Die Mythologie der Philippinen

Die Mythologie auf den Philippinen ist eine große Ansammlung an Sagen und Geschichten, die seit vielen Jahren verbreitet werden. Es geht hier um magische Geschöpfe und Wesen. Trotz der sehr starken Verwestlichung und dem weit verbreitetem Christentum gibt es immer noch viele Einheimische, die an die Existenz dieser Wesen glauben.

Es gibt auch Berichte von Sichtungen, die aber oft unbestätigt blieben. Da das Land aus vielen Inseln besteht und von vielen ethnischen Gruppen bewohnt wird, ist die philippinische Mythologie sehr zer- splittert. Es gibt jedoch Gemeinsamkeiten unter diesen Gruppen wie den Glauben an Himmel (Kaluwal- hatian oder Kalangitan), Hölle (Kasanaan) und die menschliche Seele (kaluluwa).

Besonders in den Provinzen ist der Aberglaube sehr verbreitet. Auch Berichte von Sichtungen solcher Wesen existieren, sie sind jedoch nie bewiesen worden. Da es auf den vielen kleinen Inseln auch sehr viele verschiedene ethnische Gruppen gibt, ist die Mythologie der Philippinen sehr unterschiedlich.

Allerdings gibt es auch einige Gemeinsamkeiten, denn alle glauben an den Himmel, die Hölle und natür- lich auch an die menschliche Seele. Die wohl berühmteste Gestalt der Mythologie ist "Aswang - As- wang", ein "Ghul", der Leichen frisst.

Er kann, wie der Werwolf die Gestalt von Tieren annehmen. Tagsüber ist die Gestalt in Menschenform auf den Inseln und in der Nacht verwandelt er sich in den leichenfressenden Ghul. Viele Asiatinnen glauben noch heute an die Sagen.

Als "Dila Dila" bezeichnet man auf den Philippinen die Zunge eines Geistes. Diese so genannten Dilas dringen durch den Fußboden eines Hauses in das Haus ein und lecken bestimmte Menschen zu Tode. Diwatas sind kleine Feen die in den Akazienbäumen leben.

Man kann sie als eine Art Schutzgeister für die Natur sehen, sie bringen denen, die den Wäldern Gutes tun Segen und jenen die den Wäldern Schaden zufügen Verderben. Auf einigen Teilen der Philippinen entsprechen die Diwatas auch den griechischen Göttern und Göttinnen. Für jeden Fischer auf den Inseln ist es ein Brauch bei einem guten Fang auf See andere Gaben als Opfer darzubieten.

"Dwendes" sind kleine Zwerge die entweder in den Häusern oder auch den Bäumen leben. Viele Ein- heimische lassen extra Reste des Essens auf dem Boden für diese kleinen Zwerge liegen, damit die Dwendes weiterhin das Haus beschützen und ihm Segen bringen. Einige der Zwerge leben in auch in kleinen Ameisenhügeln.

Möchte man an so einem Ameisenhügel vorbei gehen, sollte man die Dwendes ganz höflich darum bitten. Auch einen Riesen gibt es in der Mythologie der Philippinen, er wird "Kapre" genannt und wohnt, wie man sich wahrscheinlich denken kann, in den Wäldern.

Der Kapre raucht Tabak, deswegen reagieren in den eher ländlichen Gegenden die Einwohner auch ganz empfindlich auf Tabakgeruch und Tabakrauch. Es gibt auch eine Zauberin, die ihren Körper in zwei Teile spalten kann, sie wird "Mananggal" genannt. Sie trägt an ihrem Rücken Fledermausflügel.

Ihr Kopf und ihr Oberkörper durchstreifen die Nacht und fressen alte und kranke Menschen. Endgültig vernichtet werden kann sie nur, wenn man Asche und Salz auf ihren Körper streut, denn dann kann ihr Kopf nicht zurückkehren.

Es gibt natürlich auch Hexen und noch viele weitere Fabelwesen an die die Einheimischen in den Provin- zen noch immer glauben, aber in den etwas größeren Städten setzt sich dann doch der allgemeine welt- liche Glaube wieder mehr durch als in den Provinzen der Inseln. Link: artikeltext

Matruculan dringt in das Haus von Jungfrauen ein und schwängert sie. Nach einer anderen Version tötet der Matruculan eine werdende Mutter, öffnet ihren Leib und frisst den Fötus.  

Eine Sirena ist eine Meerjungfrau. Vor allem Fischer aus den Städten am Pazifik berichteten oft von Sirenen am Strand. Tikbalang ist ein Wesen mit einem Pferdekopf und dem Körper eines Menschen.

Multo, das Wort für Geist in Tagalog, kommt vom spanischen muerto (deutsch: Toter). Filipinos glauben, dass ein Multo, oft der Geist eines verstorbenen Verwandten, sie regelmäßig besucht.

