Notationssystem

Da sich diese Musik innerhalb einfacher Sozialgemeinschaften ent- wickelt hat, ist das Kulintang lange Zeit frei von einem Notations- system geblieben. Kompositionen wurden von Generation zu Genera- tion durch Mündliche Überlieferung weitergereicht, ohne das dabei eine Notwendigkeit zu einer Notation der Stücke entstanden wäre. In jüng- erer Zeit versucht man nun jedoch die Musikstücke in eine Ziffernnot- ation zu übertragen. Dabei werden die Gongs einem Nummernsystem von 1 bis 8 zugeordnet. So wird zum Beispiel dem Gong mit der nied- rigsten Tonart die Ziffer 1 zugeteilt, dem benachbarten Gong die Ziffer 2, bis sich letztlich die Ziffer 8 auf den Gong mit dem höchsten Ton bezieht. Das Kulintang wurde bei vielen Volksgruppe traditionell als ein Instrument der Frauen ange- sehen:
So bei den Maguindanao, den Maranao, den Tausūg/Sukul, den Samal, den Badjao/Sama, den Illanum, den Kadazan, den Murut, den Bidayuh und den Iban. Im traditionellen Sinne assoziiert man das Spiel des Kulintang mit graziösen, zarten, bedächtigen und gelösten Bewegungen, die zum einen Eleganz und zum anderen die die Frauen untereinander verbindende Schicklichkeit verkörpert. Heutzutage spielen sowohl Frauen als auch Männer alle fünf Instrumente, da das Kulintang nicht mehr als ein allein den Frauen vor- behaltenes Instrument angesehen wird. Tatsächlich sind die renommiertesten Spieler des Kulintangs mittlerweile männlichen Geschlechts. Link: wikipedia
