Die Kokospalme - Baum des Lebens

Für die Leute, die auf den zahlreichen Inseln der Südsee wohnen, ist es ganz normal, dass ihre Palmen die grössten Kokosnüsse abwerfen.
Erklärungen dafür finden sich in all den Geschichten,die von einer Generation zur andern weitererzählt werden. Eine davon habe ich für euch herausgepickt.
Die Muttergottheit Timbehe schuf auch die Kokospalme. Die erste Palme wuchs so weit in den Himmel hinein, dass niemand ihren Wipfel sehen konnte.
Eines Tages forderte Timbehe alle Menschen und Tiere zu einem Wettstreit auf. Sie sollten versuchen, den Baumwipfel zu erreichen.
Männer und Frauen versuchten es, mussten aber aufgeben, weil ihnen die Luft ausging. Auch wurden sie hungrig und durstig und mussten umkehren, ohne den Wipfel erreicht zu haben.
Viele Tiere versuchten es, und ihnen erging es wie den Menschen. Dann kam die Reihe an den fliegenden Hund. Der war klug. Er bereitete sich auf die Reise vor. Er konnte mehr Nahrung mitnehmen, weil er so viele Krallen hatte, um sie zu halten.

Er kletterte höher und höher. Wurde er hungrig, so ruhte er sich aus und ass. Dann kletterte er weiter, bis er ausser Sichtweite war. Als der fliegende Hund den Wipfel erreicht hatte, verteilte er Kokosnüsse über die ganze Erde.
Die grössten Nüsse warf er über die Inseln Polynesiens, denn sie waren zu schwer um sie weit zu werfen. Darum wachsen in der Südsee die grössten Kokosnüsse. Aber die Inseln, die am weitesten entfernt sind, haben überhaupt keine Kokosnüsse, denn der fliegende Hund konnte sie nicht so weit werfen. Link: World-Wide-Web
