Sabang

Sabang Landkarte

Das Örtchen Sabang ist ein kleines Nest mit engen Gassen und besteht zu je einem Drittel aus Restaurants/Kneipen, Tauchbasen und Lebensmittelmärkten. Nun gut, das ist etwas übertrieben, aber so hat man eine gute Vorstellung.

Es gibt eine einzige befahrbare "Kreuzung", die gleichzeitig als An- und Abfahrts- haltestelle für die landestypischen "Jeepneys" fungiert. Diese fahren für lächerliche 10 Pesos "regelmäßig" in den nächsten Ort, Puerto Galera.

Regelmäßig heißt hier, dass sie so lange warten, bis der Jeepney voll besetzt ist, und fahren erst dann los. Ein bisschen Geduld darf man also mitbringen, genauso wie ein wenig Abenteuerlust auf die langsame holprige Strecke.

Alle übrigen Gassen in Sabang sind viel zu eng für motorisierte Fortbewegungsmittel. Es ist eine reine "Fußgängerzone", die sich verwinkelt bis zum Strand entlangschlängelt. Nicht verschweigen möchte ich den örtlichen Sextourismus:

es gibt in Sabang drei Animierbars, in denen sich der interessierte Besucher für wenig Geld eine Be- gleitung für die Nacht aussuchen kann. Außerdem gehört es wohl schon zum "guten Ton" und ganz gewöhnlichen Straßenbild, dass männliche Touristen ganz offen und wie selbstverständlich mit einer blutjungen Philippina im Arm durch die Gassen schlendern und in Restaurants dinieren - die Mädels   lassen sich tage- und wochenweise "buchen".

Was mir sehr gut gefallen hat, war das Gefühl von Sicherheit: selbst bei Dunkelheit und zu nachtschlaf- ender Zeit kann man unbesorgt durch die Gassen ziehen, ohne sich vor Taschendieben oder sonstigen Widrigkeiten fürchten zu müssen.

Meinen Fotoapparat habe ich ganz offen herumbaumeln lassen - ohne Furcht vor einen Hinterhalt. Im Gegenteil, die einheimische Bevölkerung hat auf mich immer einen sehr höflichen, freundlichen und ehrlichen Eindruck gemacht.

Sabang - Unternehmungen und Ausflüge

Ansonsten gibt Sabang für den Zeitvertreib - außer Tauchen und Essen - nicht wirklich viel her. Ich selber habe bis auf einen Ausflug an meinem letzten, tauchfreien Tag mit dem Jeepney nach Puerto Galera den Flecken nie verlassen, denn ich war ja zum Tauchen gekommen.

Jedoch ist es möglich, Ausflüge ins Landesinnere zu machen, und z. B. Motorräder zu mieten. Chris und Petra oder auch Diveguide Steve helfen dabei gerne und geben interessante Tipps für die Route.

Daran nimmt niemand Anstand und es ist dort wohl auch "ganz normal".Sabang ist ein kleiner ver- träumter Ort der erst vor ein paar Jahren aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wurde, mit der Er- öffnung einer re- gulären Jeepney Verbindung ab Calapan.

Der Ort liegt an einer lang gestreckten Bucht am Rande des vom (W WF) World Wide Fund of Nature- unterstützten St. Paul Subterranean National Park. Dschungel umwächst den 1028m hohen Mount St. Paul.

Aufmerksame Beobachter können eine reiche lautstarke Vogelwelt, et- liche Affen und stattliche Monitor-Warane ausmachen.

In Sabang gibt es sehr viele Tauchschulen. Für Taucher ist Sabang ein guter Tipp. Sabang bietet viele kleine Restaurants mit köstlichen Mahlzeiten. Von Sabang kann man mit einem Auslegerboot von morg- ens bis abends inkl. BBQ und Getränke von einem schönen Strand zum nächsten fahren. Ein wahres Er- lebnis, nebenbei wird unterwegs angehalten und man kann vom Boot aus Schnorcheln und die Unterwas- serwelt bewundern. Link: uwenetz

Sabang - Badestrand

Eine kleine Hafenstadt in einer großen Bucht auf der Insel Mindoro ge- legen. In Sabang gibt es schätzungsiweise 10-15 Tauchbasen, mit am idealsten uns schönsten liegt die Tauchschule von Sabang - Divers.