Das Wort für den Besuch eines Multo heißt minumulto oder dinadalaw. Evangelikale Christen unter den Filipinos halten die Multos für böse Geister, die Katholiken hingegen für wohlwollend.

Der Nuno sa Punso bewohnt kleine Hügel im Boden. Deshalb sagen Filipinos „makikiraan lang po" („Entschuldigung bitte"), wenn sie an einem Buckel im Boden vorbei gehen, um den Nuno nicht zu beleidigen. Oft werden sie mit den Dwende durcheinander gebracht

Putol na Kamay leben häufig in Briefkästen oder Schränken in ländlichen Häusern. Der Name bedeutet „abgeschnittene Hand".

Santelmo (vom spanischen „Fuego de San Telmo", deutsch: Elmsfeuer) ist ein Feuerball, der vor allem in den Bergen der Sierra Madre von Dutzenden Filipinos gesehen wurde.

Wissenschaftlich werden diese Erscheinungen durch atmosphärische elektrische Feldstärken erklärt, die bei heran nahenden Gewitterfronten auftreten und sich an hohen, spitzen Gegenständen als Elmsfeuer entladen.

Berichte über Sichtungen gab es jedoch schon in der spanischen Ära (16. bis 19. Jahrhundert). Besonders von Seeleuten wurde Elmsfeuer an Schiffsmasten beobachtet. Auch im Gebirge kann dieses Phänomen an Bergspitzen beobachtet werden.

Tiyanak - Nach dem Glauben der Filipinos ist ein Tiyanak der Nachkomme einer Frau und eines Dämons (vergleiche Wechselbalg). Ein Tiyanak kann auch ein abgetriebener Fötus sein, der zum Leben erwacht und Unglück über die Mutter bringt. Er wird als haarlos mit roter Haut und glühenden Augen beschrieben.

Thanbucha  - Nach dem Glauben der Filipinos ist ein Thanbucha der Nachkomme eines Mannes und eines Lustmolchs. Ein Thanbucha kann auch ein abgetriebener Fötus sein, der zum Leben erwacht und Unglück über die Mutter bringt. Er wird als haarlos mit roter Haut und glühenden Augen beschrieben. Uneheliche Kinder werden direkt nach der Geburt ertränkt. Link: wikipedia/beatro/myspace

