Gute Nahrung, gutes Leben, gutes Geschäft
Für Nestlé Philippines Inc. (NPI) war es ein geglückter Neujahrs- und Medienauftritt – und für die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo eine höchst willkommene Aufwartung. Am 9. Januar 2008, fast auf den Tag genau sieben Jahre nach dem Amtsantritt von Frau Arroyo, wurde Paul Bulcke, designierter Nestlé-Konzernchef und Nachfolger von Peter Brabeck-Letmathe, zusammen mit NPI-Firmenchef Nandu Nandkishore eigens im Präsidentenpalast Malacanang empfangen.
Die gleichzeitige Präsenz von Handels- und Industrieminister Peter Favila unterstrich die Bedeutung des Besuchs. Bulcke nutzte seine Stippvisite zur Imagepflege des weltweit größten Nahrungsmittelkonzerns aus der Schweiz und lobte das Gastgeberland als den elftgrößten Markt der Nestlé-Welt.
Im Jahre 2006 betrug der Umsatz von NPI 66,1 Milliarden Peso (umgerechnet 1,63 Milliarden US-Dollar), wobei zehn Prozent aus dem Exportgeschäft kamen. »Nestlé wird hier auch künftig und stark präsent sein.
Uns geht es darum«, so der Belgier Bulcke, »den Philippinen beim Wachstum ihrer Wirtschaft und den philippinischen Konsumenten dabei behilflich zu sein, ihren Ansprüchen einer guten Ernährung und Gesundheit und ihrem Wohlbefinden zu genügen.« In den vergangenen fünf Jahren (2003–2007) habe Nestlé S.A. knapp zehn Milliarden Peso (250 Mio. US-Dollar) in den Philippinen investiert.
NPI unterhält insgesamt vier Fabriken: Neben dem in Cabuyao (Provinz Laguna) gelegenen Werk gibt es noch Fabriken in Lipa City (in der Nachbarprovinz Batangas), in Quezon City (Metro Manila) sowie in Cagayan de Oro im Norden der südlichen Insel Mindanao. Das Werk in Cabuyao ist gleichzeitig die Hauptproduktionsstätte für Kindernahrung und Milchprodukte in der gesamten ASEAN, der aus zehn Ländern bestehenden Vereinigung südostasiatischer Nationen.
In Lipa werden für denselben Markt Frühstücksmüsli hergestellt und Nescafé in Gläser abgefüllt. Die Fabrik in Cagayan de Oro ist die Hauptfertigungsstätte der lokalen und regionalen Nescafé-Produktion, während das Werk in Quezon City Eiscreme und andere Tiefkühlprodukte herstellt.
Die Philippinen dienen dem Nestlé-Konzern, der in seinem Jahresbericht 2007 einen selbst ausgewiesenen Nettoprofit in Höhe von 10,6 Milliarden Schweizer Franken verbuchte (ein Jahr zuvor betrug dieser 9,2 Milliarden SFr), auch als Ausbildungszentrum für Personal im Finanz- und Beschaffungswesen aus ihren Firmen in Südostasien sowie in Australien und Neuseeland.@ https://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Philippinen/nestle2.html