Am Randes des Ortes, in ruhiger Lage und mit unverbautem Ausblick aufs Meer. Sabang selbst besitzt nur wenige Tausend Einwohner, aber eine Vielzahl von Touristen, denn der Ort ist von Manila in kurzer Zeit (2 h Autofahrt + 1 h mit dem Boot) erreichbar. So besuchen am Woch- enende viel Taucher aus Manila und anderen großen Städten die mal-

erische Bucht. Auffällig viele Japaner und Hongkong-Chinesen sind anzutreffen. Sabang lebt von und mit den Touristen, was sich in den vielen Restaurants niederschlägt, in denen man gut und preiswert essen kann. In Sabang sind gut sortierte Tauchshops ansässig, bei denen man sich komplett ausrüsten kann. Amerikanische Computer werden teils sehr günstig angeboten. 

Sabang - Hauptstrasse

Wer`s nun wirklich wissen will, kann auch in diesem Teil der Welt sein- er Golfleidenschaft frönen. 700 m über dem Meer liegt eine 12 Loch An- lage erster Güte. Auch Wasserschifahren ist in Sabang nichts Außerge- wöhnliches. Viele Kurzzeiturlauber aus Manila und Honkong gehen dies- em Freizeitvergnügen nach.

Zu empfehlen sind Ausflüge in den Urwald zum Hidden - Paradise, ein- em Dschungelsee mit Bademöglichkeit und organisiertem Barbecue.

Tagesausflüge in die Provinzhauptstadt Puerto Galera, zu Urwaldwasserfällen und zu den Ureinwohnern, den Magnians haben durchaus einen leichten kulturellen Charakter.

Inselhopping und Trekking-Touren können direkt in Sabang gebucht werden. Shoppingtouren muss man nicht direkt machen, denn in Sabang begleiten einen die Straßenhändler mit Perlenketten und anderem Schmuck auf Schritt und Tritt. Perlenketten sind preiswert und qualitativ gut. Man sollte sie aber zuhause nochmals fachmännisch fädeln lassen, weil der Faden etwas minderwertig ist. Als Souvenir sind die Ketten allemal gut geeignet. 

Sabang Strand - Bootsverleih

Die hier beschriebene Sabang - Bucht liegt weit im Norden auf der Insel Mindoro, eigentlich noch im Einzugsbereich von Manila. Viele heimische Taucher verbringen in Sabang ihre Wochenendferien. Die moslimischen Rebellen operieren indes mehr als 1000 Km entfernt in philippinischen Gewässern, wo es kaum noch Touristen hin ver- schlägt.

Fast alle Moslems (die radikalen sowieso) leben in den südlichen Philippinen, der Norden ist hingegen von Christen bewohnt und für Touristen nicht gefährlicher als ein Abendspaziergang an der Alster.

Man fährt als Mittelmeerfan ja auch zum Tauchen nach Kroatien, obwohl in Mazedonien Bürgerkrieg herrscht. Und wenn in München ein junges Mädchen in der Stadt überfallen wird, bedeutet das für eine Kieler Hausfrau noch lange nicht, dass sie sich nun täglich ab 17.00 Uhr zu Hause einschließen muss.

Absolute Sicherheit, das muss man einmal deutlich sagen, gibt es vermutlich nur im Grab. Und selbst da bedroht einen unter Umständen noch die Exhumierung.

Sabang City - Hauptstrasse

Was die Philippinen gegenüber Gebieten wie Malediven und Karibik (mit Aus- nahme von Kuba) so interessant macht, sind die Preise. Ein Sabang - Urlaub kann mit etwa 1500 bis 1800 Euro geplant werden. Zwar ist der Flug etwas teuer, aber dafür sind die Essenspreise mehr als zivil. Und auch das Tauchen kann in die Kategorie „noch preiswert“ eingestuft werden.

Und was viele UW - Fotografen vermutlich gar nicht wissen: Der ostasiatische Lebensraum ist unter Wasser der artenreichste auf der Erde. Gegenüber den Philippinen und die Anrainerstaaten Malaysia und Indonesien wirken das Rote Meer und die Karibik geradezu ausgestorben.

Auch die fischreichen Malediven müssen hier ins zweite Glied zurück. In Sa- bang und Umgebung findet man eine Fauna, für deren Entdeckung man vor

dreißig Jahren noch geadelt worden wäre. Bemerkenswert und deshalb sehr wichtig ist die Tatsache, dass es in Sabang keine Korallenbleiche gegeben hat. Alles ist noch weitgehend unberührt und mutet trotz der zahlreichen Tauchschulen fast jungfräulich an. Vielleicht muss man sich erst einmal mental mit diesem Lebensraum auseinandersetzen, um zu sagen: Da will ich jetzt einfach mal hin ! Link: unterwasserwelt