Gefährliche Krokodile
Das endemische Philippinen Krokodil ist für den Menschen harmlos. Es wird nur knapp drei Meter lang und begnügt sich mit kleineren Beutetieren. Das weit über Südasien und Nordaustralien verbreitete Leistenkrokodil hingegen wird bis zu sieben Meter lang und gibt bis heute immer wieder Anlass zu schauerlichen Geschichten.
Auch von der Insel Mindanao und Palawan kennt man solche Tra- gödien. Gerade während meines Aufent- haltes auf den Philippinen war in einem Zeitungsartikel von zwei Mädchen zu lesen, die unweit von Puerto Princesa in einem Fluss badeten. Dabei musste eines der
Mädchen zusehen, wie seine Freundin von einem Krokodil in die Tiefe gerissen wurde. Anderntags fand man die Hälfte seines Körpers ein Stück weit Flussabwärts.
Das Philippinen-Krokodil (Crocodylus mindorensis) ist eine Art der Echten Krokodile (Crocodylidae). Im Vergleich zu allen anderen Krokodilen im pazifischen Raum zeichnet sich das Philippinen-Krokodil durch eine sehr breite Schnauze und große Panzerschuppen im Nacken- und Rückenbereich aus. Mit maximal drei Metern Körperlänge gehört es zu den kleineren Krokodilarten.
Das Philippinen-Krokodil lebt in Süßgewässern wie Flüssen, kleineren Seen und Sumpfbereichen. Dabei ist es in seiner Verbreitung beschränkt auf einzelne Inseln der Philippinen. Dazu zählen die Inseln Luzon, Mindoro, Masbate, Samar, Negros, Busuanga und Mindanao.
Sein Vorkommen auf einigen Inseln wurde allerdings erst in den 1980er Jahren bekannt und man geht davon aus, dass es früher weiter verbreitet war, durch die intensive Bewirtschaftung und damit den Verlust seines Lebensraumes jedoch regional ausgestorben ist.
Wie die meisten anderen Krokodile ernährt sich das Philippinen-Krokodil von sehr unterschiedlichen Organismen des Wassers. Sein Spektrum umfasst dabei wahrscheinlich Schlangen, Frösche, Wasser- schildkröten, Insekten sowie kleine Säugetiere, genaues ist allerdings nicht bekannt.
Zur Fortpflanzungszeit wird ein Hügelnest aus Pflanzenmaterialien gebaut, in dem die Eier abgelegt werden. Eine Bewachung des Nestes und Brutpflege wurden beobachtet. Link: wikipedia
