Heiraten - Einleitung

Philippinische Heirat

Wer eine Filipina ehelicht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er in der Regel auch deren Familie "mitheiratet".

Es ist ein fester und sehr wichtiger Bestandteil der philippinischen Mentalität und Lebensart, dass die Kinder die Eltern unterstützen, sobald sie dazu in der Lage sind.

Die Philippinen haben kein staatlich garantiertes "soziales Netz" wie wir hier- zulande, daher wären die Alten, Kranken und Schwachen ohne dieses System nicht überlebensfähig.

Die Nachteile sind bekannt, die philippinischen Eltern sind stets bemüht, mög- lichst viele Nachkommen in die Welt zu setzen, um im Alter sicher versorgt zu sein.

Heiraten - Diplomatie im Vorfeld erspart viel Ärger

Heirat in den Philippinen

Es ist sehr wichtig, dass der Ehemann die philippinische Fami- lie der Frau akzeptiert und respektiert.

Unbedingt sinnvoll ist ein klärendes Gespräch mit der zukünf- tigen Gattin vor der Heirat, in dem möglichst diplomatisch an das Thema herangegangen wird.

Sprüche wie "Ich heirate nur Dich", nicht aber "Deine Fa- milie" sollte man bei dieser Gelegenheit gleich mehrfach an- bringen, das erspart einem später u.U. die Scheidungskost- en, da es gar nicht erst zur Heirat kommen wird.

Sehr wichtig ist die eindeutige Klarstellung der eigenen finanziellen Verhältnisse, indem man seiner Zukünftigen genau erklärt, warum das "viele Geld" in Deutschland eben doch nicht so viel ist (Hohe Mieten, viele Versicherungen notwendig, hohe Lebenshaltungskosten etc.), am besten ist eine Rechnung bei der unten dann so gut wie 0,00 rauskommt.

Voraussetzung ist natürlich, dass man vorher nicht einen auf dicke Hose gemacht hat und sich das jetzt nicht zuzugeben traut. Seid versichert: Eure Holde wird irgendwann erfahren und genau wissen, wieviel Ihr verdient und wofür Ihr es ausgebt. Lügen bringen also nur wieder die Chance auf Scheidungskosten, ein paar kleine Übertreibungen sind sicherlich erlaubt. Langsam kann man sich dann an das Kernthema herantasten, wie sie ihre Familie unterstützen möchte und welchen Betrag sie sich denn vorstellt.

Heiraten - Wer ist "Familie" ?

Wie wahrscheinlich den meisten bekannt ist, ist eine philippinische Familie sehr gross; eigentlich ist so gut wie jeder ein Verwandter, vor allem wenn es um Geld geht, wird die Familie immer grösser. Im Prin- zip sollte man jegliche Unterstützung auf die direkte Linie beschränken, also die Eltern und die Geschwist- er der Frau. Ausnahmen sind natürlich denkbar, aber immer bedenken, die Zahl der Bedürftigen steigt mit jedem weiteren Grad progressiv.

Heiraten - Zweckungebundene Unterstützung

Philippinen Heirat

Über die Höhe der monatlichen Zuwendungen gehen die Meinungen natürlich weit auseinander.

Hier und in anderen Berichten wurden bereits Umfragen ge- startet, und eine erstaunlich hohe Zahl von Usern gab an, nichts zu schicken oder nur im Notfall.

Dies ist bei einigen philippinischen Familien, die allzu for- dernd auftreten, sicherlich auch angebracht. Generell wird man sehr schnell merken, in was für eine philippinische Familie man da einheiratet, einfach die Augen und Ohren ein wenig offen-

halten und sich seine eigenen Gedanken machen. Manche schicken bis zu 300 EUR monatlich ohne Zweckbindung, was für die philippinische Familie das Gleiche ist wie bei uns eine 2000 EUR-Rente, viel zu viel also. Der Betrag, der frei zur Verfügung gestellt wird, sollte maximal 30% des monatlichen Haus- haltseinkommens betragen, damit die Leute nicht die Lust am Arbeiten verlieren.

Man sollte also schon im Vorfeld unauffällig herausfinden,wer von wieviel (oder von wem) lebt. Für meine Familie, genauer gesagt sind es nur die Mutter und deren Geschwister meiner Frau, halte ich beispiels- weise 2.500-5.000 Piso pro Monat für angemessen, was in etwa einem Betrag von 85 EUR entspricht.

Heiraten - Zweckgebundene Unterstützung

Heirat - Glückliche Philippinen Hochzeit der Zweckgebundene Unterstützung

Am besten ist es natürlich, zweckgebundene Unterstützung, bei- spielsweise für Ausbildung, zu leisten. Die Problematik ist natür- lich die korrekte Höhe der Unterstützung, hierbei wird gerne ein wenig "geschummelt", wenn man die Betroffenen selbst fragt.

Die Schule beispielsweise kostet gar nichts bis sehr wenig, es müssen aber Mittel für Fahrtkosten, Essensgeld und Unterrichts- material bereitgestellt werden.

Auch eine Schuluniform wird benötigt, diese sind nicht ganz billig (gibt es auch gebraucht zu erwerben). Dennoch sollte während

der Elementary- und Highschoolzeit ein Betrag von 600 Pisos oder 10 EUR monatlich vollkommen aus- reichen, falls nicht noch gleich das neue Handy des Schülers mitfinanziert wird.

Heiraten - Das College wird dann schon teurer

Auch eine gute Idee ist es, im Urlaub vor Ort Hilfe zu leisten, beispielsweise das Material zur Modernisier- ung oder Reparatur des Hauses zu kaufen und es gleich von der Familie verbauen zu lassen.