Japanische Invasion, Okkupation und deren Widerstand von 1941-1945 / Geschichte der Philippinen

Japanische Invasion, Okkupation und Widerstand 1941-1945
Nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 besetz- ten im Zweiten Weltkrieg die Japaner in der Schlacht um die Phi- lippinen die Inseln.
Trotz erbittertem Widerstand mussten US-amerikanische und philippinische Truppen unter US-Kommando im April 1942 auf Bataan aufgeben.
Im darauffolgenden Todesmarsch von Bataan starben bis zu 10.000 Soldaten vor Ankunft in einem 100 Kilometer entferntem Militärgefängnis.
1942 bildete sich auf Luzon die kommunistische Widerstandsbewegung Hukbalahap (im Volksmund Huk genannt) unter Führung von Luis Taruc, deren Hauptziel zunächst der Widerstand gegen die japanische Besatzung war.
Es bildeten sich weitere Guerillagruppen, die jedoch mit den amerikanischen Streitkräften verbündet waren.

Während der Besatzungszeit kam es zu entsetzlichen Greueltaten jap- anischer Truppen gegen die Zivilbevölkerung. Es kam zu Massener- schießungen, Folter und Vergewaltigungen. Menschen wurden lebendig verbrannt oder mit dem Samurai-Schwert geköpft.
Im Oktober 1943 wurde mit Hilfe großer Teile der philippinische Elite eine Republik unter japanischer Obhut gegründet. Präsident war Jose P. Laurel. Diese Republik hatte allerdings kaum die Unterstützung der Bevölkerung.
Erst ab Oktober 1944 gelang es US-amerikanischen Truppen unter dem Kommando von General Douglas MacArthur mit Unterstützung antijapanischer Widerstandskämpfer in fünfmonatigen Kämpfen die Philip- pinen zurückzuerobern.
Weil sich japanische Truppen in Manila verschanzt hielten, dauerte die Befreiung Manilas bis zur Kapitula- tion Japans im September 1945 an, was zur weitgehenden Zerstörung von Manila (vor allem der alten spanischen Altstadt) führte. Ca. 1 Millionen Philippiner starben in Zweiten Weltkrieg.

Amerikanische Streitkräfte bekämpften die kommunistisch geprägten Hukbalahap. Einzelne japanische Soldaten kapitulierten nicht, sondern hielten im Dschungel aus, sodass der letzte japanischen Soldat erst 1974 kapitulierte.
Manuel Quezons Vizepräsident Sergio Osmeña hatte nach dem Tod des Commonwealth-Präsidenten in den USA die Präsidentschaft der philippinischen Exilregierung übernommen. Im Februar 1945 wurde die Common-wealth-Regierung durch die USA wiedereingesetzt. Die Philippinen wurden im gleichen Jahr noch als Commonwealth Gründ-
ungsmitglied der Vereinten Nationen. Die philippinische Unabhängigkeit wurde vom US-Präsidenten Harry S. Truman auf das Jahr 1946 festgelegt, da die Folgen des Krieges eine Unabhängigkeit nach dem ur- sprünglichen Zeitplan nicht zuließen. Die Verfassung des Commonwealth blieb bis zum Jahr 1973 gültig. Link: wikipedia
