Die Marcos-Diktatur

Die Marcos-Ära Diktatur 1965-1986

Die Marcos-Ära 1965-1986

Am 30. Dezember 1965 wurde Ferdinand Marcos Präsident. 1966 entsand- te er ein Pionier-Bataillon nach Vietnam, um den USA zu helfen.

1967 / 1968 bewirkten die Enteignung der Bauern und das starke Bevöl- kerungswachstum (3,5 %) eine Arbeitslosenquote von rund 20 %.

Die Huk-Bewegung erhielt großen Zulauf und kontrollierte weite Gebiete von Zentral-Luzón.

Marcos ließ die kommunistischen Hukbalahap bekämpfen, bis diese ihre Aktivitäten einstellten. Er wurde 1969 als erster philippinischer Präsident wiedergewählt.

1968 wurde als Reaktion auf das Jabidah-Massaker an moslemischen Armee-Rekruten, die sich weigerten,an einer Geheimoperation zur Rück- eroberung Sabahs teilzunehmen, die Muslim Independence Movement (MIM) von traditionellen Stammesführern gegründet.

Es kam zu Kämpfen zwischen Moros und christlichen Siedlermilizen im Süden der Philippinen. 1971 wird die Moro National Liberation Front (MNLF) als separatistische Dachorganisation durch den Politikwissen- schaftler Nur Misuari gegründet.

1969 kam es durch Jose Maria Sison und einige ehemalige Hukbalahap zur Gründung einer maoistischen Untergrundarmee, die sich New People's Army (Neue Volksarmee) oder NPA nennt.

Sie vereinigte etwa 85.000 Kämpfer auf sich. 1970 brachen in Manila Studentenunruhen gegen das korrupte Marcos Regime aus, unter anderem weil Marcos eine neue Verfassung vorbereitete, die die Beschränkung auf zwei Amtsperioden für einen Präsidenten aufheben sollte. Die Proteste dauerten zwei Jahre an.

Am 21. September 1972 verhängte Präsident Marcos das Kriegsrecht. Es kam zur Verhaftung von Zehntausenden Regimegegnern und zum Verbot der jeweiligen oppositionellen Presse.

Am 17. Januar 1973 wurde über eine neue Verfassung ein parlamentarisches System eingeführt, das jedoch faktisch der Konsolidierung der Macht von Marcos diente.

Während des Kriegsrechts intensivierten sich die Auseinandersetzungen mit der NPA und der MNLF. 1975 wird mit Hilfe von Libyen und der Organisation der Islamischen Konferenz der Vertrag von Tripolis ausgehandelt, der die Gründung einer autonomen Moslemregion vorsieht.

1976 herrscht jedoch weite Unzufriedenheit unter den Moros, was die Ergebnisse des Vertrags angeht, und die Kämpfe werden fortgesetzt. 1977 spaltet sich die geschwächte MNLF und es kommt zur Gründung des Moro Islamic Liberation Front.

1981 wurde das Kriegsrecht formal aufgehoben. Es kam zu sehr dubiosen Wahlen, bei denen Marcos mit sehr hoher Mehrheit gewann.

Am 21. August 1983 wurde der Oppositionsführer Benigno Aquino ermordet. Die Tat wird den Militärs angelastet. Am 25. Februar 1986 floh Marcos schließlich nach Unruhen ins Ausland. Die Witwe des ermordeten Benigno Aquino und Oppositionsführerin, Corazón Aquino, wurde neue Präsidentin (bis zum 30. Juni 1992). Link: wikipedia

Die Marcos-Zeit

Im Jahre 1972 gab es eine Serie von Bombenanschlägen, von denen man allerdings heute vermutet, dass sie von Militärs durchgeführt wurden, um Marcos einen Vorwand für das Kriegsrecht zu liefern.

Am 21. September 1972 erklärte Marcos das Kriegsrecht, ließ Oppositionszeitungen und -sender schließen und veranlasste die Inhaftierung zahlreicher Oppositioneller.

1973 ließ er eine neue parlamentarische Verfassung ratifizieren. Das Kriegsrecht wurde zwar 1980 aufgehoben und es kam sogar 1981 zu einer Parlamentswahl, bei der aber massive Wahlfälschung vermutet wurde.

Die Marcos-Ära Diktatur 1965-1986

Während der Marcos-Diktatur kam es zu massiven Repressalien gegen Oppositionelle. Manche wurden jahrelang in Untersuchungshaft gehalten, unter anderem der prominente Marcos-Rivale Benigno Aquino.

Im Zuge der Bekämpfung der NPA kam es in manchen Provinzen zu Repressalien gegen die Landbevölkerung. Etliche Oppositionelle oder vermutete Kommunisten verschwanden entweder spurlos oder wurden schwer verstümmelt aufgefunden, eine Praxis, die vom Militär „salvaging“ genannt wurde.

Unterdessen bereicherten sich Marcos, seine Frau Imelda und seine Freunde, während die Auslandsschulden der Philippinen immer weiter stiegen. Es wurde viel Geld für Prestigeprojekte ausgegeben, unter an- derem für eine Herzklinik und einen Filmpalast.

Nach dem Mord an Benigno Aquino, der im Jahre 1983 nach Exil in den USA auf die Philippinen zurückkehrte und am Flughafen von Manila er- schossen wurde, kam es zum Volkswiderstand gegen Marcos.

Dieser versuchte Anfang 1986 durch vorgezogene Neuwahlen das Blatt zu wenden, doch seine Rivalin Corazon Aquino war sehr populär und seine Versuche, die Wahl zu fälschen, fielen aufgrund der vielen internationalen Beobachter auf.

Führende Militärs wechselten im Februar 1986 die Seite und wurden durch Massendemonstrationen unterstützt, die weltweit in den Medien zu sehen waren.

Militäreinheiten, die den Aufstand brechen sollten, wechselten auch die Seiten, so dass Marcos in einem US-Militärhelikopter das Land verließ und nach Hawaii ins Exil gebracht wurde. Frau Aquino wurde am gleichen Abend als neue Präsidentin vereidigt. Link: wikipedia