" von den Han-Menschen südwärts vertrieben. Einige siedelten sich in Thailand an, andere in Malaysia, und wieder andere gingen noch weiter in den Süden nach Indonesien, Sumatra, Borneo und den Philippinen, wobei sie Landbrücken zwischen Palawan und Borneo nutzten."
Nur noch 1780 Mitglieder zählend, droht ihre Gemeinschaft und Kultur vollständig auszusterben. Be- heimatet sind die Bataks nur noch in den inneren Bergen nördlich von Puerto Princessa und in dem Gebiet zwischen dem Babuyan-Fluss und dem Dorf Malcampo.
Die Tao't batu. Im Süden von Palawan, südlich von Rizal, einige Kilometer östlich von Ransang wurden 1978 das Volk der Tao't batu (auch Tau't Batu und so ausgesprochen) entdeckt, die in dem schwer zugänglichen Hochtal des Singnapan-Beckens und in einem sich 30 km nach Süden anschließenden Gebiet leben.
Sie leben noch immer in Höhlen, unter steinzeitlichen Verhältnissen. Die Regenzeit verbringen sie in Höhlen und Grotten, in der Trockenzeit betreiben sie einfache Landwirtschaft. Ihr Glaube verlangt es, dass getötete Tiere durch Nachbildungen aus Stein oder Holz ersetzt werden, um die Natur zu ent- schädigen.
Einen Kontakt mit der Außenwelt gibt es nur sehr spärlich von innen nach außen, und die Führer der Tao't batu meiden möglichst den Kontakt. Kurz nach der Entdeckung dieses Volkes wurde das gesamte Gebiet als "absolute off-limits" erklärt und sämtlicher Zugang per Gesetz verboten, das inzwischen (2005) stark unterlaufen wird.
Trotz dieses Verbotes ist es christlichen Missionaren gelungen, ihre ursprüngliche Identität zu zerstören, so dass sich junge Tao't bato in den Dörfern ansiedeln und sich mit den Einwohnern mischen.
Palawan - Wirtschaft
Wie in weiten Teilen des südostasiatischen Archipels wird auch auf Palawan Reis (Palay) angebaut, eb- enso Weizen. Obst und Gemüse, z. B. Bananen, Erd-, Cashew- und Kokosnüsse, spielen in der Land- wirtschaft eine Rolle.
Unter der unberührten Natur lagern auch zahlreiche wirtschaftlich bedeutende Bodenschätze. Außer Gold kommen auf Palawan auch die Metalle Kupfer, Nickel, Mangan, Eisenerz, Chromeisenerz und Silber vor.
Nichtmetallische Bodenschätze sind Lehm, Steine, Sand (vor Ort "Silicat" genannt = Siliziumdioxid / Quarz, zur Glasherstellung), Kies, Schiefer, Baryt, Kalkstein, Salz, Feldspat, Marmor, Gips, Ätzkalk, Pyrit, Zement und auch Kohle.
Palawan - Verwaltungsgliederung
Die Provinz Palawan ist politisch in 23 eigenständig verwaltete Gemeinden und 1 Stadt unterteilt Diese sind wiederum in insgesamt 432 Baranggays (Ortsteile) untergliedert. Die Provinz wird in zwei Kongress Distrikte aufgeteilt.
Die philippinische Regierung hält einen Anspruch auf viele der Spratly-Inseln, die der Kalayaan-Gruppe zugeordnet werden und sich im Südchinesischen Meer befinden. Die juristische Verwaltung ordnete sie der Provinz Palawan zu.
Palawan - Sehenswürdigkeiten
- Wracktauchen an Militärschiffen aus dem Zweiten Weltkrieg ist bei der nördlich vorgelagerten Insel Busuanga (Hauptstadt Coron) möglich. Von hier können Ausflüge zu der von Tagbanuwa bewohnten Insel Coron unternommen werden.
- Ein weiteres bekanntes Schiffswrack ist das sogenannte Schiffswrack von Pandanan.
- Das Bacuit-Archipel bei El Nido im Norden ist ein sehenswertes Ziel für Tagesausflüge mit dem Boot.
- Bei Port Barton befindet sich ein Mangrovengebiet mit beeindruckender Flora und Fauna.
