Technik

Beim Agung-Spiel steht der Spieler üblicherweise neben dem In- strument, wobei er den oberen Randteil zwischen dem Daumen und den anderen Fingern der linken Hand hält. Mit seiner Rechten erzeugt er den Ton, indem er mit einem Klöppel auf den runden Höcker oder Buckel im Zentrum des Gongs schlägt. Die Klöppel, als Balu bezeichnet, sind aus einem kurzen Stock gefertigt und haben eine Länge von einem halben Fuß (ca. 15 cm). Ein Ende ist mit einem weichen, aber widerstandsfähigen Material, zum Beispiel Gummi, umwickelt.
Die Handhabung der Balus beim Spielen des Agung ist vergleichbar mit der Spielweise eines Tom Toms aus Messing. Dabei werden durch Verwendung von dämpfenden Techniken eine Reihe solider, schnell abklingender Tönen erzeugt. Der gewünschte Effekt wird dadurch hervorgerufen, dass man nach dem Schlagen eine Hand auf dem Buckel oder das Knie auf dem Flansch belässt bzw. die Klöppel selbst an dem Buckel anlegt. Wenn ein Spieler mit beiden Gongs agiert, hält der Assistent den tiefer klingenden Gong in einer Winkelposition und bedämpft das Instrument hierbei mit seinen beiden Händen.
Seit kurzem hat sich eine neue Art der Handhabung entwickelt, bei dem überwiegend ein Teil des Buckels anstatt des Flansches festgehalten wird oder man streicht bei einer weiteren Variante um den Höcker her- um, wobei jedoch das hölzerne Ende des Klöppels eingesetzt wird. Ziel ist es jeweils, auf diese Arten eine Dämpfung des Tones zu erreichen. Diese Techniken, Katinengka genannt, werden von Downriver Musik- ern der Volksgruppe der Maguindanaos angewandt, um einen metallischen Klang während der Kulintang-Aufführung entstehen zu lassen.
Zum Spielen eines Agung können verschiedene Kombinationen von Spielern, Gongs und Schlaghölzern zum Einsatz kommen. So kann das Agung entweder von zwei Spielern bespielt werden, bei dem jeder der beiden an einem eigenen Gong agiert oder ein Musiker verwendet beide Gongs. Bei nur einem Akteur kann dieser entweder auf beiden Gongs spielen, wobei er den höher klingenden Gong in Augenhöhe hält, während der tiefer klingende von einem Assistent zur Stabilität in einem Winkel gehalten wird, oder er beschränkt sich auf einen Gong alleine.

Der letztgenannte Stil, der vor allem von den Downriver Maguindanaos in Simuay angewandt wird und bei denen diese Spielart als eine sehr alte betrachtet wird, benutzen hierfür lediglich den höher klingenden Gong. Dieser stellt, anders als der tiefer klingende Gong, ein Führungsinstrument dar und hat daher eine primäre Bedeutung inne. Ein Beispiel hierfür ist das Spiel eines Ein-Gong-Agungs bei einem Tagunggo-Stück.
Daneben kann auch die Anzahl der verwendeten Schlaghölzer variieren. Zu den meisten Anlässen kommt nur ein Schlagholz zur Anwendung, während die Spieler bei anderen Techniken zwei Klöppel verwenden, eines in jeder Hand. Diese Spielart ist allerdings nur Wettbewerben und Vorführungen vorbehalten. Bei einer weitaus interessanteren Technik nutzt man nur ein Balu, wobei es hierbei erforderlich ist, dass die Spieler das Agung in umgekehrter Ordnungs- folge spielen. Diese Technik nennt sich Patuy. Link: wapedia.mobi
Das Instrument mit dem Namen Kulintang (oder unter seinen anderen Bezeichnungen) besteht aus einer Reihe/einem Satz von 5 bis 9 kleinen, erhabenen, gestaffelt arrangierten, topfförmigen Gongs, die hori- zontal auf einem Brett entsprechend ihrer Tonhöhe angeordnet sind, wobei derjenige mit dem tiefsten Klang sich links vom Spieler befindet. Die Gongs liegen in dem Instrument aufrecht aneinandergereiht und werden von zwei Stricken/Schnüren eingefasst, die parallel zum Längsrahmen verlaufen.
Bambus- bzw. Holzstöcke oder -stäbe, die senkrecht quer über dem Rahmen eingefasst sind, unterteilen die Gongs und bilden einen Kulintangsatz mit dem Namen Pasangan. Die Gongs können zwei, drei oder nur 1/8 Pfund (747 g, 1120 g bzw. 46,1 g) wiegen und haben einen Durchmesser von 7 – 10 Zoll (17,8 cm – 25,4 cm) bei einer Höhe von 4 – 5 Zoll (10,2 cm – 12,7 cm). Traditionell werden sie aus Bronze gefertigt, aber aufgrund des Mangels an Bronze sind ebenso Messing-Gongs mit nur wenig schlechteren Klängen gebräuchlich.
Das Brett des Kulintanginstruments wird von den Maguindanaos als Antagan bezeichnet, was so viel wie "gruppiert" heißt,wobei es bei den Marano unter dem Begriff Langkonga bekannt ist. Es kann recht prunk- los gestaltet sein, so dass es lediglich aus einfachen Bambus- bzw. Holzlatten gefertigt ist oder aber es ist reich mit künstlerischem Design verziert und mit traditionellen Okir-Motiven oder Arabesken versehen. Die Gongs für das Kulintang werden mittels des Wachsausschmelzverfahrens hergestellt,einem Verfahr- en, das für das Gießen individueller Gongs eine verlorene Form verwendet, die zerstört werden muss, um den Guss freizugeben.
In der ersten Phase werden Replikas des Gongs entweder aus Bienenwachs (Talo) oder Kerzenwachs (Kandila) erstellt. Die Wachsform wird mit einer speziellen Mixtur aus fein gepuderter Kohle und Lehm behandelt, mit der die Wachsoberfläche mittels einer Bürste bezogen wird. Die Schichten werden dann zum Trocken in die Sonne gelegt. Danach wird die komplette Form in einem Backofen erhitzt, bis das Wachs weggeschmolzen und die Kohle-Lehm-Mixtur ausgehärtet ist, so dass schließlich eine hohle Hülle übrig bleibt.

Die geschmolzene Bronze wird anschließend über eine Mündung in den Hohlraum dieser ausgehärteten Form eingegossen und danach bis zu einem bestimmten Grad abkühlen lassen, wobei die Kohle Lehm Schicht zerbricht und den neuen Gong freigibt. Der Gong wird an- schließend veredelt, gereinigt und unter Umständen von dem Panday (dem Gonghersteller) gekennzeichnet.
Zum Abschluss wird das fertige Produkt durch den so genannten Tongkol-Prozess weiter veredelt. Hierbei wird der Buckel des Gongs mit dem Hammer entweder von innen bearbeitet, um die Tonhöhe
leicht zu erhöhen, oder man beschlägt ihn von außen, um ihn tiefer klingen zu lassen. Der richtige Klang findet sich alleine durch das Gehör des Bearbeiters, wobei der Spieler eine Reihe von Gongs anschlägt, um die melodische Kontur zu finden, die dem jeweiligen Gong eigen ist. Link: wiki.verkata
