Karaoke - Auf den Philippinen Videoke genannt

Karaoke - Auf den Philippinen Videoke genannt

Karaoke - Auf den Philippinen Videoke genannt

Karaoke oder auch Videoke auf den Philippinen genannt ist ein zu jeder Tages- und Nachtzeit ausgeübter Volkssport. Jung und alt singt von ganzem Herzen romantische philippinische Balladen, fetzige Rock n Roll Nummern in Tagalog oder die neusten Hits der internationalen Charts.

Es ist egal ob sie es können oder nicht, die Hauptsache ist singen. Wie man sieht ist in der kleinsten Hütte oder an den unmöglichsten Orten Platz um solch eine Maschine aufzubauen und um Zulauf braucht man sich selten be- schweren. Hier kann jeder mal für die kurze Zeit eines Songs ein Star sein bis er das Mikrofon an den nächsten Sänger weitergeben muss.

Philippinische Musik bietet ein breites Spektrum und für jeden Geschmack ist das richtige dabei. Auch Oldies aus den 80er und 90er Jahren werden auf den Philippinen immer wieder gern gehört. Ob im Radio, im Fernsehen oder im Jeepney - Sie hören eine bunte Mischung aus Oldies und den neuesten Hits. Link: cebu-life

Geschichte

Karaoke wurde zuerst in den frühen 1970er-Jahren in Japan betrieben und fand seither weltweite Ver- breitung. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem Wort Kara (空) (Deutsch: „leer“) und Oke als Kurz- wort für „Orchester“. Es gibt auch die Ansicht, dass sich die Bezeichnung von dem Wort für „Fass“ (also: „leeres Fass“) ableitet.

Erfunden wurde Karaoke von Daisuke Inoue (* 10. Mai 1940 in Ōsaka), der 1971 die ersten 11 selbst gebauten Karaoke-Geräte an Bars in Kōbe vermietete (und dafür 2004 den Friedens-Ig-Nobelpreis er- hielt). Da er das Konzept nicht patentierte und die Geräte sowie die Playback-Bänder als auch die CDs bald von Unternehmen der Unterhaltungsindustrie hergestellt wurden, verdiente Daisuke praktisch nichts mit seiner Erfindung, die heute weltbekannt ist.

Seit kurzem wird der Name auch für andere verwandte Unterhaltungsformen verwendet, z. B. Power- point-Karaoke, bei dem die Teilnehmer mehr oder weniger lustige Vorträge zu zufällig aus dem Internet ausgewählten Powerpoint-Präsentationen halten, die sie beim Auftritt zum ersten Mal sehen. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist das Interesse an Karaoke auch in den deutschsprachigen Ländern stetig gewachsen.

Einen weiteren Anstieg gibt es seit etwa Anfang 2000 durch Castingshows wie Deutschland sucht den Superstar. Mittlerweile werden Karaoketitel auch im Internet zum Download angeboten, um danach auf diversen Medien (Playstation 2, X-Box, DVD, PC, etc.) abgespielt zu werden.

Daneben finden sich in Zeiten des Social Networking auch Karaoke Communities im Internet ein. Gut für den Anfänger: Man kann Songs so lange „versteckt“ lassen, bis man mit der eigenen Performance zu- frieden ist. Danach erfolgt dann i.d.R. die Bewertung durch andere Community Members.

Der Weltrekord im Karaoke-Singen wurde 2008 in einem finnischen Karaoke-Club in Kouvala bei Helsinki aufgestellt. Die Sängerinnen und Sänger sangen dort vom 2. bis 20. Juli 2008 genau 446 Stunden, 4 Minuten und 6 Sekunden lang.

Technik

Die gespielte Musik ist ohne Singstimme aufgenommen, es werden spezielle Karaoke-CDs, meist im CD+G-Format, abgespielt. Diese enthalten neben den Instrumentalversionen der Musikstücke auch die Textinformationen. Beim Abspielen der CD hören Sänger und Zuschauer die Musik, der Sänger kann auf einem Bildschirm den Text ablesen und zur Musik singen.

Meist wird zur Orientierung die gerade zu singende Textstelle farbig oder mit einer Animation markiert. Häufig läuft hinter dem Text statt des originalen Musikvideos ein von der entsprechenden Firma speziell gedrehtes Video oder eine Zufallsanimation, dadurch sparen sich die Hersteller die sonst nötige zu- sätzliche Lizenz.

Die neuesten Generationen stellen so genannte All-In-One Karaoke Systeme (Magic Sing, Magic Mic, Magic Singalong) dar. Diese kommen ganz ohne CDs aus: Hier ist die Musikauswahl auf einem Songchip im Mikrofon gespeichert, was den Aufwand an Geräten bei der Nutzung deutlich reduziert.

Eine weitere und preiswerte Möglichkeit ist die Wiedergabe von Karaoke-Musik durch die Soundkarte des Computers. Es gibt eine Vielzahl von Karaoke-Abspielprogrammen, die meist mit speziellen Midi-Dateien arbeiten.

Diese Dateien enthalten neben der Musikinformation auch die Texte und weisen typischerweise die Datei- endung .KAR (statt .MID) auf. Sowohl die Abspielprogramme, wie auch viele Musikdateien sind zum Teil auch kostenlos als Freeware erhältlich.

Karaoke-Bars

In Asien ist es durchaus üblich, sich spezielle Karaokekabinen anzumieten. Diese Kabinen bieten, je nach Dimension, Platz für unterschiedlich große Gesellschaften. Im Gegensatz zu öffentlichen Veranstaltungen bietet diese diskrete Option auch Schutz vor ungebetenen oder fremden Gästen.

Es gibt eine Gesangsanlage, einen komfortablen Auswahlcomputer mit Playlist und Zimmerservice. Auch viele Hotelzimmer und kleinere Kneipen haben eigene Karaoke-Anlagen mit manchmal über 100.000 Titeln verfügbar.

In Städten wie Taipeh gibt es eigene Häuser für K-TV mit Etagen voller Kabinen. K-TVs sind wie Massage- salons und Teehäuser in manchen Ländern auch Stätten der illegalen Prostitution. In Europa ist Karaoke häufig und wird in Diskotheken ebenso wie in Urlauberclubs eingesetzt.

Dabei ist die Regel, dass auch Unbekannte der jeweiligen Performance zuhören. Auch Karaoke-Wett- bewerbe finden hier immer größere Beliebtheit. Seit 2004 kann man der beliebten Freizeitbeschäftigung in leicht abgewandelter Form auch auf Spielekonsolen, mit Spielen wie SingStar (Playstation), We Sing (Wii) und verschiedenen nachempfundenen Karaoke-Programmen, nachgehen. Link: wikipedia