Aktuelle Warnungen vor Terroranschlägen auf den Philippinen

Laut USA und Australien Gefahr in Manila und im Süden des Landes

Die USA und Australien haben die Behörden auf den Philippinen vor offenbar unmittelbar bevorstehenden Terroranschlägen in der Hauptstadt Manila und im Süden des Landes gewarnt. Sofort wurden dort zu- sätzliche Polizisten entsandt, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Laut den USA und Australien besteht auf den Philippinen offenbar eine unmittelbar Gefahr vor Terroran- schlägen in der Hauptstadt Manila und im Süden des Landes. Die philippinische Behörden haben reagiert und Sicherheitskräfte in Uniform, aber auch in Zivil in die entsprechenden Regionen entsandt.

Der philippinische Verteidigungsminister Voltaire Gazmin erklärte, die Sicherheitskräfte hätten bislang zwar keinerlei Hinweise auf Anschläge, aber man wolle auch kein Risiko eingehen.

Reisewarnungen ausgesprochen

Die USA und Australien, aber auch Grossbritannien empfahlen ihren Bürgern in Reisewarnungen, sich von Einkaufs- und Kongresszentren fernzuhalten sowie von Orten, die oft von Ausländern besucht würden. Nähere Angaben zu den Bedrohungen wurden nicht gemacht.

Militante Islamisten haben aber schon häufiger schwere Anschläge verübt. Kämpfer der Gruppe Abu Say- yaf sollen für einen Anschlag auf eine Fähre 2004 verantwortlich gewesen sein, bei der 116 Menschen ge- tötet wurden.

In einer Mitteilung des australischen Außenministeriums heißt es, dass Terror-Anschläge in Manila un- mittelbar bevorstehen könnten. Auf welche Informations-Quellen sich die jüngste Terror-Warnung aus Australien beruft, ließen die Behörden-Sprecher jedoch im Dunkeln.

Das australische Außenministerium teilte am Dienstag nur mit, dass es zuverlässige Berichte gäbe, die auf mögliche Terror-Anschläge auf den Philippinen und speziell in deren Hauptstadt Manila hindeuten würden.

Als mögliche Ziele von Terror-Anschlägen kämen ganz besonders Orte in Frage, an denen sich viele Men- schen zur gleichen Zeit aufhalten würden. Noch größer ist die Gefahr für potentielle Ziel-Orte, wenn sich dort viele Ausländer aufhalten würden.

Als Beispiele nannte das australische Außenministerium etwa große Märkte, Messehallen und Einkaufs- zentren. Ein Sprecher der Polizei in Manila bezog jetzt Stellung zu der Warnung. Laut der philippinischen Polizei gibt es bis jetzt keine direkten Drohungen gegen die Philippinen. Geheimdienste würden aber aus Gründen der Prävention gefährliche Gruppen kontinuierlich überwachen.

Zu den observierten Gruppierungen zählt etwa die Terror-Gruppe Abu Sayyaf. Die vor allem im musli- mischen Süden der Philippinen aktive Gruppe Abu Sayyaf ist Teil der Terror-Organisation Al Kaida. Das Ziel von Abu Sayyaf ist die Errichtung eines islamischen Gottesstaats auf den Philippinen.

Warnungen und Schutz vor Terror-Anschlägen

Auch die Regierungen anderer Länder haben vor Anschlägen in Manila gewarnt. In Deutschland hat das Auswärtige Amt in Berlin seine Empfehlungen für Reisende seit dem 20. Oktober zwar nicht überarbeit- et, es weist aber auf eine allgemeine Gefahr durch Anschläge hin.

Das Außenministerium Österreichs weist lediglich auf eine erhöhte Sicherheitsgefährdung hin. Konkreter werden die Behörden Großbritanniens. Laut dem britischen Außenministeriums planen islamische Terroristen weitere Angriffe und sind in der Lage, zu jeder Zeit und an jedem Ort des südosasiatischen Landes zuzuschlagen.

Potentielle Ziele sind Kirchen, Moscheen, Flughäfen, Einkaufszentren, sowie beliebte öffentliche Plätze und Sehenswürdigkeiten. Zum Schutz vor Terror-Anschlägen und Entführungen wird Reisenden generell empfohlen, sich von großen Menschenansammlungen, sowie den südlichen und südwestlichen Gebieten der Philippinen fern zu halten.