Riesige Schlammlawine töten Dorfbewohner

Schlammlawine tötet Dorfbewohner auf Philippinen

Der Taifun Durian & Ketsana & Megi hat auf den Philippinen mehr als 100 Menschen das Leben ge- kostet. Sie starben durch eine Schlammlawine, die von dem Wirbelsturm aus- gelöst wurde und sich durch mehrere Dörfer wälzte.

Die Naurgewalten hatten einen riesigen Vulkanhang ins Rutschen gebracht, der zahlreiche Dörfer ver- schüttete. Bisher kamen nach Angaben des Roten

Kreuzes 147 Menschen ums Leben. Dutzende würden in der Region rund 330 Kilo- meter südlich von Manila noch vermisst, teilten die Behörden am Freitag mit. Die Opferzahl könne noch rasant steigen. Viele der Dörfer am Rand des Vulkans Mayon seien völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Ausgelöst wurden die Schlammlawinen durch die schweren Regenfälle des Taifuns Durian,der am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von teilweise 225 Kilometer in der Stunde von Osten her über die Philippinen hereingebrochen war. Er schwäch- te sich anschließend ab.

Schlammlawine tötet Dorfbewohner auf Philippinen

Das Rote Kreuz sprach von 147 Toten allein am May- on Vulkan in der Provinz Albay. Nach Angaben von Gouverneur Ferenando Gonzales wurden noch Dutz- ende Menschen unter den vom Schlamm zerdrückten Häusern vermutet.

„Die Situation ist furchtbar. Wir haben nur Angaben aus zwei Dörfern, aber es sind ja viel mehr Gegenden

betroffen“, sagte er in einem Radiointerview. Nach Angaben des Bürgermeisters von Lagazpi wurden viele Straßen weggespült. Abgelegene Dörfer könnten nur mit Mop- eds erreicht werden.

„In vielen Dörfern kann man nur noch die Dächer der Häuser sehen„, sagte er. Der Gesundheitsministers sagte, die Provinz habe 200 Leichensäcke angefordert. Auch aus anderen Regionen wurden zahlreiche Unfälle und Sturmschäden gemeldet, aber keine Todesopfer.

Das Rote Kreuz werde möglicherweise um internationale Hilfe bitten müssen, um alle Opfer betreuen zu können, sagte der Leiter der Organisation auf den Philippinen, Richard Gordon.

Durian“ war der vierte schwere Taifun, der die Philippinen seit Ende September heimgesucht hat. Mehr als 250 Menschen waren bereits vor der jüngsten Katastrophe ums Leben gekommen.