Moslemische Guerilla

Auf Mindanao, einer größeren Insel im Süden der Philippinen, lebt ein Großteil der moslemischen Minder- heit der Philippinen. Ab 1971 setzte sich die "Moro National Liberation Front" (kurz: "MNLF" - Nationale Befreiungsfront der Moro) im bewaffneten Widerstand für eine größere Autonomie der Insel Mindanao ein. 1990 bekamen vier Provinzen der Insel den Status einer autonomen Region, was schließlich dazu führte, dass die "MNLF" 1996 mit der philippinischen Regierung einen Waffenstillstand schließen konnte.

Dies bedeutete allerdings nicht das Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen. Bereits 1984 hatte sich die "Moro Islamic Liberation Front" (kurz: "MILF" - Islamische Befreiungsfront der Moro) von der "MNFL" mit dem Ziel, einen komplett unabhängigen Moro-Staat zu errichten, abgespalten. Zurzeit verfügt die "MILF" über geschätzte 12.500 Kämpfer. Eine weitere Partei in diesem Konflikt stellt die Abu Sayyaf dar, die sich 1991 aus Dissidenten der "MILF" gebildet hat. 

Moslemische Guerilla Truppen auf den Philippinen

Es handelt sich dabei um eine fundamentalistische muslimische Gruppe, die momentan über 300-400 Kämpfer verfügt und von den USA als terroristische Organisation betrachtet wird. Als Resultat des seit 1971 anhaltenden Konflikts haben zwischen 100.000 und 150.000 Menschen ihren Leben verloren. Etwa 2 Millionen Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Friedensgespräche zwischen Regierung und muslimischen Rebellen konnten bisher noch keine endgültige Einigung erzielen. Link: staff.uni-mainz