- Im Puerto Princesa Subterranean River National Park bei Sabang lassen sich Touren in einem einzig- artigen Karst-Dschungel durchführen, ein kleiner Mangrovenfluss befahren und beeindruckende Höhlen besichtigen. Hier befindet sich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel, der St. Pauls Underground River (der längste unterirdisch schiffbare Fluss der Welt) mit einer Gesamtlänge von knapp 7 km, der 1999 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
- Bei den Tabon-Höhlen bei Quezon wurden mit 22.000 Jahren die ältesten Fossilfunde von anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) der Philippinen entdeckt.
- Von Puerto Princesa ist der leichteste Zugang zu den in der Sulusee liegenden Tubbataha-Atollen, die wegen ihrer weitgehend unberührten Unterwasserwelt 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden.
- Auch im ca. 15 Bootsstunden von Puerto Princesa liegenden Cagayan-Archipel, dem der Nationalpark verwaltungstechnisch untersteht, finden sich ausgezeichnete Tauchmöglichkeiten. Es ist touristisch noch nicht erschlossen, die Anreise kann sich sehr schwierig gestalten.
Stellenweise findet man in den Hochregionen des unzugängliches Gebirges, das Palawan wie ein Rückgrat durchzieht, noch unberührte Natur und Ethnien mit einer ursprünglichen Lebensweise. Beides sind An- ziehungspunkte für Touristen, die lange Anfahrtswege, beschwerliche Wanderungen und Übernachtungen im Dschungel nicht scheuen.
Palawan, die größte Provinz der Philippinen, erstreckt sich als 650 km langer Strang aus rund 1770 Inseln zwischen Mindoro und Borneo. Die gleichnamige Hauptinsel, ein über 400 km langer Landwurm trennt das Südchinesische Meer von der Sulu See. „Wiege des ersten Filipinos“ und schon seit langer Zeit Brücken- kopf zahlreicher Migrationen und Handelsstützpunkt der Region ist Palawan heute immer noch ein Ziel für Pioniere und Neusiedler, gleichzeitig ein Eldorado für Naturfreunde. Seltene Pflanzen und Tiere, aber auch scheue Halbnomadengruppen wie die Batak sind im dichten Regenwald beheimatet.
Von den landesweit bekannten 1000 Tierarten kommen allein über 230 Spezies ausschließlich auf Pala- wan vor, darunter Schuppentier, Bärenkatze, Waran und Hornvogel. Versteckte, unberührte Strände säumen die Küsten, einige der weltbesten Tauchgründe wie die in den nördlichen Inselgruppen bei El Nido, den Calamianen und am östlich gelegenen Tubbataha-Riff präsentieren eine faszinierende Unter- wasserwelt. Im St. Paul Subterranean National Park wartet ein geologischer Höhepunkt auf unternehm- ungslustige Reisende.
Dem wohl klingenden Namen des Provinzhauptortes Puerto Princesa wird seit Jahren sein Bürgermeister gerecht: Er setzt in vorbildlicher, wenn auch strenger Weise Umweltbewusstsein um, das der gesamten Region nützen soll. Hier und vor allem bei den gastfreundlichen Bewohnern der Fischerdörfe, zeigen sich die Philippinen von ihrer unverfälschten, liebenswürdigen Seite. Link: schwarzaufweiss
Von Puerto Princesa führt an der Suluseeküste bis Rio Tuba eine Strasse entlang, die von Jeepneys und Bussen befahren wird, regelmässig allerdings nur bis Brooke’s Point. Eine gleiche Route an der Westküste ist in Bau. Nur das kann noch einige Zeit dauern.
Flüge von Manila nach El Nido und Sandoval. Jeepneys und Busse von Puerto Princesa nach Roxas, Tay- tay und El Nido. Die Überlandfahrt bis zum letzteren Ort ist jedoch eine Tortour. Es empfiehlt sich, Etap- pen einzulegen oder per Boot an der Westküste weiter zu reisen. Boote fahren ebenfalls von Agtay west- lich von Taytay durch den Malampaya-Sund nach El Nido, eine herrliche Route.
Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, welches der vielen Eiland der Philippinen denn das schönste sei. Übereinstimmend weisen Lan- deskenner diesen Titel der Insel Palawan zu.
