Kulintang Agung - Agung Beschreibung

Das Agung ist ein Satz von zwei breitrandigen, vertikal hängenden Gongs, die von verschiedenen Volksgruppen der Philippinen, wie den Maguindanao, den Maranao und den Tausug, als ein unterstützendes Instrument in einem Kulintang Ensembles verwendet wird.
Bei anderen Volksgruppen auf Mindanao, Sabah, Sarawak und Kali- mantan ist das Agung der zentrale Bestandteil eines traditionellen Agung-Orchesters. Das Agung besteht aus großen, schweren, breit-
randigen und als Kesselgongs ausgebildeten Instrumenten, die in einem Kulintang-Orchester für den Basston verantwortlich sind. Jeder der Gongs hat in der Regel ein Gewicht zwischen 11 und 15 Pfund (4,1 kg und 5,6 kg), wobei es durchaus möglich ist, Agung-Gongs mit einem Gewicht unter 5 Pfund (1,87 kg) oder mit bis zu 20 oder gar 30 Pfund (7,46 kg bzw. 11,2 kg) anzutreffen.
Dies ist abhängig von dem Metall aus dem er gefertigt wurde, Bronze, Messing oder Eisen. Während sein Durchmesser geringer ist, als der des Gandingans und zwischen annähernd 22 Inch (560 mm) bis 24 Inch (610 mm) liegt, ist er im Vergleich zu diesem wesentlich tiefer eingefasst, besitzt also einen deutlich breiteren Takilidan (Rand), der, einschließlich des großen, aufragenden Knopfes oder Buckels, zwischen 12 und 13 Inches (304 - 330 mm) betragen kann.
Die Gongs werden vertikal etwa in Höhe oder etwas unterhalb der Hüfte an Seilen aufgehängt. Dabei befestigt man sie an einer erhöhten Struktur wie einem starken Baumast, einem Deckenbalken oder einem Holz- bzw. Metallrahmen, der dem Gong als Gestell dient.
Der größere, tiefer klingende Gong der beiden wird von den Maguindanao als Pangandungan und von den Marano als P’nanggisa-an oder Punangisa-an bezeichnet. Er befindet sich rechts vom Spieler und liefert entweder den Grundrhythmus oder er dient dem rhythmischen Aufbau an den gewichtigen Stellen eines Stückes.

Der kleinere, höher klingende Gong, der zudem der dickere der beid- en ist, hat bei den Maguindanao den Namen Panentekan, während er bei den Maranao als P’malsan bzw. Pumalsan bezeichnet wird. Er be- findet sich vom Spieler links und untermalt bzw. schmückt die Ab- schnitte des Pangandungan-Spiels aus, dies vorwiegend durch Dopp- el- oder Dreifachschläge, die an allen abgeschwächten Stellen der Rhythmus- struktur eingesetzt werden. Link: wapedia.mobi
Das Kulintang entwickelte sich ursprünglich aus einem einfachen einheimischen Brauch der Signalüber- mittlung. Ihre heutige Form erreichte diese Musikform, indem man den Klängen klobige Gongs hinzu- fügte, die man der Kultur der Sunda-Inseln entnahm und die Instrumente zu einer musikalischen Gruppe zusammenschloss.
Die Beziehung, die zwischen dieser Form der Musik und den verschiedenen einheimischen Kulturen be- steht, ist sehr ausgeprägt und reicht weiter zurück, als der Einfluss des Islams, des Christentums oder der westlichen Welt. Im Grunde ist Kulintang ein Begriff der Menschen aus Maguindanao, Ternate und Timor, der für Idiophone aus mehreren Gongkesseln verwendet wird, die in einer Reihe horizontal auf einem Brett liegen und so einen vollständigen Kulintang-Satz bilden.

Man entlockt dem Instrument seine Töne, indem man mit zwei hölzernen Klöppeln auf die Buckel am Kopf der Gongs schlägt. Die Verbreitung des Kulintang reicht quer durch die unterschiedlichsten Sprach- und Volks- gruppierungen. So wird anstatt dem Begriff Kulintang bei den Maranao und den Sulawesi die Be- zeichnung Kolintang verwendet, die Völker von Sabah und dem Sulu-Archipel benutzen dagegen den Begriff Kulintangan, während bei den im Inland lebenden Molukken der Name Totobuang geläufig ist.
Im 20. Jahrhundert erweiterte sich der Begriff Kulintang und wurde zu einer Bezeichnung für ein voll- ständiges Maguindanao Ensemble, das sich aus insgesamt fünf oder sechs Instrumenten zusammensetzt. Üblicherweise wird eine solche Musikgruppe als Basalen oder Palabunibuyan bezeichnet. Der letztgenann- te Name bezeichnet „ein Ensemble aus lauten Instrumenten“ bzw. „musizieren“ oder in diesem Fall „mu- sizieren mit einem Kulintang.“
Das Kundiman, eine Verbindung von Sprache und Musik, ist einzigartig auf den Inseln. Berühmte Musiker der Philippinen sind die Komponisten und Dirigenten Rodolfo Cornejo und Antonio J. Molina und der Dirigent Antonino Buenaventura. Der Volkstanz ist sehr beliebt und besteht aus vielen traditionellen Tänzen. Link: lexikon.freenet
