Methoden des Stimmens

Im Gegensatz zu westlichen Instrumenten gibt nirgendwo auf den Philippinen einen Stimmsatz zu Kulintangsätzen. Es existieren so- mit deutliche Variationen zwischen jedem Satz. Diese Unterschiede begründen sich durch die Machart, die Größe und die Form. Zudem gibt die stetige Beanspruchung bei der Verwendung jedem Kulin- tangsatz eine spezifische Tonhöhe, einen einmaligen Nachklang und eine einzigartige Klangfarbe. Trotz der vernehmbaren Ab- stimmungsunterschiede sind durchaus Übereinstimmungen inner- halb der Kontur zu vernehmen, hört man dieselbe Melodie auf ver- schiedenen Kulintang-Sätzen.
Diese Gemeinsamkeiten resultieren aus der gleichartigen Intervallbeziehung von mehr oder weniger ab- standsgleichen Klangweiten zwischen den Tönen jedes Gongs. Die Methoden der Instrumentenstimmung unterscheiden sich daher deutlich von den bekannten Methoden zum Stimmen eines Instrumentes, da man die Töne weder anzugleichen versucht, noch sich auf ein System von Standardtönen bezieht.
Stattdessen legt man zum Stimmen bestimmte gleichartige Muster von langen und kurzen Intervallen zugrunde. Eine Methode, wie sie ebenso bei Gamelan-Orchestern des westlichen Indonesiens zu finden ist. Obgleich die Künstler der Maguindanao, der Maranao und der Tausūg kein Prinzip einer Tonleiter be- sitzen, da ihre Gewichtung auf dem Konzept einer rhythmischen Spielart basiert, finden sich bei ihnen die Pélog- und Slendro-Tonleitern des westlichen Indonesiens. Dennoch reichen ihnen ihre eigenen davon abweichenden Pentatonik- bzw. Heptatonik-Tonleitern zumeist aus. Link: wiki.verkata