Das selbige weitere 1700 Landbrocken um sich schart und wie schön diese nun wieder sind (nämlich sehr das steht auf einem anderem Blatt.) Es sind die Grossinseln, unter denen Palawan die Krone gebührt. Jeder wo schon dort gewesen ist, weiss von was man redet. Weiser Sandstrand und hellblaues Wasser. Was will man denn noch mehr. Palawan ist die drittgrösste Insel der Philippinen und zugleich die Haup-
tinsel der gleichnamigen Provinz. Zu den wichtigsten Inseln der Provinz zählen Busuanga, Linapacan, Cuyo, Dumaran, Cagayanes und Balabac. Viele kleine Inseln und Korallenriffe gehören ebenfalls zum Inselverband, insgesamt etwa 1800.
Mit einer Länge von 425 km und einer Breite von etwa 40 km bedeckt die Insel Palawan 12.000 km2 der 14.800 km2; grossen Provinz. Die schmalste Stelle der Insel ist nur 8,5 km breit. Link: meistech
Palawan trennt das Südchinesiche Meer von der Sulu See, befindet sich zwischen den Inseln Mindoro und Borneo und liegt etwa 580 km südwestlich von Manila. Eine Bergkette zieht sich entlang der gesamten Insel, deren höchste Erhebung der Mount Mantalingajan mit 2.085 m ist. Die Insel ist von Korallenriff- en umgeben, deren Fläche fast 11.000 km2; bedecken. Link: infobitte
"Republik Palawan" nennen die Einheimische schmunzelnd ihre Insel, darauf hindeutend, dass man leicht eine von Manila unabhängige Existenz führen könnte. In der Tat. Es ist fast alles da, um eine solche Selbständigkeit zu ermöglichen. Sogar Öl wurde vor der Insel Linapacan entdeckt.
Weil Palawan jahrhundertelang in der Tat, links liegen gelassen worden was, fiel den Pionieren eine fet- te Beute in die Hand, als die Besiedlung der Insel nach dem Zweiten Weltkrieg ernstlich einsetzte. Noch in den 1960er-Jahren was die grösste Provinz des Landes von einem Ende zum andren bewaldet. Komman- do artige Abholzaktionen, die damals gestartet wurden und bis in die jüngste Neuzeit andauerten, richte- ten gewaltige Schäden an.
Erst seit wenigen Jahren hat man dem Treiben ein Ende gemacht und forstet vielerorts massiv wieder auf. Ökologisch ist auf der Insel seit- her ein Schlüsselwort das selbst Grundschülern wohlvertraut ist und das in den Kirchen vor den Altären gepredigt wird. Die Natur, liebe Gemeinde ist euer Kapital, werft es nicht leichtfertig fort. Deshalb ist trotz fortgesetzter Zerstörung in kleinem Stil durch die Ureinwohner der Insel, die nach vielen Jahren ethnischer Unterdrückung diverse Privilegien bei der Urbarmachung des Dschungels geniessen, doch noch einiger Wald da. So viel zumindest, dass man sich hoffnungslos in ihm verlaufen kann. Link: meistech
Der grösste Kuchen Palawans steckt voller Rosinen, die sich der über wenig Zeit verfügende Standardbe- sucher nicht entgehen lassen darf. Wer indes über so viel glückliche Musse verfügt, die ganze Insel berei- sen zu können, der beginnt am besten im tiefen Süden. Dort, wo nur eine schmale Wasserstrasse die Philippinen von Borneo trennt, liegt die Insel Balabac, teil der Hauptprovinz.
Ein rustikales Eiland ist es, voller Urwälder und wilder Strände. Und ganz im Süden, bei Kap Meleville, steht ein Leuchtturm, der das weltweit romantischste Gemäuer dieser Art sein dürfte. 1892 stellten ihn die Spanier auf dem Hügel an der Mangrovenküste.
Ehernd steht er da,mit vier Generatoren aus den 1930 ern ausgerüstet,von denen nicht ein einziger funk- tioniert, und von drei Wärtern bewacht, die nichts zu tun haben - das tröstende Licht von Kap Melville ist dunkel. Auf dem Südzipfel von Palawan brennen ebenfalls wenige Lichter.
Auch hier ist die Küste von Mangroven umsäumt, in denen sich Krokodile tummeln, Riesenbiester dabei. Die paar Ansiedlungen sind klein. In Baook’s Point benannt nach dem legendären Rajah Brooke aus Nord Borneo, wurde 1934 die weltgrösste Perle von den Ausmassen einer Kokosnuss gefunden.
