Heiratsvermittlungen - Satiere

Philippinen Heiratsvermittlungen - Satiere

Geld oder Liebe in Asien - ( Vorsicht: Satire ! )

Also eine Feststellung hab ich auf den Philippinen gemacht, die fand ich echt überraschend: Liebeskaspers gibt es nicht nur in Thailand, sondern auch in Manila oder Angeles City. Das scheint mittlerweile ein internatio- nales Phänomen zu sein, dass sich verliebte Männer von eiskalten philip- pinischen Bardamen über den Tisch ziehen lassen. Die Story, die mir das Opfer - ein nach Manila ausgewanderter Deutscher erzählt hat – fängt an wie ein Märchen: Es war einmal ein 60 Jahre alter Rentner mit schön vol- lem Sparbuch, der nach seiner Scheidung auf die Philippinen fliegt, um sich dort eine hübsche junge Filipina Frau zu angeln.

                                  (Wer hier wen angelt, lassen wir erst mal offen....)

Bald lernt er Angelina (23) kennen, die rein zufällig in einer philippinischen Bar in Ermita (Stadtteil von Manila) sitzt,weil sie dort eine Freundin besucht. „Ich bin keine Bardame“, flüstert sie dem Hansi Bern- stein zu (Name geändert – die Story ist zu peinlich). Der Hansi glaubt ihr jedes Wort und freut sich über sein Glück, ein philippinisches Mädchen kennengelernt zu haben, das nicht aus dem Milieu kommt (sond- ern nur zufällig dort sitzt). Der Hans ist ein echter Glückspilz.

Die beiden verbringen eine heiße Nacht im Hotel, Liebesschwüre werden ausgetauscht, man bleibt zusam- men – Hans hat die Frau seines Lebens gefunden auf den Philippinen. Zwei Wochen später besucht er ihre philippinische Familie,die in großer Armut auf einer philippinischen Insel lebt – Vater,Mutter,drei Schwest- ern, vier Brüder und zwei Schweine, die im Hinterhof gehalten werden. Das erbärmliche Haus der Familie besteht größtenteils aus morschem Holz und Wellblech und sieht abbruchreif aus.

Hans verspricht seiner geliebten Angelina nach der Hochzeit ein großes, schönes Haus für Sie und der Familie zu bauen. Alle mögen Hans. Die Zeit schreitet voran, und wir überspringen die Hochzeit und die Monate des Hausbaus.

Nachdem alle eingezogen sind, wird Hans plötzlich nicht mehr so nett behandelt. Es kommt zu Streiterei- en,  die Philippinischen Brüder bedrohen ihn,Angelina kocht nur noch Reis mit Schweinenieren und spricht kein Wort mehr mit ihm. Er ärgert sich über seine Blödheit und willigt in die Scheidung ein.

Das Haus kann er natürlich abschreiben

Haus auf den Philippinen

Doch es kommt noch dümmer: Seine zweite philippinische Freundin (eine Heirat vermeidet er, so blöd ist er dann doch nicht) lernt er in Mindoro kennen (eine philippinische Insel). Edna (25) will nur sein Bestes, und er gibt es ihr auch: Ein schönes, silbernes Moped soll es sein, Marke Honda, neues Modell, gerade noch bezahlbar für den lieben Hans, dessen Bankkonto immer mehr  zusammen schrumpft. Nach den folgenden Streitigkeiten (Edna findet Hans plötzlich zu alt und zu langweilig im Bett) kommt es zur Trennung. Moped weg. Die dritte philippinische Geliebte ließ Hans, der nun wirklich kein „Hans im Glück“ mehr war, schlicht und einfach sitzen und machte sich mit

einem reichen Japaner auf nach Tokio. „Love can not eat!“ säuselte sie. Was heißen sollte: Nur von Luft und Liebe könne man ja nicht leben, und der Japaner sei wirklich steinreich. Bevor sie nach Tokio abhob, leerte sie noch das Bankkonto von Hans. Irgendwann hatte sie wohl seine PIN-Nummer ausgespäht.

Fazit: Drei Frauen weg, Haus weg, Moped weg, Geld weg

Mit der letzten Kohle ist Hans dann nach Pattaya geflogen, weil er gehört hatte, dass die thailändischen Frauen treuer und zuverlässiger sein sollen.

„Wer hat ihm das denn geflüstert?“ fragte mich der Reporter, als ich ihm dieses wahre Märchen erzählt habe. „Das war ich.“

„Du spinnst doch,! Du hättest ihn warnen sollen. Hier in der Barszene gibt es doch genauso Hyänen wie auf den Philippinen.“

„Ich weiß. Aber er ist doch jetzt sowieso arm. Bei dem ist nix mehr zu holen. Und wenn er Glück hat, ver- liebt sich eine steinreiche Thailänderin in ihn, dann hätte das Märchen noch ein Happy End.“

„Und wenn sie nicht gestorben sind....“, kicherte der Reporter und gönnte sich noch einen Schluck Bier. „Eine reiche Thai, die einen armen Farang (Ausländer) heiratet ! Sowas gibt es wirklich nur im Märchen.

Ist doch komisch, nicht ? Da reden die Mädels immer alle von der großen Liebe, und das Alter wäre doch völlig unwichtig. Hauptsache ein gutes Herz ! Und trotzdem sieht man selten, dass reiche Frauen alte, arme Männer heiraten.“

„Stimmt. Aber in Deutschland oder in der Schweiz ist das ja auch nicht viel anders. Oder hast du schon mal von einer jungen, sexy Frau gehört, die sich spontan in einen 60 Jahre alten Arbeitslosen verliebt?“

„Ja“, brabbelt der Reporter, mittlerweile schon leicht betrunken. „In Niki Lauda ! Der ist alt und ar- beitslos.“

Blödmann ! Aber im Grunde stimmt es ja: Wenn du alt und hässlich bist und kein Geld mehr hast, musst du sehen wie du allein klar kommst. Wenn du aber alt bist, Ferrari fährst und vor lauter Gold im Mund kaum kauen kannst, dann lieben dich die Frauen. Nicht wegen dem Geld, nein !!!!! Sondern wegen deinem Charme und weil du so lustig bist. 

„Und weil du so tolle Märchen erzählen kannst !“ ergänzt der Robert. „Der echte Hans im Glück aus dem Märchen hat ja auch allen geglaubt und immer weniger gekriegt: Erst hat er sein Gold gegen einen Ferrari getauscht, der hatte aber Motorschaden. Dann den kaputten Ferrari gegen ein Schwein - und am Schluss das Schwein gegen eine Gans.“

Ja, so ist das: Am Schluss kriegt man immer nur eine dumme Gans. Im Märchen wie im richtigen Leben.

Am besten, man hält das Glück ganz fest, wenn man es zufällig mal erwischt hat. Tauschen bringt nichts. Link: rp-online

In diesem Sinne........ !

Dumme philippinische Gans