Philippinische Streitkräfte (AFP)
Die Streitkräfte der Philippinen (Filipino: Sandatahang Lakas ng Pilipinas, auch: Armed Forces of the Philippines, AFP) besteht aus den Teilstreitkräften Heer, Marine und Luftstreitkräfte.
Philippinische Streitkräfte (AFP) - Geschichte 1897-1902
Im Philippinisch-Amerikanischen Krieg kämpften eine Unabhängigkeitsbewegung unter Führung der Kati- punan für eine nationale Republik unter Präsident Emilio Aguinaldo und gegen die Kolonialmacht USA.
Am 22. März 1897 wurden die philippinischen Streitkräfte in Cavite gegründet dessen Führung zunächst General Artemio Ricarte übernahm und im Januar 1899 von General Antonio Luna abgelöst wurde.
Luna wurde später Chef der operativen Kriegsführung und gründete auch die erste Militärische Akademie in Malolos in der Provinz Bulacan. Luna wurde durch Aguinaldos Offiziere im Juni des gleichen Jahres er- schossen.
Nach der Gefangennahme von Präsident Aguinaldo 1901 durch US-Soldaten und herben Verlusten der jungen Streitkräfte konnten die Soldaten nur noch Guerillaaktionen durchführen, ehe auch dieser Wider- stand bis Ende 1902 erlosch und das Land durch US-Soldaten besetzt wurde.
Etwa eine Million Filipinos (20 % der Gesamtbevölkerung) kamen während dieser Zeit ums Leben. Währ- end der Kolonialzeit der USA führten die US-Streitkräfte im Land von 1904 bis 1913 einen Krieg zur Kon- trolle der Moro-Provinz im Süden der Philippinen. 1913 wurde auch dieser Krieg zugunsten der USA ent- schieden.
Philippinische Streitkräfte (AFP) - Geschichte 1935-1945
1935 wurde eine Teilautonomie für die Philippinen mit dem Ziel der Unabhängigkeit bis 1945 beschlossen. Durch den National Defense Act,Commonwealth Act No. 1, vom 21. Dezember 1935 wurden für das Com- monwealth der Philippinen auch die neuen Streitkräfte gegründet.
Das Japanische Kaiserreich startete am 8. Dezember 1941 einen Überraschungsangriff auf die Philippinen. Die Commonwealthregierung übergab daraufhin die Philippinische Armee der Befehlsgewalt der fernöst- lichen US-Streitkräfte, die dem japanischen Eroberungsfeldzug entgegenwirken sollten.
Manila wurde zur Offenen Stadt erklärt, um sie vor Zerstörungen zu schützen und sie wurde letztendlich am 2. Januar 1942 von den Japanern besetzt.
In der Zwischenzeit kam es überall im Inselstaat zu Kämpfen gegen die japanischen Besatzer, wie zum Beispiel die Schlacht um Bataan, die Schlacht um Corregidor und die Schlacht um Leyte, ehe sich die kombinierten Amerikanisch-Philippinischen Streitkräfte im Mai 1942 endgültig ergaben.
Der Widerstand auf den Philippinen hielt allerdings an. Eine der Guerillagruppen, die Hukbalahap-Beweg- ung (der "Volksarmee gegen die Japaner"), bestand aus 30.000 bewaffneten Kämpfern und kontrollierte einen Großteil von Central Luzon.
Restposten der philippinischen Armee stützten sich auf eine Guerillakriegsführung. Der Erfolg dieser Kam- pagne war die Befreiung von zwölf der vierzehn Provinzen der Philippinen. Am 20. Oktober 1944 landeten die Alliierten Streitkräfte unter General Douglas MacArthur auf Leyte und starteten die Befreiung des Ar- chipels, denen weitere Landungskräfte folgten.
Die Kämpfe dauerten an, bis am 2. September 1945 die formelle Kapitulation Japans folgte. Die ge- schätzte Anzahl an philippinischen Opfern lag insgesamt bei nahezu einer Million und die Hauptstadt Manila war nach Abschluss der Kriegshandlungen weitgehend zerstört.
Nach dem Philippinenfeldzug wurde das Commonwealth für ein Jahr mit der Vorbereitung auf die Unab- hängigkeit restituiert.
Philippinische Streitkräfte (AFP) - Geschichte nach 1945
Nach der Unabhängigkeit des Landes 1946 wurden die philippinischen Streitkräfte ab 23. Dezember 1950 neu strukturiert und es bildeten sich die Teilstreitkräfte Armee, Marine, Luftwaffe und eine paramiltä- rische Gendarmerie. Die heutige moderne Berufsarmee ohne Wehrpflicht hat derzeit eine Stärke von 113.500 Soldaten, zuzüglich 131.000 Reservisten.