Die Familie der glücklichen Finder, die zuerst mit dem Klunker Kegel spielte, lebt noch in dem unschein- baren Ort und ist nicht gerade reich zu nennen, vor allem in Relation zum Schätzpreis der heute in den USA befindlichen Perle; 42 Millionen Dollar.
Hätte es ein anderer gefunden so währe es sicher reicher als die jetzt. Einer ist sicher Reich dabei geworden, nur der Finder nicht. Ein kleines Museum in Quezon gibt einen Überblick über den Werdegang des Ta- bon Menschen. Die dazugehörigen Höhlen können anschliessend mit einem Guide des Museums besichtigt werden. Viel gibt es dort aller- dings nicht zu sehen. Da ist der Tumarbong Wasserfall am gleich- namigen Fluss schon ergiebiger, zumal es dort sogar Übernachtungs- möglichkeiten gibt. Im Tabon Village Resort oder Parasio sa Falls die sehr günstig sind. Oder eine Robinsonade auf Malapackun Island, ist gar nicht so teuer und der Spass ist sicher dabei. Link: meistech
In Ckifford’s Restaurant kann man nicht nur speisen, man kann auch Cliffs Motorrad mieten. Am Dolarog Beach gibt’s Pizza. Elm Street Cafe gilt als Nummer eins am Platze mit frischem Seafood. Der Chef in JND’s Foodhouse kocht ganz nach Wunsch der Gäste.
Lally and Abrt erbitten drei Stunden Vorwarnung für Feines von P60-500. Macmacs Wirt ist Östreicher, deswegen gibt es dort den einzigen richtigen Kaffee. Im Ricson’s kann man direkt am Strand dinieren, und Vicenta’s Eatery ist auf Fisch spezialisiert.
Für max. P450 kann man von El Nido herrliche Bootstouren unternehmen. Verschiedene Tauchexkursion- en werden von mehreren Shops in El Nido angeboten.
Die Resorts veranstalten auch Ausflüge ins Land hinein. Besonders beeindruckt ein Abstecher in die Blue Lagoon von Miniloc, ein richtiger Fjord, der mit Steilwänden und kristallblauem Wasser besticht. Link: meistech
Höhlenforscher können auf Palawan den Underground River, ein 8 km langes Höhlensystem erforschen.
Palawans grösste Attraktion ist der St. Paul Subterranean River National Park. Die St. Paul Cave ist ein riesiges, von einem unterirdischen Fluss durchzogenes Höhlensystem. Link: lonelyplanet
Der 8,2 Kilometer lange Cabayugan River ist auf einer Länge von 4,3 Kilometern mit kleinen Booten befahrbar. Und diese Fahrt ist ein ein- zigartiges Erlebnis. Lässt man den Strahl des Handscheinwerfers über die Höhlendecke gleiten, die an der höchsten Stelle 65 Meter hoch ist, entdeckt man Tausende von Fledermäusen und kleinen Flughunden. Auf Palawan leben übrigens die grössten Flughunde der Welt. Diese Riesenfledermäuse, die sich von Früchten ernähren, erreichen eine Spannweite von fast zwei Metern. In der Höhe entdeckten wir auch eine dunkelgraue, unscheinbare, aber umso interessantere Schlange.
Die Bootsführer erklären einen, dass diese Schlangen in der Höhle leben und sich von Fledermäusen er- nähren. Bedeutend attraktiver war der junge Netzpython, die einmal dort gefunden wurde bei einem Aus- flug auf der Ostseite der Insel. Die Schlange war nur um die 1,5 Meter lang. Netzpythons wetteifern mit der südamerikanischen Anakonda um den Grössenweltrekord. Beide Arten werden etwa zehn Meter lang.
Und von beiden Arten ist mehrfach nachgewiesen, dass sie ganze, erwachsene Menschen verschlungen haben. Ein Fall wurde bekannt, bei dem ein Mann gerade dazukam, als ein Netzpython seine Frau ver- schlang. Er schlug die Schlange mit seinem Buschmesser entzwei. Aber unglücklicherweise schlug er dabei auch seiner Frau den Kopf ab.
