Hacienda Lusita Massaker

Ein weiterer Gewerkschaftsführer in Hacienda Luisita ermordet: Am 17. März 2006 wurde Tirso Cruz, Vorstandsmitglied der Vereinigten Arbeitnehmergewerkschaft bei Luisita (ULWU) neunmal von zwei behelmten Motorradfahrern in den Rücken ge- schossen.

Nach Angaben von Cruz' Vater, der mit Cruz zu Fuß unterwegs war, erfolgte der An- griff etwa 100 Meter von einer Militärbasis entfernt; dennoch griffen keine Soldaten ein, als die Schuldigen die Flucht ergriffen.

Gewerkschaftskollegen berichteten, Cruz habe seit November 2004 wiederholt Mord- drohungen bekommen, als er begann, in der Führung des Streiks in Hacienda Luisita aktiv zu werden.

Ernesto Cruz, der Bruder des Opfers, erklärte, bereits zuvor hätten Soldaten Tirso Cruz zu Hause aufgesucht, um ihn einzuschüchtern, und sie hätten ihn gedrängt zu erklären, er sei ehemaliges Mitglied der NPA-Guerilla; Tirso Cruz hätte ihre Anschuldi- gungen jedoch zurückgewiesen.

Zur Zeit seines Todes war Cruz einer der Anführer der ULWU-Kampagne für die De- militarisierung von zehn Dörfern in Hacienda Luisita durch Abzug der dort stationiert- en Soldaten.

Im Laufe des Jahres wurden kaum Fortschritte gemacht, um die Mörder von Ricardo Ramos zur Rechenschaft zu ziehen, des Vorsitzenden der Zuckerarbeitergewerkschaft von Tarlac (CATLU), die die Zuckerarbeiter von Hacienda Lusita vertritt; er war im Oktober 2005 erschossen worden.. @ ituc-csi