Philippinische Mythologie und Sagen

  • Aswang: Aswang, die wohl berühmteste mythologische Gestalt der Philippinen, ist ein Leichen fress- ender Ghul und kann – ähnlich dem europäische Werwolf – die Gestalt eines Tieres annehmen. Tags- über nehmen Aswangs die Gestalt eines Menschen oder eines Tieres (meist einer Fledermaus oder eines Schweins) an. Nachts erscheinen sie bei Vollmond um Mitternacht, um Jagd auf nichts ahnende schlafende Menschen zu machen. Besonders populär ist der Mythos des Aswang in Cadiz und in Du- enas, Iloilo.
  • Dila: Dila ist die Zunge eines Geistes. Dilas dringen durch den Bambusfußboden ländlicher Häuser ein und lecken bestimmte Menschen zu Tode.
  • Diwatas und Engkatos: Diwatas oder Feen sollen in großen Bäumen wie Akazien und Baletes leben. Sie sind die Schutzgeister der Natur und bringen Segen oder Verderben über die, die Wäldern und Bergen wohl tun oder schaden. Eine berühmte solche Diwata ist Maria Makiling, die Wächterin des Mount Makiling in der Provinz Laguna. Engkantos (auch Encantos geschrieben) oder männliche Feen leben hauptsächlich im Meer. Unter philippinischen Fischern ist es Brauch nach einem guten Fang Fleisch und andere Delikatessen als Opfer für die Engkantos ins Meer zu werfen.
  • In anderen Landesteilen entsprechen Diwatas den griechischen Göttern und Göttinnen. Zu den be- kanntesten Diwatas gehören: Bathala (auch bekannt als Kabunian, Malayari und Lumawig), Herrscher des Himmels; Amanikable, Herrscher über die Meere; Dian Masalanta, Göttin der Liebe; Apolake (oder Adlaw), Sonnengott; Mayari (oder in anderen Gebieten Bulan), Mondgöttin; Tala, Göttin der Sterne; und Anitan, Wächter der Blitze.
  • Dwende: Dwende ist das spanische Wort für Zwerg. Dwendes leben häufig in Häusern oder auf Bäumen in ländlichen Gebieten. Je nachdem, wie man sie behandelt, bringen sie Unheil oder Glück. Filipinos lassen oft Speisen auf dem Fußboden zurück, damit die Dwendes, die das Haus bewohnen (oder, wie sie sagen, beschützen) nicht beleidigt sind, sondern dem Haus Segen bringen. Es gibt auch Dwendes, die in Ameisenhügeln leben, und wenn man an einen Ameisenhügel kommt, bittet man um ihre Erlaubnis vorbei gehen zu dürfen.
  • Kapre: Kapre, ein großer und dunkler Riese, bewohnt Wälder. Kapres rauchen Tabak, weshalb Filipinos in ländlichen Gebieten sehr empfindlich auf Tabakrauch sind.
  • Manananggal: Eine Manananggal ist eine Zauberin, die ihren Körper in zwei Teile teilen kann. Am Rücken trägt sie Fledermausflügel. Kopf und Oberkörper durchstreifen das Land und fressen bettläg- erige und kranke Menschen. Wird die untere Hälfte ihres Körpers mit Asche und Salz bestreut, kann ihr Kopf nicht zurückkehren und sie wird endgültig vernichtet. Manchmal wird sie mit einem Aswang ver- wechselt oder gleichgestellt.
  • Mangkukulam: Mangkukulam ist eine Hexe. Auf den Visayas wird sie Mambabarang genannt.
  • Matruculan: Matruculan dringt in das Haus einer Jungfrau ein und schwängert sie. Nach einer anderen Version tötet der Matruculan eine werdende Mutter, öffnet ihren Leib und frisst den Fötus. Zur Abwehr durchschneidet der Ehemann während der Wehen die Luft mit seiner Axt. Der Glaube an Matruculan ist heute nicht so weit verbreitet wie in der spanischen Zeit.
  • Multo: Multo, das Wort für Geist in Tagalog, kommt vom spanischen muerto (deutsch: Toter). Filipinos glauben, dass ein Multo, oft der Geist eines verstorbenen Verwandten, sie regelmäßig besucht. Das Wort für den Besuch eines Multo heißt minumulto oder dinadalaw. Evangelikale Christen unter den Filipinos halten die Multos für böse Geister, die Katholiken hingegen für wohlwollend.
  • Nuno sa Punso: Der Nuno sa Punso bewohnt kleine Hügel im Boden. Deshalb sagen Filipinos „maki- kiraan lang po“ („Entschuldigung bitte“), wenn sie an einem Buckel im Boden vorbei gehen, um den Nuno nicht zu beleidigen. Oft werden sie mit den Dwende durcheinander gebracht.
  • Putol na Kamay: Putol na Kamay leben häufig in Briefkästen oder Schränken in ländlichen Häusern. Der Name bedeutet „abgeschnittene Hand“.
  • Santelmo: Santelmo (vom spanischen „Fuego de San Telmo“, deutsch: Elmsfeuer) ist ein Feuerball, der vor allem in den Bergen der Sierra Madre von Dutzenden Filipinos gesehen wurde. Wissenschaftlich werden diese Erscheinungen durch atmosphärische elektrische Feldstärken erklärt, die bei heran nah- enden Gewitterfronten auftreten und sich an hohen, spitzen Gegenständen als Elmsfeuer entladen. Be- richte über Sichtungen gab es jedoch schon in der spanischen Ära (16. bis 19. Jahrhundert). Besonders von Seeleuten wurde Elmsfeuer an Schiffsmasten beobachtet. Auch im Gebirge kann dieses Phänomen an Bergspitzen beobachtet werden.
  • Sirena und Siyokoy: Eine Sirena (deutsch: Sirene) ist eine Meerjungfrau. Vor allem Fischer aus den Städten am Pazifik berichteten oft von Sirenen am Strand. Siyokoy ist das männliche Gegenstück der Sirene. Er hat eine braune geschuppte Haut ähnlich der der Fische und Kiemenschlitze.
  • Tikbalang: Ein Tikbalang ist ein Wesen mit dem Kopf eines Pferdes und dem Körper eines Menschen.
  • Tiyanak: Nach dem Glauben der Filipinos ist ein Tiyanak der Nachkomme einer Frau und eines Dämons (vergleiche Wechselbalg). Ein Tiyanak kann auch ein abgetriebener Fötus sein, der zum Leben erwacht und Unglück über die Mutter bringt. Er wird als haarlos mit roter Haut und glühenden Augen beschrieb- en.
  • Thanbucha: Nach dem Glauben der Filipinos ist ein Thanbucha der Nachkomme eines Mannes und eines Lustmolchs. Ein Thanbucha kann auch ein abgetriebener Fötus sein, der zum Leben erwacht und Unglück über die Mutter bringt. Er wird als haarlos mit roter Haut und glühenden Augen beschrieben. Uneheliche Kinder werden direkt nach der Geburt ertränkt.