Weltweit wurden rund 100 Gewerkschafter 2009 ermordet

Im vergangenen Jahr wurden weltweit mindestens 100 Gewerkschafter ermordet, 30 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

An der Spitze der Mordliste stehen Kolumbien (48), Guatemala (16), Honduras (12) Mexiko (6), Bangladesch (6), Brasilien (4), Dominikanische Republik (3), Philippinen (3), Indien (1), Irak (1) und Nigeria (1).

Der Verband berichtete außerdem über zehn versuchte Morde, 35 "ernstzunehmende Todesdrohungen", die meisten davon in Kolumbien und Guatemala, und hunderte Festnahmen.

Nach einer Information des philippinischen Gewerkschaftsdachverbands KMU (Kilusang Mayo Uno - Bewegung 1. Mai) sollen Kräfte, die in Verbindung mit dem Regierungsvertreter und Leiter der Wasserbehörde im Osten Visayas, Feliciano, gebracht werden, einen Gewerkschaftsvertreter der KMU ermordet haben.

Der Kollege Samuel "Sammy" Bandilla stand an der Spitze des Kampfs der Beschäftigten der örtlichen Wasserbetriebe gegen die politische Entlassung von 26 Gewerkschaftsführern. Deren Kampf gegen die politischen Kündigungen und Schikanen richtet sich zugleich gegen die Korruption, die von hohen Regierungskreisen gedeckt wird.

Elmer Labog, Vorsitzender der Gewerkschaft Kilusang Mayo Uno sagt dazu:

"Das ist nur ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit der Regierung, die mutwilligen, von Militär- und Paramilitärkräften begangenen Menschenrechtsverletzungen zu stoppen oder gar nur zu zügeln.

Es ist auch ein klarer Fall des Scheiterns von Arroyo, dass die Korruption in der Regierung uneingeschränkt bleibt. Der Anspruch der Arbeiter auf Absetzung korrupter Regierungsvertreter wie Feliciano wird mit Schikanen und Morden beantwortet."

Nicht zuletzt die angedrohten fristlosen Kündigungen von sogenannten "Rädelsführern" beim Opel-Streik zeigen, dass die internationalen Monopole und ihre Handlanger in allen Ländern die Arbeiterbewegung einschüchtern und entmutigen wollen.

Dem setzen wir die internationale Solidarität entgegen. Die KMU ruft alle Freunde und Genossen auf, gegen die wachsende politische Repression unter den Arbeitern zu protestieren.

Bitte sendet Protesterklärungen an:

Her Excellency President Gloria Macapagal Arroyo
Commander-in-Chief of the Armed Forces of the Philippines
New Executive Building, Malacañang Palace
J.P. Laurel Street, San Miguel, Metro Manila
Email: opnet(at)ops.gov.ph und kgma(at)yahoogroups.com

Und das Komitee zur Überwachung der Menschenrechte der NDF, der Philippinen
The Secretariat, NDFP-Human Rights Monitoring Committee
Email: ndfp_Jsection(at)yahoo.com
6/F Immaculate Conception Multi-Purpose Building
71 Lantana St., Cubao, Quezon City