Regierung in Manila einigt sich mit Rebellen auf Friedensgespräche
Nach sechs Jahren hat sich die philippinische Regierung unter dem Präsident Benigno Aquino III. auf eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit Rebellen der marxistischen Neuen Volksarmee (NPA) ge- einigt. Der Chefunterhändler der Regierung, Alexander Padilla, führte den Durchbruch auf die politische Aufbruchstimmung zurück, die nach der Wahl Aquinos im Mai entstanden sei.
So stehe Aquino für eine "neue Dynamik" in den Philippinen, sagte Padilla. Mit seinen Versprechen, gegen Armut, Korruption und Menschenrechtsverstösse vorgehen zu wollen, habe der neue Präsident über Par- teigrenzen hinweg breite Unterstützung und Vertrauen erworben, erklärte er.
Mit Blick auf die angekündigten Verhandlungen mit der NPA sagte Padilla, dies könne für die Gruppierung der beste Weg sein, um tatsächlich eine politische Einigung hervorzubringen. Zwar kündigte die NPA an- lässlich ihres 42-jährigen Bestehens an, Angriffe intensivieren zu wollen.
Dennoch sollen Mitte Februar in der norwegischen Hauptstadt Oslo sechstägige Verhandlungen statt- finden. Überdies einigte sich die NPA mit der Regierung auf einen Waffenstillstand, der bis zum 3. Januar andauern soll. Seit nunmehr 42 Jahren operiert die (NPA) vor allem in den ländlichen Regionen der Phi- lippinen.
Dort fand einer der längsten und blutigsten Aufstände in Asien statt. Mehr als 120'000 Kämpfer und Zivil- personen kamen bisher ums Leben. Die Regierung hatte zwar mit den Rebellen verhandelt, trotzdem kam es wiederholt zu sporadischen Zusammenstössen.
