Weiche Waffen

Wenige Monate nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erklärte die US-Regierung die Südphilippinen (nach Afghanistan) zur »zweiten Front im weltweiten Kampf gegen den Terror«. Seitdem sind in der Region Hunderte US-amerikanische Soldaten stationiert, regelmäßig finden gemeinsam mit der philippinischen Armee Manöver statt.

Die US-Militärhilfe für die philippinische Armee betrug allein im Jahre 2005 umgerechnet 130,7 Mio. US-Dollar, während sie seit 2002 im Durchschnitt jährlich 72,15 Mio. Dollar im Rahmen des Sicherheitsbeistands erhielten.

Nicht berücksichtigt sind dabei öffentlichkeitswirksame Maßnahmen als »weiche« Variante einer hart geführten Aufstandsbekämpfung. Dazu gehören medizinische Untersuchungen sowie der Einsatz der »USNS Mercy«, eines Hospitalschiffs der US-Marine. Präsidentin Arroyo bezeichnet diesen Einsatz als notwendige »humanitäre Invasion«.

Die US-Botschaft in Manila betont, US-amerikanische Truppen auf Jolo seien nicht in Kampfhandlungen verwickelt, wenngleich ihr Sprecher einräumte, daß sie zurückschießen würden, wenn auf sie gefeuert würde. Seit Mitte August aber sind US-Spezialstreitkräfte mehrfach in der Nähe des Ortes Indanan gesichtet worden – mit gepanzerten Wagen und Maschinengewehren an der Spitze von Militärkonvois der philippinischen Armee.https://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Philippinen/abusayyaf2.html