Aufstandsbekämpfung

In Zamboanga befand sich bis Ende August 2006 das Südkommando, das für die gesamte Kriegführung im unruhigen Süden zuständig war und der philippinischen Armee als Kommandozentrale im Krieg gegen diverse Organisationen des bewaffneten muslimischen Widerstandes diente.

Im Fadenkreuz standen zudem Verbände der Neuen Volksarmee (NPA), der bewaffnete Arm der Kommunistischen Partei der Philippinen. Um die Effektivität ihrer eigenen Militärverbände zu erhöhen und dem »kommunistischen Terrorismus« endgültig einen Riegel vorzuschieben, entschied sich der Generalstab für eine Aufteilung des Kommandos.

Seit gut einem Jahr ist das Ostmindanao-Kommando mit Hauptsitz in Davao City, der größten Stadt auf Mindanao, damit betraut, die kommunistische NPA militärisch zu besiegen. Das in Zamboanga beheimatete Westmindanao-Kommando koordiniert jetzt die Aufstandsbekämpfung gegen Gruppen wie die Abu Sayyaf in den Inselprovinzen Basilan, Sulu und Tawi-Tawi.

Die Abu-Sayyaf-Gruppe, so die Vermutung philippinischer und US-Militärstrategen, gilt als Teil der in Südostasien operierenden Jemaah Islamiyah, die ihrerseits dem Al Qaida-Netzwerk angehören soll. Auf der Insel Jolo sollen sich unter dem Schutzschild der Abu Sayyaf überdies zwei Jemaah Islamiyah- Mitglieder aufhalten, die als Drahtzieher des Anschlags auf der indonesischen Insel Bali am 12. Oktober 2002 und somit als international gesuchte Topterroristen gelten. 202 Menschen, hauptsächlich australische Touristen, kamen damals ums Leben.https://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Philippinen/abusayyaf2.html